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Framework Laptop

Framework Laptop  ·  Quelle: Framework

Davon können Macbook-User nur träumen: Framework bietet Laptops an, die ihr einfach mit zusätzlichem Speicherplatz, mehr Arbeitsspeicher oder weiteren Anschlüssen erweitert könnt. Ein simples Stecksystem macht das Erweitern im Gegensatz zu fast allen Laptops der Konkurrenz zum Kinderspiel.  Ein Traum für Produzenten! Was meint ihr?

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Framework Laptop: Modular und erweiterbar

Grundsätzlich gibt es den Laptop schon werksseitig in einer Vielzahl an Konfigurationen, was Leistung, Anschlüsse oder Speicherausstattung betrifft. Was bei allen Konfigurationen gleich ist: 13,5-Zoll Bildschirm mit 3:2 Bildverhältnis, 55 Wh Akku, Intel Iris Xe GPU, Webcam mit 1080p 60fps, Fingerabdruck-Scanner, 115×76.66 Millimeter Precision Touchpad und ein Gewicht von 1,3 Kilogramm. Außerdem sehr nützlich: Bei der im Bildschirmrand verbauten Webcam ist ein Schieberegler für mehr Privatsphäre verbaut. Auch das interne Mikrofon kann von dort deaktiviert werden. Dazu könnt ihr bei der Standardversion beim Bestellen aus je drei Intel-CPUs, drei RAM- und drei SSD-Größen auswählen.

Der Clou bei Framework: Der Laptop ist modular bei seinen Anschlüssen. In die vier Ports (je zwei links und zwei rechts) könnt ihr Module mit Anschlüssen für USB-C, USB-A, HDMI, DisplayPort, MircoSD-Kartenleser und sogar zusätzlichem Festplattenspeicher entweder mit 250 Gigabyte oder 1 Terabyte Kapazität stecken. Wen zum Beispiel immer gestört hat, dass die USB-Anschlüsse auf der rechten Seite sind, wo man auch mit der externen Maus arbeitet, der kann mit dieser Lösung jetzt einfach umbauen. Außerdem könnt ihr den Laptop bei Speicherplatzmangel oder einem zweiten Bildschirm ganz einfach anpassen. Laut Framework arbeitet man an einer Vielzahl weiterer Erweiterungsmodule die beispielsweise High-End-Kopfhörerverstärker oder weitere Anschlussmöglichkeiten mitbringen.

Framework Laptop DIY – ganz den eigenen Wünschen anpassen

Die zweite Ausführung ist das „DIY“-Modell. Hier ist der Name Programm. Das Mainboard samt CPU und Graphikchip ist zwar fest verlötet, was nicht die Entscheidung von Framework ist, sondern mit der Bauweise mobiler Chips und Motherboards zu tun hat, aber auch das kann einfach ausgetauscht werden! Das Recht auf Reparieren wird bei Framework großgeschrieben. Außerdem sind auf allen austauschbaren Modulen QR-Codes aufgeklebt, die direkt zur entsprechenden Anleitung führen.

Die DIY-Option kann bei der Speicherausstattung zu einer echten Studioworkstation hochgerüstet werden. Bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher und bis zu 8 Terabyte SSD-Speicher können verbaut werden. Bei Framework selbst gibt es die Western Digital SSD „WD_BLACK SN750 NVMe“ mit 4 Terabyte als Maximum. Auf dem M.2 2280 socket kann auch jede andere SSD im entsprechenden Format verbaut werden. Bei den CPUs gilt für die Standard- und die DIY-Ausführung die gleiche Auswahl: Intel i5-1135G7 mit 8 Megabyte Cache und bis 4,20 Gigahertz, Intel i7-1165G7 mit 12 Megabyte Cache mit bis 4,70 Gigahertz oder Intel i7-1185G7 mit 12 Megabyte Cache und bis zu 4,80 Gigahertz.

Preise und Verfügbarkeit

Die schlechte Nachricht zuerst: momentan gibt es die Laptops von Framework nur in den USA und in Kanada. Bis sie in Deutschland erhältlich sind, dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein. Die kleinste Ausführung des Standard-Laptops mit Intel i5-CPU, 8 Gigabyte RAM, 256 Gigabyte SSD und Windows 10 Home kostet 999 Dollar. Mit der mittleren Intel-i7-CPU, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 512 Gigabyte SSD-Speicher und Windows 10 Home sind es 1399 Dollar. Die größte Ausführung mit Intel i7-1185G7 mit 12 Megabyte Cache und bis zu 4,80 Gigahertz, 32 Gigabyte RAM, 1 Terabyte SSD, schnelleren WiFi 6 vPro-Chips und Windows 10 Pro kostet 1999 Dollar.

Die Module kosten entweder 9 Dollar (USB-C, USB-A), 19 Dollar (HDMI, DigitalPort, MicroSD), 69 Dollar (250 Gigabyte Speicher) oder 149 Dollar (1 Terabyte Speicher). Die DIY-Version fängt bei 749 Dollar an, die leistungsstärkste Konfiguration landet bei 3030 Dollar.

