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Fi Station Front Slant im Studio

Tablet im Studio? Macht immer mehr und mehr Sinn.  ·  Quelle: Youtube / Fly Imagine / https://www.youtube.com/watch?v=6trQ4N8K7Bw

Fi Station Back Anschluesse

Viele Anschlussmöglichkeiten  ·  Quelle: Youtube / Fly Imagine / https://www.youtube.com/watch?v=6trQ4N8K7Bw

Wieder mal etwas aus der Kategorie „Warum gibt es so was nicht schon immer?“ Fi Station ist ein Tablet auf Android-Basis, das ein hochwertiges Audiointerface und verschiedene Anschlüsse für TV und Wohnzimmer integriert hat. Noch ist das Crowdfunding-Ziel nicht erreicht.

Fi Station

Grundlegend ist es einfach nur ein Tablet. Das integrierte Audio- und Videointerface macht es aber für Musiker und moderne HiFi-Liebhaber interessant. Es hat an der Stirnseite zwei XLR/Klinkeninputs (TRS), MIDI In und Out, zwei Klinkenausgänge, Coaxial (Cinch, RCA) In und Out, optischen In und Out, zwei USB-Anschlüsse und einen weiteren HDMI 2 für digitale Bildübertragung bis 4K bei 60 Hz inkl. Ton. Dazu kommt ein M-Link Anschluss, mit dem es auch am PC oder einem anderen Tablet als Interface genutzt werden kann. Die Fernsteuerung über WIFI bzw. WLAN von einem Smartphone oder Tablet ist auch möglich.

An der Seite befinden sich zwei großer Regler für die Lautstärke an den Ausgängen und den Kopfhörer. Das Gehäuse besteht aus Aluminium – könnte so gefühlt auch von Apple kommen, dann wäre da aber nur ein USB-C Anschluss dran. ;)

Hardware

Bei Tablet-Technik interessiert ja auch immer das Innenleben. Anders als bei anderen Herstellern veröffentlichen die Chinesen ohne Umschweife die verwendete Hardware: RK3288 Prozessor (Quad Core Cortex A-17 mit „bis zu“ 1,8 GHz), ARM Mali-T764 Grafikeinheit, 4 GB RAM, Videdekoder für H265, H264 und Bildverbesserung. Für Musikstreaming sollte das sehr ausreichend sein, für 4K-Bildstreaming bin ich mir nicht ganz sicher – aber ich denke, dass die Entwickler keinen Murks verbauen werden.

Die Wandler für die Audiosignale arbeiten mit bis zu 24 Bit, 192 kHz (analog-digital, ADC) und 32 Bit, 384 kHz (digital-analog, DAC).

Varianten

Es wird die Fi Station in vier Versionen geben, die sich von Display und verwendeter Hardware unterscheiden. Und natürlich auch im Preis. Die P-Serie hat ein 9,7“ Retina-Display mit 2048×1536 px Auflösung, die E-Serie ein 11,6“ Full-HD ISP-Display mit 1920×1080 px Auflösung. Es wird je Serie zwei Modelle geben: E1, E2, P1 und P2.

Die Modelle mit 2 im Namen haben die bessere Hardware mit geringerem Grundrauschen der Wandler und besserem Kopfhörerverstärker und besseren Preamps mit geringerem Rauschabstand. Außerdem haben sie intern 64 statt 32 GB Speicherkapazität.

Fi Wong, der Hersteller, liefert für die Fi Station scheinbar eine spezielle Steuerapp mit aus, mit der man Preamps und Routing über das Display steuern kann und die Pegel abliest. Sieht auf den Produktbildern wie ein schlanker DSP-Mixer mit FFT-Analyzer aus.

Kosten

Aud Indiegogo bezahlen Early Birds 150 USD weniger als später im Laden. „Late“ Birds 100 USD weniger. Da noch alle Early Birds verfügbar sind, liste ich die einfach auf:

  • Fi Station P1: 349 USD
  • Fi Station P2: 449 USD
  • Fi Station E1: 449 USD
  • Fi Station E2: 549 USD

Kennt ihr ähnliche Versuche, spezielle Audio- bzw. HiFi-Tablets zu etablieren? Handlich ist sicherlich anders, aber schon allein die Vielfalt ist toll. Man ist damit vielleicht nicht so flexibel wie mit Tablet + Docking Interface, aber dafür hat man eine in sich geschlossene Lösung. Nichts anderes bietet Apple seit Jahren. Hier kann Android mal zeigen, dass es auch für Audio gut ist und die Hersteller von ihren iOS-only-Audio-Apps abkommen.

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