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Technics Tracks Online Music Store eröffnet

Technics Tracks Online Music Store Eröffnet  ·  Quelle: Technics Tracks

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Technics Tracks Online Music Store

Neben Klassik, Blues und Jazz gibt es natürlich auch diverse Pop- und Rock-Alben, von Madonna über Nena und Klarkson, teilweise in Hi-Resolution  ·  Quelle: Technics Tracks

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Klare Sache: Hi-Res Audio ist teurer - Technics Tracks Online Music Store  ·  Quelle: Technics Tracks

Es ist soweit. Vier Monate nach den ersten Ankündigungen hat Technics die Pforten seines Download-Shops für anspruchsvolle Musikliebhaber aufgestoßen: Technics Tracks setzt dabei nicht wie viele Online-Händler auf das komprimierte MP3-Format, sondern auf den „Free Lossless Audio Codec“ FLAC mit einer maximalen Qualitätsstufe von 24 Bit und 192 kHz. Wer kein Hi-Res Audio benötigt, das natürlich etwas teurer ist als Standard CD-Qualität, kann diese alternativ mit 16 Bit und 44,1 kHz erwerben. Die meisten Titel kosten zwischen € 1,79 und € 3,29. Wie es in den ersten Verlautbarungen angekündigt wurde, liegt das Hauptaugenmerk von Technics Tracks auf Klassik, Blues und Jazz. Die Genre-Liste umfasst aber zudem auch Alternative, Dance, Electronic, Heavy Metal, Hip Hop, Rap, R&B und Soul, Rock und World.

„Technics Selections“ offeriert in diesem Zusammenhang eine Zusammenstellung von Playlisten wie Alternative Klassiker, A Beginner’s Guide To AFM Records, Grammy Gewinner 2015, Masters of Metal oder 70er und 80er Essentials, um nur einige zu nennen. „Technics Spotlights“ hingegen umfasst eine Serie von Videoclips zeitgenössischer Musiker. Den Auftakt machen James Lavelle, Mick Glossop und Nick Mason, die ein bisschen aus ihrem Leben plaudern und uns etwas über ihre Lieblings-Tracks (My life in Tracks) und Inspirationsquellen verraten. Ferner sollen in der zukünftig geplanten Serie „Behind The Tracks“ Interviews mit renommierten Toningenieuren geführt werden, die Einblick in ihre Trickkiste geben. Klingt richtig spannend.

Eingekaufte Musikstücke und Alben werden nach dem Erwerb in der Cloud bereitstellt, damit man sie auf den PC, Mac und zukünftig wohl auch Android- und iOS-Devices, für die es Apps geben werde, herunterladen kann. Falls der Computer, das Smartphone oder die Festplatte abrauchen oder verloren gehen, ist gewährleistet, dass man über den Benutzer-Account weiterhin an seine Schätzchen kommt. Unendlich oft sind die Titel jedoch nicht downloadbar, denn wie mir ein Pop-up-Window bei meinem Testkauf signalisiert, ist nach dem 10 Mal wohl Schluss. Das sollte im Normalfall aber auch ausreichen, oder? Ich kenne nämlich auch einige Portale, da funktioniert der Download-Queue nur ein einziges Mal, um ehrlich zu sein. Sicher, es gibt mittlerweile zahlreiche Internetplattformen, die Musik verkaufen – und „billig“ kann das qualitativ hochwertige Audiomaterial gegenüber den Normalfassungen nun einmal nicht sein, ist doch verständlich.

Vom Standpunkt eines DJs aus muss ich sagen: Obwohl Technics durch seine 2010 eingestellte Turntable-Legende, liebevoll als „1210er“ oder einfach “Technics“ bezeichnet, in DJ-Kreisen einen Stein im Brett hat: Wenn man nicht gerade den Mainstream bedient, sondern Underground-Genres, ist hier aktuell noch nicht viel zu holen. Auch ist es für mich ein absolutes No-go, mit dem mehr als rudimentären Player nur (vorselektierte) 30 Sekunden in einen Titel reinhören zu dürfen und keine Track Übersicht (Waveform) angezeigt zu bekommen, was ein Non-Elektro-Mukker vielleicht nicht so schlimm findet. Nichtsdestotrotz wird sich der allgemein neugierige Teil in mir, der gern auch mal nach Cross Genre Raritäten Ausschau hält, heute Abend auf zur Website machen, um zu erkunden, ob nicht vielleicht der eine oder andere interessante HiFi Track in den verschlungenen Pfaden der Serverstruktur zu erhaschen ist. Bis dahin.

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