von  Dirk  | |  Lesezeit: 3 Min
Giorgio Sancristoforo Homework

Giorgio Sancristoforo Homework  ·  Quelle: Giorgio Sancristoforo

ANZEIGE

Der „verrückte Wissenschaftler“ vom Gleetchlab ist zurück! Homework ist das neuste Werk von Giorgio Sancristoforo und dafür hat sich der Künstler, Sounddesigner und Software-Entwickler wieder ein paar originelle Ideen einfallen lassen. Dabei geht es natürlich auch um Vorlieben für modulare Synthesizer, verspielte Vintage-Technik und Tonbänder. Wenn Love Hultén Software-Entwickler wäre, würden seine Produkte vermutlich ähnlich aussehen.

ANZEIGE

Giorgio Sancristoforo Homework bringt Modular-Synthese, 4-Spur-Recorder und Effekte als Software zusammen

Der Entwickler selbst bezeichnet Homework als eine experimentelle modulare Standalone-Workstation. Für genau diese Vision kombiniert die Software virtuell einen 4-Spur-Kassetten-Recorder im besten Portastudio-Stil mit Effekten und zwei von den 1970ern inspirierten Modular-Synthesizern. Und das alles wird hier über Patch-Punkte so miteinander verbunden, dass du ein komplettes System für kreative Soundexperimente erhältst. Wer braucht da noch Hardware?

Für Homework kombiniert Giorgio Sancristoforo einen 4-Spur-Recorder, Effekte und zwei Synthesizer in einer modularen Spielwiese
Für Homework kombiniert Giorgio Sancristoforo einen 4-Spur-Recorder, Effekte und zwei Synthesizer in einer modularen Spielwiese · Quelle: Giorgio Sancristoforo

Die Tape-Sektion in Homework bietet eine Reihe von Effekten. Neben einem Granular-Prozessor entdeckst du hier auch ein Tape-Echo, ein Reverb und eine an Röhren angelehnte Sättigung. Genug Potential, um den Sound auf den vier Spuren zu bearbeiten. Ergänzend gibt’s Einstellungen, um über Einstellungen für Wow, Flutter, Age und Noise den Sound in wohlige LoFi-Gefilde zu bringen. Du musst also gar nicht auf das neue Album von Boards of Canada warten!

Ein kleiner Mixer und virtuelle VU-Meter (!) runden neben einer Kassetten-Animation die Tape-Abteilung ab. Und wie gesagt gibt’s hier ganz viele Patch-Punkte mit einer Art Matrix für die beiden internen Synthesizer. Da kriegt man schon beim Anblick richtig Lust auf ein paar Patches!

The Eye Of Horus und SONDA Synthesizer

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
ANZEIGE

Schauen wir uns noch kurz die beiden Synthesizer an, die Giorgio Sancristoforo in Homework gepackt hat. The Eye Of Horus macht optisch bereits deutlich, dass hier West Coast Synthese als Ideengeber dient.

Der Im Stil von einem Buchla gestaltete Synthesizer bietet zwei „Tropical Additive Synthesis“-Oszillatoren, einen hybrides Putney-Filter, ein Bandpass-Universalfilter, einen „Tropical“-Waveshaper, ein Komparator-Modul sowie zwei Sequencer. Giorgio Sancristoforo verspricht uns damit einen wilden, organischen und warmem Sound.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Mit SONDA gibt der Entwickler eine Reminiszenz an die französische Komponistin und Synthesizer-Künstlerin Eliane Radigue. Dieser an ARP 2500 angelehnte Synthesizer besteht aus fünf Oszillatoren, zwei Multimode-Filtern und Resonatoren, zwei Modulatoren beziehungsweise Verstärkern, einem Tiefpassfilter mit 24 db/Oktave Flankensteilheit, einem 7-Kanal-Mixer und einem speziellen Low-Frequency-Oszillator. Der Entwickler verrät und, dass sich SONDA besonders gut für Drones eignet.

Was für eine wunderbare Mischung! Für einen ansprechenden Preis verpackt Homework drei sehr interessante Sektionen, die durch den modularen Ansatz bestimmt eine Menge Spaß bringen. Cool!

  • Der The Eye Of Horus Synthesizer in Homework
  • Der SONDA Synthesizer in Homework

Spezifikation und Preis

Giorgio Sancristoforo Homework läuft als Standalone-Software auf macOS 12 (oder neuer) – die Windows-Version folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Silicon-Prozessoren werden unterstützt, eine kostenlose Demoversion steht als Download bereit. 25 Euro kostet die Software.

Weitere Infos

ANZEIGE

Die Kommentare sind geschlossen.