Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2: Semi-modulare Synthese neu gedacht
Semi-modularer Analogsynthesizer mit vielen neuen Ideen
Der Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2 führt die Ideen des erfolgreichen SV-1 konsequent weiter – in allen Bereichen gründlich überarbeitet und jetzt mit Tastatur! Welche Neuerungen bringt der semi-modulare Analogsynthesizer?
Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2
Vor genau zehn Jahren erschien der Lifeforms SV-1 und definierte den typischen Sound von Pittsburgh Modular, der sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Nachdem der Hersteller den Nachfolger in den letzten Wochen schon kräftig angeteasert hatte, steht jetzt der Lifeforms SV-2 in den Startlöchern: eine rundum überarbeitete, in vielen Bereichen um neue Ideen ergänzte Weiterentwicklung, die dennoch an das Konzept des SV-1 anknüpft.
Als Erstes fällt natürlich ins Auge, dass der Lifeforms SV-2 kein Desktop-Synthesizer mehr ist. Stattdessen hat er nun eine Tastatur mit drei Oktaven und steckt im gleichen Gehäuse wie das Taiga Keyboard. Ob wie beim Taiga auch eine Desktop-Version geplant ist, wissen wir derzeit nicht.

Laut Pittsburgh Modular verbindet der Lifeforms SV-2 den Charakter von East-Coast-Synthesizern der alten Schule mit neuen Möglichkeiten. Dafür hat der Hersteller die Oszillatorsektion komplett neu gestaltet. Die beiden Audio-Oszillatoren des Synthesizers bieten nun Thru-Zero-FM und Phasenmodulation, wodurch das klangliche Spektrum deutlich erweitert wird. Neben den Standardschwingungsformen Dreieck, Sinus und Sägezahn steht eine Pulsschwingung mit Pulse Symmetry zur Verfügung, was deutlich über die Möglichkeiten normaler Pulsweitenmodulation hinausgehen soll. Außerdem bieten die Oszillatoren eine Schwingungsform namens „Blade“, die wie ein Sägezahn mit einem natürlichen Chorus-Effekt klingen soll.

Darüber hinaus verfügt der Synthesizer über zwei spannungsgesteuerte LFOs, die auch als Audio-Oszillatoren genutzt werden können. Damit erklingen bis zu vier Oszillatoren gleichzeitig, was extrem dichte Sounds hervorbringen kann. Auch an einen Suboszillator und weißes Rauschen hat Pittsburgh Modular gedacht. Auf Knopfdruck kann der Synthesizer von monophonem Betrieb in einen zweistimmig paraphonen Modus geschaltet werden. Über das Patchfeld lässt sich auch echte Duophonie erreichen.

Zur Klangformung gibt es zwei State-variable-Filter mit den Modi Hochpass, Bandpass, Tiefpass, Combo und Random. Das bewährte Pittsburgh-Filterdesign wurde um zwei interessante Character-Modi ergänzt: Warped und Rectified. Darüber hinaus steht pro Filter eine Overdrive-Stufe mit bis zu +15 dB Gain zur Verfügung.
Apropos Overdrive: Signale in die Sättigung zu fahren, gehört beim Lifeforms SV-2 ausdrücklich zum Konzept. Neben den beiden Filter-Overdrive-Stufen gibt es vier weitere Punkte im Signalweg, wo das möglich ist: zwei Sättigungsstufen im dualen Mixer, einen variablen Preamp und eine Sättigungsstufe im Federhall.

Letzterer gehört zu den vielen Extras, die der Hersteller dem Synthesizer spendiert hat. Der Federhall bietet zusätzlich einen Tilt-EQ und regelbares Feedback. Des Weiteren verfügt der Synthesizer über einen komplexen Arpeggiator, patchbares Sample & Hold, zwei ADSR-Hüllkurvengeneratoren und einen digitalen Modulator, der unter anderem als LFO mit Clock-Sync, Decay-Hüllkurve und zufälliger Spannungsgenerator genutzt werden kann.
Über insgesamt 84 Eurorack-kompatible Patch-Buchsen lassen sich die Elemente des Lifeforms SV-2 flexibel miteinander verknüpfen. Da das förmlich nach einer Erweiterung schreit, bietet der Synthesizer wie das Taiga Keyboard die Möglichkeit, Eurorack-Module direkt einzubauen. Dafür steht Erweiterungsschacht von 24 HP Breite zur Verfügung.
Preis und Verfügbarkeit
Du kannst den Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2 ab sofort bei Thomann* für 1.599,- € bestellen.
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