von stephan | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

 ·  Quelle: Fender

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Na endlich! Fender hatte ein Einsehen und präsentiert uns die neue günstigere Acoustasonic Player Telecaster Serie. Sie soll speziell im Live-Einsatz überzeugen, ist made in Mexiko, mit einfacherer Bedienung und fokussiert auf das Wesentliche. Die Spezifikationen wissen zu gefallen. Doch ist der Preis niedrig genug, um endlich den großen Durchbruch zu schaffen?

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Fender Acoustasonic Player Telecaster

In den vergangenen drei Jahren hat Fender die noch junge hauseigene Hybridserie namens Acoustasonic etabliert und die Nutzer dieser neuartigen Modelle genau beobachtet. Wer spielt sie und wofür werden sie genutzt? Anscheinend stellte man dabei fest, dass es einen Markt für eine günstigere und auf das Wesentliche eingekochte Version gibt.

Komisch, hat die Strategie mit luxuriösen Hölzern und einem Preis von ursprünglich 3498 Euro (jetzt 2549 Euro!) echt nicht funktioniert?! Nun gut, Ironie beiseite. Dann wollen wir uns mal ansehen, was an der Acoustasonic Player Telecaster neu ist.

Made in Mexiko

Der erste Schritt zur Kosteneinsparung ist die Verlagerung der Produktion nach Mexiko. Dafür wurde sogar eine neue Fabrik gebaut, in der ausschließlich diese Modelle hergestellt werden. Weiterhin musste einer drei Tonabnehmer weichen: Der Body-Sensor der amerikanischen Geschwister ist nun nicht mehr an Bord. Der Korpus besteht noch immer aus Mahagoni. Anstelle von Ebenholz wird nun Palisander für das Griffbrett und die Brücke verwendet. Außerdem ist der Klangumfang abgespeckt.

Im unten verlinkten Video erklärt man uns, dass die bisherigen „großen“ Modelle quasi als Studioversion gedacht sind. Mit ihnen erhaltet ihr 10 flexible Klänge, die jedes Szenario abdecken und detailverliebt vermischt werden können. Das erfordert natürlich auch etwas Geduld.

Die Player-Ausführung wird dagegen klar als Live-Gitarre positioniert. Also für die Bühne, wo die „weniger ist mehr-Regel“ gilt. Ihr bekommt 3 Positionen: Akustikgitarre, Akustik+Electric, E-Gitarre. Dafür reicht dann auch ein einfacher 3-Wege-Wahlschalter. Der Blend-Regler bleibt uns aber erhalten. Mir persönlich gefällt dieser Ansatz sehr gut. Die Frage ist: Hat Fender die richtige Auswahl getroffen?

Klangliche Farbpalette

Richtig ins Detail geht die Beschreibung zu den einzelnen Sounds nicht. Im Video wird erklärt: Bislang hatte man versucht, legendäre Originale 1 zu 1 zu reproduzieren. Nun geht es vielmehr darum, einen rundum bühnentauglichen Sound abzuliefern und sich nicht zu sehr in Details zu verlieren.

Stattdessen soll der optimale Klang im jeweiligen Zusammenspiel mit einem Verstärker, einer PA oder direkt ins Audiointerface im Vordergrund stehen. Man geht also neue Wege. Jedenfalls bekommt ihr ein klangliches Best-of aller Modelle.

  • Position 1: Clean & Fat Telecaster
  • Position 2: Lo-Fi Clean & Crunch
  • Position 3: Small Body & Dreadnought Acoustic

9 V Batterie (endlich!)

Die für mich beste Neuerung ist der Wechsel zur guten alten 9 V Batterie! Damit erhält man bis zu 22 Stunden Betriebszeit. Zuvor hatten die Modelle einen intern verbauten Lithium-Akku, der via USB-Kabel aufgeladen werden musste. Das ist natürlich wahnsinnig unpraktikabel und war mir von Beginn an ein Dorn im Auge.

Meiner bescheidenen Meinung nach sind die neuen Gitarren damit den teureren haushoch überlegen. Denn ich kann mir einen Ersatzakku mit auf die Bühne nehmen und ihn im Notfall in Sekundenschnelle austauschen.

Die neue Serie ist in 4 Farboptionen erhältlich: Butterscotch Blonde*, Brushed Black*, Shadow Burst* und Arctic White*. Was meint ihr, werden die Acoustasonics durch dieses Update attraktiver? Klar, sie sind günstiger geworden, liegen aber trotzdem noch jenseits der magischen 1000 Euro-Grenze.

Preis

Die Modelle der Fender Acoustasonic Player Telecaster Serie kosten 1079 Euro.

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5 Antworten zu “Fender Acoustasonic Player Telecaster: Mit made in Mexiko zum Durchbruch?”

  1. Stefan sagt:

    Ich hab auch lange auf diesen Schritt von Fender gewartet und werde jetzt wahrscheinlich zuschlagen :-) Dass der Body-Sensor fehlt, finde ich aber sehr schade. Witzig finde ich, dass das Weglassen von Features hier als „einfachere Bedienung“ umschrieben wird :-) Ich denke, dass der preis ok ist. Man bekommt ja doch eine ganze Menge mehr als nur eine Gitarre mit einem Sound :-)

  2. Klaus sagt:

    Mir erschließt sich der Sinn dieser „Hybriden“ auch nach langer Zeit und einigen eigenen Exemplaren immer noch nicht ganz. Obwohl ich zur Zielgruppe gehören müsste, hab ich doch viele Songs am Start die das eine oder das andere brauchen … Aber das ist die Krux, beides in einem Song? So dass man das Akustikintro live nicht glaubwürdig mit der Elektrik hinkriegt? Fakt ist, keiner der Hybriden, die ich hatte konnte beides jeweils so gut wie ein dediziertes Exemplar dieser Gattung. Im Studio ist das eh egal und live? Vielleicht in einer Cover/Party Band, wo die Show keine Zeit lässt Gitarren zwischen Songs zu wechseln? Sonst fällt mir nicht viel ein …

    • claudius sagt:

      Am Ende klangen alle, die ich in der Hand hatte, verstärkt und unverstärkt nach Akustik. Da half auch der elektromagnetische Pickup nicht viel.

      • Klaus sagt:

        hatte mal ne Ibanez SA mit Piezos im Steg. Das war wenigstens elektrisch kein Kompromiss. Als „Akustik“ gings mit viel Chorus im Bandkontext durch. Aber dass es so einen Song getragen hätte? Eher nicht …

        • claudius sagt:

          Ich hatte auch sehr lange eine Ibanez Talman Akustik mit ähnlichem Setup undähnlichem Feel, aber eher klassischem Akustikbody. Ich meine, das kommt in Etwa aufs Gleiche raus.

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