von  Julian Schmauch  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 6 Min
Der Gitarrensound von Adam Jones: Kling' wie Tool mit Plugins, Budget-Setup oder Studio-Gear

Der Gitarrensound von Adam Jones: Kling' wie Tool mit Plugins, Budget-Setup oder Studio-Gear  ·  Quelle: Gibson

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Ob „Schism“, „Lateralus“ oder „Sober“: Der Gitarrensound von Adam Jones, Gitarrist der Prog-Legende Tool, ist ein prägendes Element der Band. Jones brilliert dabei weniger mit schneller oder abgefahrener Technik als viel mehr mit dem Gear, das er nutzt und der klanglichen Untermalung der Songs. Was ihr für den Sound benötigt, erfahrt ihr hier.

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Adam Jones und Tool

Wir schreiben das Jahr 1989. Adam Jones trifft in LA auf Maynard James Keenan. Keenan spielt Jones ein Tape seiner anderen Band Green Jellÿ vor. Die beiden Freunde verbindet die Liebe zur Musik, zum Alternative Rock, abseits des Mainstreams. Jones ist derart beeindruckt von Keenans Gesangskünsten, dass er auf ihn einredet.

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Die beiden beginnen sich musikalisch aufeinander einzuschießen. Keenan und Adam sind gut vernetzt: Nebenher hängt Keenan mit einem gewissen Tom Morello (er und Adam sind Kindheitsfreunde) ab und zeigt diesem die Drop-D-Stimmung, die Tom angeblich zum Riff von „Killing in the Name“ inspiriert. Auch soll Maynard neben Zach de la Rocha kurze Zeit in der engeren Auswahl für die Stimme von Rage against the Machine gewesen sein. Wilde Zeiten.

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Doch es kam anders. Angeblich (und das muss man bei der Tool-Folklore oft betonen) ist Danny Carey schlichtweg Maynards Nachbar und kommt zu den Proben der beiden, weil die eingeladenen Musiker oft nicht auftauchen. Paul D’Amour am Bass, der ab 1995 von Justin Chancellor ersetzt wird, komplettiert die Band.

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Was „Undertow“ und vor allem „Ænima“ (1996) für ein Urknall waren in der Rock- und Metal-Scene, die durch eine Übergangszeit Mitte der Neunziger ging, kann man sich heute kaum vorstellen. Careys polyrhythmische Übermacht, Keenans düsteraggressive Gesangskünste, Chancellors melodiöse Bassläufe und vor allem Adam Jones‘ Gitarrenatmosphären hatte man so noch nicht gehört.

Der Gitarrensound von Adam Jones: Das Gear von Adam Jones

Zementiert wurde der Legendstatus der Band mit 2001 mit „Lateralus“, das die Polyrhythmik, die düsteren, vor Mystik platzenden Lyrics und das Gitarre-Bass-Gewitter noch auf die Spitze trieb. Auch „10,000 Days“ und „Fear Inoculum“ zeigte, das die Band sich weiterentwickelte, „Ænima“ und „Lateralus“ gelten als absolute Meilensteine der Metal- und Prog-Geschichte.

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Was die Gitarrenauswahl betrifft, ist Adam Jones durch und durch auf Les Paul getrimmt. Seine Haus- und Hofgitarre ist eine 1979er Les Paul Custom Silverburst. Bei Gibson und Epiphone gab es eine Zeit lang mehrere Modelle mit abgefahrenem Look. Aber auch eine Flying V stößt Jones nicht von der Bettkante. Eine der Geheimnisse vom Gitarrensound von Adam Jones ist seine Amp-Auswahl.

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Denn Jones teilt sein Signal. So gibt es mindestens eine Quelle, die bei Equipboard einen nicht mehr verfügbaren Artikel auf Gibson.com zitiert, bei dem er sein Gitarrensignal auf einen 1976 Marshall Super Bass und einen Diezel VH-4 “Blueface”“ schickt. Bei den Aufnahmen zu „10,000“ sollen es laut Mixdownmag sogar drei Amps gewesen sein, neben diesen beiden noch ein Dual Rectifier von Mesa Boogie.

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Wer so viel mit klanglicher Atmosphäre spielt, der wird auch bei Pedalen nicht zimperlich sein. Im Video zu seinem Live-Rig bei der Tour zu „10,000 Days“ erwähnt Adams Guitar Tech Chris Leahey diese Pedale: Dunlop Heil Talkbox, Boss BF-2, DOD FX40B, Boss PSM Power Supply/Master Switch, MXR M-133 Microamp, Line 6 DL4, MXR M-102 Dyna Comp, Dunlop Crybaby BB-535 und ein Boss DD-5.

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Der Gitarrensound von Adam Jones: Diese Plugins bringen dich näher!

Gleich zwei oder drei Amp-Plugins anzufahren ist in allen heutigen DAWs möglich. In Ableton Live zum Beispiel erstellt man ein Effekt-Rack, in diesem lassen sich parallel mehrere Audioeffekte laden, die dann gleichzeitig zu hören sind. Bei Logic oder Cubase würde ich mit Send-Routings arbeiten, wo ihr das Signal aus einer Audiospur auf mehrere Sends schickt, auf denen dann die jeweiligen Amp-Plugins liegen.

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Für den Gitarrensound von Adam Jones benötigen wir vor allem zwei Amp-Plugins und, je nach Song einige Pedale als Plugins. Für Pedal-Emulationen sind Gitarren-Plugins wie Amplitube 5* oder Guitar Rig 7* am ehesten geeignet, beide bringen eine Vielzahl an virtuellen Pedalen mit.

Was die Amp-Plugins betrifft, gibt es vom Diezel VH4 eine offiziell lizenzierte Version* von Plugin Alliance. Dazu bekommt ihr, falls ihr euch bereits näher mit NAM-Captures beschäftigt habt, hier kostenlos ein Capture bei Tone3000.

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Der Gitarrensound von Adam Jones: Mit diesem Budget-Gear klingst du wie der Tool-Gitarrist!

Das größte Problem am Gitarrensound von Adam Jones ist, dass Jones gleich mehrere Amps anspielt. Das ist für Einsteiger nicht unbedingt budgetfreundlich. Grundsätzlich gibt es aber auch für Einstiegs-Amps wie der Boss-Katana-Serie, Line 6 oder den Produkten von Positive Grid von Usern erstellte Presets, die in diese Richtung gehen.

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Klar, ihr spielt dann „nur“ durch einen Amp. Am Ende ist ja auch von Adam Jones nur ein Sound zu hören, eine Mischung mehrerer Amps. Und manche dieser Presets sind so gut getweakt und eingestellt worden, dass an klanglich gar nicht so weit weg ist vom Gitarrensound von Adam Jones.

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Der Gitarrensound von Adam Jones: Das Studio-Gear für den Tool Sound!

Les Paul vorausgesetzt, könnt ihr bei den Amps für den Gitarrensound von Adam Jones so richtig Asche lassen, so es euer Budget zulässt. Den Diezel VH4* bekommt ihr so direkt, vom Dual Rectifier gibt es das 90s Reissue*.

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Beim Marshall wird es etwas schwieriger, ganz nah am Original zu bleiben. Aber da der Gitarrensound von Adam Jones vor allem durch die Mischung zustande kommt, kann auch ein Marshall 2203 Modified JCM 800* zum Ziel führen.

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Fazit

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An alle „Tool“-Fans: Wie kommt ihr zum Gitarrensound von Adam Jones? Welches Gear nutzt ihr? Welche überraschenden Entdeckungen habt ihr gemacht?

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