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von Dirk Behrens | 4,8 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Auburn Sounds LENS

Auburn Sounds LENS  ·  Quelle: Auburn Sounds

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Das Plugin LENS von Auburn Sounds soll einzelne Spuren und ganze Tracks aufpolieren. Und das mit mehr Punch und Klarheit – eine gute Kombination! In der Tat kombiniert das Plugin dafür einen Multiband-Kompressor und -Expander mit einer Sektion für Verzerrung und einem Equalizer. Zum Ausprobieren steht eine kostenlose Version ohne integrierten Expander bereit, wer die Vollversion kaufen will, bekommt aktuell ein Einführungsangebot.

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Auburn Sounds LENS

Der Hersteller stellt LENS als Spectral-Compander vor, also im Kern eine Kombination aus Kompressor und Expander. Die Bearbeitung im Multiband findet auf spektraler Ebene statt, über die Selectivity-Auswahl wird zwischen 18 bis 64 Bändern gewählt. Je höher dieser Parameter allerdings eingestellt wird, desto stärker fällt die Prozessorauslastung aus.

Weil das Plugin mit Spektral-Bearbeitung arbeitet, gibt es laut Hersteller keine Crossover-Frequenzen und daraus entstehende Phasenverschiebungen. Das führt bei der EQ-Sektion für eine konstante Phase ohne „Klingeln“ sagt Auburn Sounds zudem.

Der Kompressor bietet separate Regler für die Attack-Zeit von tiefen und hohen Frequenzen (Lo, Hi), die Release-Zeit wird quasi global bestimmt. Mit der Link Bands genannten Funktion stellst du am Plugin graduell ein, ob die Gain Reduction eher durch einzelne Bänder oder dem gesamten Signal (Fullband) gesteuert wird. Außerdem wird die Kompressor-Sektion durch einen Sidechain-Equalizer ergänzt.

In der Mitte sitzt die grafisch dargestellte Gain Map, bei der sich zusätzlich Threshold und Ratio einstellen lassen, mit einer Auswahl für Kompressor und Expander. Der Expander selbst bietet Regler für Release und Attack, auch hier gibt es zusätzlich den Regler für Link Bands. Relative Threshold wechselt auf eine Art RMS-Betrieb, bei der nur die durchschnittliche Energie des Signals für die Bearbeitung genutzt wird.

Mit dem Output EQ kannst du eine finale Klangbearbeitung vornehmen, vorher steht aber noch ein Durchlauf der Vintage-Sektion an. Hier wird Verzerrung/Sättigung hinzugefügt, mit Even und Stage bestimmst du wie stark das vor dem Effekt und vor dem Ausgang geschieht. Und auch hier lässt sich die Anzahl der Bänder mit Minimum Rate und Maximum Rate festlegen.

Über die drei Schieberegler für Input, Dry und Wet lässt sich nicht nur die Sättigung des eingehenden Signals, sondern auch eine präzise justierte Parallelbearbeitung realisieren.

LENS sieht schon etwas ungewöhnlich aus und die Beschreibung wirft vielleicht auch die eine oder andere Frage auf, die sich in der Praxis aber bestimmt schnell in Luft auflöst. Die kostenlos erhältliche Free Edition hilft da bestimmt schon weiter, lediglich der Expander fehlt hier laut Angaben des Herstellers.

Spezifikation und Preis

Auburn Sounds LENS läuft als VST, AU, AAX und LV2 auf macOS, Windows und Linux. Zum Kennenlernen steht die leicht abgespeckte kostenlose Version zur Verfügung, ein PDF-Manual ist ebenfalls erhältlich.

Die volle Version ist bis zum 20. September 2022 für 49,35 US-Dollar erhältlich, regulär kostet das Plugin 105 US-Dollar.

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Eine Antwort zu “Auburn Sounds LENS: Spektrale Dynamikbearbeitung – auch kostenlos!”

    Grannitus sagt:
    0

    Habe Gestern die Free Version ausprobiert und war schon recht begeistert………. der Expander fehlt, aber habe es erst entdeckt als ich schon einen Mixdown gemacht hatte ! Auburn Sounds hat ja auch noch einige sehr gute andere Plugins im Programm – testen sollte man (frau) sie auf jeden Fall ! Und der Preis ist momentan auch nicht sooo viel.

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