Chase Bliss Big Time: Das ultimative Achtziger-Rack-Delay-Pedal
Mehr Vibe und besserer Sound geht nicht!
Da hatte Chase Bliss mal wieder ganz schön die Erwartungshaltung angeheizt in den letzten Tagen. Und jetzt ist das Chase Bliss Big Time da. Ein monströses Stereo-Digital-Analog-Delay im Automatone-Format. Wer die beiden bisherigen Pedale der Serie kennt, weiß wie gut sie klingen. Und wie viel sie kosten.
Chase Bliss und Electronic Audio Experiments
Für das Chase Bliss Big Time haben sich CB mit John Snyder von Electronic Audio Experiments zusammengetan. Die machen fast noch ungewöhnlichere Effektpedale, allen voran das Physical-Modelling-Resonanz-Pedal Prismatic Wall. Hier kommen also zwei Effektschmieden zusammen, die eh schon nicht gerade für die Standardversionen von Effekten bekannt sind.

Für Big Time hat man sich grundsätzlich an den legendären Rack-Effekten der Achtziger orientiert, wie PCM 70 oder SDD-3000. Durch niedrige Sample Rates und oft eher schlechte Wandler erzeugten diese Delays einen oft ganz eigenen Klangcharakter, man könnte fast von Digital Vintage sprechen.
Chase Bliss Big Time
Kleckern, nicht klotzen – nach der Devise hat man den Chase Bliss Big Time entwickelt. Das fängt an beim Stereo-Preamp, geht über den Stereo-Limiter im Feedback-Weg und endet in einem Delay-Paradies, das so ziemlich ALLE Echo-Geschmäcker abdeckt.

Die Kompressionsstufe hinter den Vorverstärkern hat man sich aus Clean entliehen, dahinter sitzt der Limiter, der sich in drei Pegelstufen an- und übersteuern lässt. Beim eigentlichen Delay gibt es über den mittleren Button unten vier Modi: Mod, Short, Long und Loop. Sprich, hier ist von Chorus-Effekten über Slapbacks hin zu ewig mäandernden Glitch-Delays und Looping-Sessions alles möglich.
Bis zu 3,2 Minuten Looping-Speicher hat das Chase Bliss Big Time übrigens.
Workflow vom Big Time
Sechs Fader, fünf Buttons, zwei Footswitches, ein Automatone-Gehäuse: so lässt sich das Chase Bliss Big Time zusammenfassen. Bei den Fadern bestimmt man den Pegel (und damit die Sättigung) der Vorverstärker mit Color, die Delay-Zeit mit Time, streut weitere Glitch-Delays ein mit Cluster, filtert die Delays mit Tilt EQ, legt mit Feedback die Echo-Dauer fest und entscheidet dann, wie hoch der Effektanteil ist (Wet). Soweit, so bekannt.
Mit den fünf Buttons wechselt ihr durch verschiedene Modi und Modulationsebenen. Natürlich gibt es auch hier beim Chase Bliss Big Time wieder eine zweite Einstellungsebene, in die ihr über den SHIFT-Button ganz rechts kommt damit bestimmt jeder der sechs Fader eine weitere Einstellung, beispielsweise Modulationsgeschwindigkeit und -tiefe, Spread und vieles mehr.

Durch die fünf Buttons unter den Fadern bestimmt ihr den Charakter des Delays. So könnt ihr die Delays tonal stimmen (kannt man vom Thermae) mit dem Scale-Button, die Modulationslkurve wechseln, die Art und Intensität der Delay-Filter verändern, sowie den Klangcharakter des Limiters wechseln. Ein wahres Delay-Universum.
Anschlussmöglichkeiten
Das Chase Bliss Big Time bietet zwei Stereoeingänge und -ausgänge. Das Pedal kann sowohl mit symmetrischen als auch unsymmetrischen Signalen umgehen, damit ist es auch das perfekte Herzstück eines Synth-Setups. MIDI-In und MIDI-THRU über 5-Pin-Anschlüsse, 10 Presets direkt abrufbar, insgesamt 127 über MIDI: ein perfektes Tool für Delay-Eskapaden!

Was kostet das Chase Bliss Big Time?
Jetzt müsst ihr stark sein. Denn wer die Automatone-Pedale von Chase Bliss kennt, weiß, dass die eh schon ganz oben auf der Pedalpreisskala angesiedelt sind. Chase Bliss Big Time packt noch mal eine Schippe drauf und ist mit 1,099 Euro das bisher teuerste Effektpedal von CB.
Bestellen könnt ihr wie immer nur über die Website. Momentan läuft ein Presale, die ersten Bestellungen sollen bereits im Juni 2026 versandt werden.
Infos über das neue Pedal von Chase Bliss
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