Waldorf, Xfer Records, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
So ganz langsam sieht das Wetter nach Frühling aus, da bekommt man fast Lust sich so wie Igor von NatLife Sounds in die Natur zu begeben und mit Gerätschaften wie Waldorf Protein zu spielen. Der kleine Wavetable-Synthesizer ist nämlich sehr kompakt und kann über USB (und damit über eine leistungsfähige Powerbank) mit Strom versorgt werden. NatLife Sounds hat ein neues Preset-Pack für den Synthesizer von Waldorf gemacht – damit beginnt die Sound-Boutique heute. Außerdem gibt’s ein neues Soundset für Serum 2: Was Oblivion Sound Lab da zusammengestellt hat, klingt einfach nur fantastisch. Für Fans von Native Instruments Kontakt ist mit Outlines eine interessante Library erhältlich und wer Sounddesign in Ableton Live mag, könnte sich für Honeycomb begeistern.
Inhalt:
Pirin V1 Presets für Waldorf Protein
Waldorf präsentiert mit Protein ein kleines Kraftpaket für alle Fans des Microwave. Die kompakten Maße und die Stromversorgung über USB machen Waldorf Protein zu einem Wavetable-Synthesizer, der sich überallhin mitnehmen lässt und über eine Powerbank sogar mobil betrieben werden kann. So wie es NatLife Sounds in diesem Video für das Pirin V1 Soundset macht:
Pirin V1 füttert den Waldorf Protein mit 40 Presets und Patches, von denen die meisten mit mehreren Layern arbeiten. Waldorf hat Protein nämlich so gestaltet, dass du den achtstimmigen Synthesizer mit zwei Wavetable-Oszillatoren auf bis zu vier Layern organisieren kannst. Damit sind fette Sound-Stacks möglich oder eben auch der multitimbrale Einsatz mit mehreren MIDI-Kanälen. Und über die Load-Layer-Funktion lädt Waldorf Protein dazu ein, schnell mit verschiedenen Klangkombinationen zu experimentieren.
Dieses Soundset macht davon also viel Gebrauch und zaubert damit Sequenzen (die den internenb Sequencer nutzen), Pads, Arpeggios, Noise-FX, Leads, Plucks und weitere Sounds. Wie das alles klingt, hörst du in den Soundbeispielen im Video.
- 25 Euro kostet das Preset-Paket hier bei NatLife Sounds. Im Download ist eine Anleitung für die Installation der Patches enthalten. Waldorf Protein ist bei Thomann* erhältlich.
Biotech Soundset von Oblivion Sound Lab für Xfer Records Serum 2
Serum 2 gehört zu den beliebtesten und auch besten Software-Synthesizern der heutigen Generation. Die zweite Version hat im Vergleich zum Vorgänger einige Schippen draufgelegt und macht aus dem Wavetable-Synthesizer ein regelrechtes Biest mit zusätzlicher Granular- und Spektral-Synthese. Zu den Wavetable-Oszillatoren gesellen sich außerdem Sample- und Multisample-Oszillatoren. Eine regelrechte Spielwiese für neue Sounds, die mit permanent neuen Preset-Packs bedacht wird.
Über die meisten dieser Soundsets berichten wir nicht – sonst wäre die Sound-Boutique voll davon. Aber wenn eine „Sound-Schmiede“ wie Oblivion Sound Lab Presets für Serum 2 veröffentlicht, dann muss das einfach hier rein. Der Hersteller gehört nämlich zur „Crème de la Crème“ in Bezug auf Sounddesign für Synthesizer. Starten wir mit dem Demo für Biotech durch:
Dystopische Sci-Fi- und Cyberpunk-Sounds stehen bei Biotech im Mittelpunkt. Die 92 Patches illustrieren perfekt, wie fantastisch Serum 2 klingen kann. Die Presets eignen sich für elektronische Musik wie Techno, Neuro Drum-and-Bass, Retrowave und viele weitere Styles ebenso gut wie für cinematische Musikuntermalung.
Die Presets kommen mal knarzig und schmutzig rüber, aber ebenso kristallklar oder butterweich und warm. Bässe, Drones, Pads, Strings, Plucks, synthetische Gitarren, Leads und verrückte Effekte sind hier enthalten.
Die Patches bieten Belegungen für Macros und Modwheel, die Sounds können so auf vielfältige Art und Weise manipuliert werden. Velocity und Aftertouch werden von den Presets, bei denen es passt, ebenfalls unterstützt. Zudem gibt’s für jedes Patch passende MIDI-Clips, um schnell für Inspiration zu sorgen. Großartiges Soundset – ohne jeden Zweifel!