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11 Antworten zu “Framework Laptop: Modulares Notebook zum Nachrüsten”

  1. Bonus-Bug sagt:

    Und gerade das für mich wichtigste Kriterium, der Bildschirm, ist viel zu winzig. 18″ oder zumindest 17,4″ ist für mich minimum. Alles andere sehw ich als unergonomisch, anstrengendes Spielzeug an. Ich will was sehen und nicht ständig Fenster in den Hintergrund verbannen.
    Chance vertan, schade.

    • Frankey sagt:

      Ja, die Größe des Schleppis sehe ich auch kritisch, aber weniger wegen dem Bildschirm (man kann ja problemlos mehrere Bildschirme anschließen) sondern die verfügbaren Steckslots in dem kleinen Barebone. In einem 17“ Barebone könnte man wesentlich mehr Steckplätze unterbringen! Für Audioproduktion fehlt mir auch ein echter Thunderbolt-Anschluss. Bei der Konfiguration komme ich in vergleichbare Preisregionen wie bei den D-AX Notebooks, welche das aber alles bieten, und noch weiter ausbaubar sind. Sehr gut finde ich diese freie Zugänglichkeit um die Dinger zu reinigen und neu zu konfigurieren. Auch die wechselbaren Steckslots sind klasse. Braucht man mehr USB oder HDMI oder whatever in einer Situation, kann man fix anpassen!

      • kurrats sagt:

        Wozu der Thunderbolt, wenn schon Usb 2 für Audio und Midi ausreichend ist ?

        • moogulator sagt:

          TB ist erheblich schneller, ermöglicht höhere Auflösungen und mehr Kanäle.

          Beispiel Motu 16A:
          Thunderbolt (44.1 to 96 kHz): 128 in/out
          Thunderbolt (176.4 to 192 kHz): 64 in/out
          USB 2.0 (44.1 to 48 kHz): 64 in/out
          USB 2.0 (88.2 to 96 kHz): 32 in/out
          USB 2.0 (176.4 to 192 kHz): 24 in/out
          AVB Ethernet: 16 to 128 in/out, depending on
          host computer speed

  2. Mac sagt:

    Sehr gut, ein Weg aus der Wegwerfkultur! Bitte mehr davon (Handys, Synths, …)

  3. E.Marton sagt:

    Viel zu kleines Diaplay, das reicht für ernsthafte Projektarbeit mit vielen Spuren wohl kaum aus. Aber wer es mag….UND für den Preis bekomme ich 2 FullHD i7-Laptops mit 32 GB in Top-Kondition, eine Serverfarm hat ja wohl jedes Studio und eine 500 GB SSD für Kontakt – und fertig ist das Haus. UND die Ökologie ist mehr als bedenklich, denn die Module lassen sich ja wohl kaum anderswo weiterverwenden, oder? Also erneuter Elektronikschrott nach Ableben des Laptops. Damit wird quasi wieder eine neue Bauform geschaffen – Gegen modulare universelle Bauform ist im Prinzip nicht zu sagen – dazu wird es aber wohl nie kommen. Schön ist allerdings die leichte Reinigungsmöglichkeit.

    • Thomas Martin sagt:

      500 GB für Kontakt ist aber geizig. 2TB sollten vielleicht für ein paar Jahre reichen.

    • Larifari sagt:

      „Damit wird quasi wieder eine neue Bauform geschaffen“

      Nein…die Module docken ja via USB C an. Hast du kein Modul drin, kannst du den freien USB C Slot nutzen wie es dir passt.
      Das Display läßt sich sogar ziemlich einfach tauschen.Das sind 2 Schrauben.( welche übrigens alle die gleiche Größe haben und farbcodiert sind )

  4. malle marik sagt:

    Tja, das ist doch bestimmt wieder so teuer, das sich aufrüsten nicht lohnt! Ich kenne das schon……vergesst es! Mit dem Bildschirm fängt es schon an, nix tauschen. Die Maus dagegen ist einfach zu tauschen hahaha Witz komm raus du bist umzingelt. Ich finde für Musikmachen ist ein ordentlicher PC im Standgehäuse unschlagbar. Laptop ist immer ein Schwachpunkt. Aber sehr sehr beliebt. Aber die Idee vom Aufrüst Laptop ist in der Praxis nicht rentabel, und Speicher aufrüsten ist jetzt nicht der neueste Trick.

    • Larifari sagt:

      „Damit wird quasi wieder eine neue Bauform geschaffen“ Nein…die Module docken ja via USB C an. Hast du kein Modul drin, kannst du den freien USB C Slot nutzen wie es dir passt. Das Display läßt sich sogar ziemlich einfach tauschen.Das sind 2 Schrauben.( welche übrigens alle die gleiche Größe haben und farbcodiert sind )

  5. esvau sagt:

    Mit jedem Ding, das man heute kauft und dann wegwirft, löst man Not, Elend und Tod unter den zukünftigen Menschen aus. Aber das ist dann zum Glück nicht mein Problem. Ich schaue nur nach dem Preis und nach mehr Convinience. Yeah, die Wirtschaft läuft, voll geil alles.

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