Teenage Engineering will keine Synthesizer mehr bauen!?
Der Gründer Jesper Kouthoofd sieht die Zukunft woanders
Jesper Kouthoofd, der Gründer von Teenage Engineering, gibt in einem aktuellen Interview mit dem Online-Magazin Highsnobiety Einblick in seine Vision für die Zukunft des schwedischen Unternehmens. Und darin scheint die Entwicklung von neuen Synthesizern keine Rolle zu spielen. Ist dies nur ein kalkulierter Marketing-Coup oder steckt doch mehr dahinter?
Die News im Überblick:
Will Teenage Engineering keine Synthesizer mehr entwickeln?
Die Headline des Interviews auf Highsnobiety lässt genau das vermuten. Immerhin lautet der Titel „Teenage Engineering is going to stop making synths“. Klarer kann man es wohl kaum ausdrücken. Das neue Interview wird mit Sicherheit für Furore sorgen und eine Menge Leute ratlos dastehen lassen.
Was steckt dahinter? Der Firmen-CEO Jesper Kouthoofd erzählt in dem Artikel einiges über sein 2007 gegründetes Unternehmen, das mit dem OP-1 im Jahr 2011 seinen ersten weltweiten Hit landete.
Seitdem verbinden viele den Namen Teenage Engineering mit Synthesizern, Grooveboxen, Samplern oder sogar singenden Holzpuppen. Sound und dessen Erzeugung nehmen also einen ganz wichtigen Stellenwert ein.
Teenage Engineering versteht sich primär als eine Firma für Design
Streng genommen ist Teenage Engineering aber kein purer Hersteller von Synthesizern und anderen Instrumenten. Das hat Jesper Kouthoofd, der ursprünglich mit der Modemarke Acne Studios durchstartete, oft genug deutlich gemacht. So auch wieder in dem jüngsten Interview.
Das schwedische Unternehmen hat zum Beispiel auch einen Tisch, ein günstiges PC-Case oder sogar ein eigenes Bier in Kleinstauflage produziert. Und es gibt sogar Designs für ein Moped. Und zur Überraschung und Verwunderung einiger gab es im letzten Jahr mit Grip Car ein Spielzeug.
Im Kern handelt es sich nämlich primär um eine Design-Firma, die auch gerne für Ikea oder andere Firmen Produkte entwickelt oder zumindest einen wichtigen Anteil am Design trägt. Einige denken dabei vielleicht auch an die Handheld-Konsole Playdate oder das erste Telefon von Nothing.

Was plant Teenage Engineering für die Zukunft?
In dem Interview macht Jesper Kouthoofd deutlich, dass Teenage Engineering immer nur nach den eigenen Spielregeln operiert. Und bei einer Reorganisation im letzten Jahr wurde bereits der Entschluss gefasst, dass zukünftig keine Synthesizer mehr entwickelt werden.
Der Gründer selbst sieht die Zukunft weniger in Produkten als vielmehr in anderen Bereichen – vermutlich in Designs für andere Unternehmen. So sagt Kouthoofd: „The products aren’t the business. We can be so much more than that.“
Aber was bedeutet das konkret? Eigentlich ist das nämlich eine sehr vage Aussage. Jesper Kouthoofd sagt nicht deutlich, ab wann dieser Plan umgesetzt werden soll. Und auch nicht, ob es noch ein paar neue Produkte vor diesem Schritt geben wird. Zudem ist auch nichts darüber bekannt, wie die Pflege bestehender Produkte aussehen wird.
Aber das Interview wird mit Sicherheit Wellen schlagen und für weitere Diskussionen sorgen. Gut möglich, dass sich das Unternehmen auch dazu gezwungen fühlt, eine genaue Stellungnahme abzugeben. Es bleibt also spannend!
Weitere Infos
- Produkte des Herstellers bei Thomann*
- Das Interview auf Highsnobiety
- Website des Herstellers
- Mehr von dem Hersteller
- Weitere Synthesizer-News
*Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!