- Bis zum 30. April 2026 bezahlst du 20 US-Dollar (statt 25 US-Dollar) hier bei Oblivion Sound Lab. Serum 2 bekommst du bei Xfer Records.
Outlines: Akustische Instrumente treffen auf Tape-Loops und Modular-Synthese
Mit Outlines präsentiert uns Thephonoloop ein neues Kontakt-Instrument, das bereits mit dem kostenlosen Kontakt Player funktioniert und auf einen interessanten Mix verschiedener Soundquellen setzt. Hierfür wurden zum Beispiel akustische Instrumente wie Streicher, Flöten oder diverse Percussion-Instrumente mit speziellen Mikrofonen und Aufnahmetechniken eingefangen, um auch Bewegungen der Luft, Geräusche der Finger und weitere beim Recording auftretende Sounds für die Samples zu nutzen.
Im nächsten Schritt wurden diese Aufnahmen dann weiter bearbeitet, dabei kamen Modular-Systeme oder auch Tape-Loops zum Einsatz. Teilweise wurden die Sounds extrem verlangsamt, um neue Texturen zu gewinnen. Das wird mit Foley- und Field-Recordings ergänzt, um die Soundpalette von Outlines zu erweitern.
Insgesamt kommt Outlines auf fast 500 Quellen, die in die Kategorien Acoustic, Various, Synth, Modular/Sounddesign, Tape Loops und Noise/Texture unterteilt sind.
Das gesamte Soundmaterial kann in der Kontakt-Engine mit zwei Granular-Layern gespielt werden. Und gespielt ist wörtlich zu nehmen, denn du kannst einige Sachen hiermit anstellen. So gibt’s verschiedene Möglichkeiten für das Abspielen der Sounds, fünf Instrument-Modi oder auch zwei unabhängige polyphone 16-Step-Sequencer.
Eine Reihe von Effekten stehen ebenfalls zur Verfügung, damit sollte genug Potential in diesem Kontakt-Instrument stecken. Mit Outlines denkt Thephonoloop an Leute, die für Film und TV Musik komponieren, aber ebenso an Producer, die nach neuen Sounds suchen. Musikalisch eignet sich die fast 8 GB große Library mit 438 Presets natürlich auch sehr gut für Ambient-Projekte.
- Outlines läuft bereits mit dem kostenlosen Kontakt Player (7.10.7 oder neuer). Aktuell bezahlst du noch 108 US-Dollar (statt 144 US-Dollar) – weitere Infos findest du hier bei Thephonoloop. Wenn du dich für die Vollversion von Native Instruments Kontakt interessierst: Den Software-Sampler bekommst du auch bei Thomann*.
Honeycomb: Sounddesign-Effekt für Ableton Live mit Max for Live

Heute wird es mal wieder richtig schön nerdy. Wenn du Ableton Live nutzt, auf Max for Live stehst und Spaß daran hast, dich mit spezialisierten Effekten stundenlang zu beschäftigen: Hier bitteschön!
Honeycomb ist ein Audioeffekt mit 16 verschachtelten Kammfiltern, der sich ideal für metallische Sounds, Hi-Hat-Synthese und inharmonische Resonanzen eignet. Das Device basiert auf Forschungsarbeiten von Jae Hyun Ahn und Richard Dudas und ermöglicht, zwischen harmonischen, ungeraden harmonischen und inharmonischen Spektren zu interpolieren – mithilfe von Dual-Frequenz- und Koeffizienten-Steuerungen. Na, klingt das nerdy genug?
Neben 16 Kammfiltern bietet Honeycomb auch eine duale Frequenzsteuerung, die bereits genannte Option für Interpolationen, vier Gruppen mit jeweils drei Filtern, die Möglichkeit für serielles und paralleles Routing und Funktionen wie Frequenz-Linking und Frequenz-Shifting für eine ganze Gruppe.
Neben metallischen Sounds oder Hi-Hats und Becken, beherrscht dieses Device auch Glocken- und Gong-Sounds, Sound-FX oder Riser. Zudem kann auch jeder beliebige Sound mit einem metallischen Klangcharakter angereichert werden.
- 14 Euro kostet Honeycomb hier bei Isotonik Studios. Weitere Infos und ein PDF-Manual zu dem Effekt findest du auf der Produktwebsite. Ableton Live 10 (oder neuer) mit Max for Live ist erforderlich. Die Erweiterung ist in der Ableton Live Suite enthalten und die bekommst du natürlich auch bei Thomann*.
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