Apple zeigt MacBook Pro M6 und iMac M6: Jetzt bestellen oder warten?
Mehr Kerne, Wi-Fi 7 und höhere Preise
Das Apple MacBook Pro M6 ist ab sofort vorbestellbar: Der Hersteller aus Cupertino hat heute das 14-Zoll-Modell mit 12 CPU- und 12 GPU-Kernen vorgestellt. Dazu kommt der iMac M6, den ihr ab Mittwoch vorbestellen könnt. Ausgeliefert wird ab dem 6. November. Aber was heißt das für uns Musikproduzenten? Für uns zählen vor allem RAM, Bandbreite und Anschlüsse. Lohnt sich ein Upgrade? Was sich bei beiden neuen Macs getan hat, könnt ihr jetzt hier lesen.
MacBook Pro M6 und iMac M6: Preise, Technik und was Musikproduzenten wissen müssen
MacBook Pro M6: Mehr Kerne und mehr Bandbreite für große Studioprojekte
Beim aktuell neuen MacBook Pro M6 arbeitet im 14-Zoll-Gehäuse ein moderner M6 mit 12 CPU- und 12 GPU-Kernen. Das ist kein Pro, Max oder Ultra, hat aber jeweils zwei Kerne mehr als der M5. Die Neural Engine wurde ebenso überarbeitet und heißt jetzt Dual 16-Core Neural Engine. Den M6 kennt ihr sicherlich schon von dem aktuellen Apple Mac mini.
Spannend ist die Speicherbandbreite: Diese steigt nämlich von 153 auf 170 GB/s, allerdings mit nur 24 und 32 GB Unified Memory. Das Basismodell mit 16 GB bleibt bei 153 GB/s und wird hier nicht schneller. Für Projekte mit vielen Spuren und großen Sample-Libraries solltet ihr das beim Konfigurieren im Blick behalten. Langlebig sind meist sowieso die Modelle, die ihr von vornherein aufgerüstet bestellt.
MacBook Pro M6 im Studio: Display, Anschlüsse und Funk
Das Display bleibt gleich bei 14,2 Zoll Liquid Retina XDR mit mini-LED und ProMotion bis 120 Hz. Die HDR-Spitzenhelligkeit liegt bei 1.600 Nits. Optional gibt es das Nano-Textur-Glas, was aber für unsere Arbeit nicht sonderlich interessant ist. Die Gehäusefarben werden in Space Black oder Silber ausgeliefert und das Design ist eigentlich unverändert.
An Anschlüssen stehen beim MacBook Pro M6 drei Thunderbolt-4-Ports, HDMI, MagSafe 3, ein SDXC-Kartenleser und ein Kopfhöreranschluss bereit. Der neue Apple-Funkchip N1 kann Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Ein Standard, den man zurzeit eher selten in freier Wildbahn antrifft. Wer mehr Performance benötigt (und auch mehr Budget zur Verfügung hat), sollte sich das MacBook Pro mit M5 Pro oder M5 Max anschauen: Dort habt ihr nämlich Thunderbolt 5 statt 4, bis zu 307 beziehungsweise 614 GB/s Bandbreite und bis zu 64 beziehungsweise 128 GB RAM. Das klingt wesentlich interessanter, aber auch sehr viel teurer.
iMac M6: Zwei Nanometer, zwölf Kerne und 2,5-Gigabit-Ethernet
Der iMac M6 folgt auf den iMac mit M4, der im Oktober 2024 vorgestellt wurde. Den M5 überspringt Apple hier. Gehäuse und 24-Zoll-Display mit 4,5K Auflösung bleiben. Auf ein OLED-Modell oder eine zweite Größe verzichtet der Hersteller.
In der Topvariante enthält der iMac M6 12 CPU- und 12 GPU-Kerne, anstatt vorher maximal 10 und 10. Die Speicherbandbreite steigt von 120 auf bis zu 170 GB/s und jeder GPU-Kern bekommt einen Neural Accelerator für lokale KI-Modelle, falls ihr damit arbeitet. Neu sind außerdem ebenso ein N1-Funkchip mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 sowie Ethernet mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Gigabit. Je nach Modell gibt es zwei Thunderbolt/USB-4-Ports oder vier Thunderbolt-4-Ports sowie einen Kopfhöreranschluss. Die Farben entsprechen dem Vorgänger-M4-Modell: Blau, Grün, Pink, Gelb, Lila, Orange und Silber.

Preis und Verfügbarkeit
Das Apple MacBook Pro M6 startet bei 2.299 Euro mit 16 GB RAM und 1 TB SSD. Die Maximalkonfiguration mit 32 GB und 4 TB kostet 4.389 Euro. Nano-Textur-Glas kostet zuzüglich 165 Euro Aufpreis. Zum Vergleich: Das M5-Modell begann damals bei 2.199 Euro.
Der Apple iMac M6 kostet euch ab 1.799 Euro mit 16 GB RAM und 256 GB SSD. Die Variante mit vier Anschlüssen und 12 CPU- und GPU-Kernen beginnt bei 1.999 Euro. Der M4-iMac kostete bis Juni ca. 1.499 Euro und stieg dann durch die angestiegenen RAM-Preise auf 1.799 Euro.
Die Vorbestellung der neuen Rechner startet am Mittwoch über den Apple Store, dem 28. Oktober. Ausgeliefert wird ab Freitag, 6. November.
MacBook Pro M6 und iMac M6 für Producer: Lohnt sich der Umstieg?
Bei mir stehen noch ein MacBook Pro M1 und im Studio ein Mac Studio M1. Das MacBook Pro gehört eigentlich ersetzt, weil vieles langsamer läuft und einige Funktionen nicht mehr funktionieren, vor allem Final Cut sperrt einige Features. Aber ich warte auf die nächste Apple-Vorstellung in dieser Woche, bei der das MacBook Pro mit Touchscreen erwartet wird. Das ist bislang noch nicht hundertprozentig bestätigt, aber sehr spannend!
Die Preise sind über die letzten Monate ziemlich gestiegen, aber das hält einen Mac-User meist nicht von einem Kauf oder Upgrade ab. Und mal ehrlich: Meine MacBooks und Desktop-Macs halten mindestens fünf Jahre. Und das ist doch eigentlich eine gute Dauer. Ein Kritikpunkt: Beim Basis-MacBook Pro M6 bleibt die Bandbreite gleich und für 170 GB/s müsst ihr 24 oder 32 GB RAM bezahlen. Dazu gibt es nur Thunderbolt 4. Beim iMac M6 ist eine 256 GB SSD für Sample-Libraries echt ziemlich knapp bemessen.
Wartet ihr auch noch auf das Touchscreen-MacBook, oder bestellt ihr direkt am Mittwoch? Schreibt uns gerne euer Feedback die Kommentare.


