3 ungewöhnliche Synthesizer-Projekte, die ihr definitiv gesehen haben solltet
Von Vivaldi auf sechs Synthesizern bis zu kreativen Studio Sessions und neuen Ideen für Musikobjekte
Es ist Zeit für eine kleine Umschau. Wir werfen einen Blick auf interessante Synthesizer-Projekte und Ideen, die in klassischen News oft untergehen. Also nicht lange reden – hier sind einige spannende Fundstücke.
Synthesizer-Projekte am Synthesizer-Wochenende
Eine klassische Odyssey
Manchmal entstehen kleine Synthesizer-Projekte, die auf den ersten Blick vielleicht etwas unvernünftig wirken, gerade deshalb aber spannend sind. Früher galten klassische Musikstücke auf Synthesizern oft als guter Härtetest. Nicht zuletzt deshalb, weil viele Instrumente damals nur monophon waren.

Hier hat sich jemand sechs ARP Odysseys, genauer gesagt den Korg ARP Odyssey Desktop, angeschafft, um ein klassisches Werk von Vivaldi mit ähnlichen Stimmen umzusetzen, wie man sie etwa vom Oberheim Four-Voice, etwas eingeschränkter auch vom Mono/Poly oder dem multi/poly kennt. Besonders reizvoll wird das Ergebnis, wenn sich die einzelnen Synthesizer klanglich leicht voneinander unterscheiden.
Natürlich soll das nicht zeigen, dass es bereits in den Neunzigern multitimbrale Synthesizer gab und man deshalb eigentlich weniger Instrumente benötigen würde. Vielmehr liefert das Projekt eine schöne Anregung: Mehrere identische Synthesizer können eine besonders homogene Klangarchitektur erzeugen.
A bunch of (House-) Martins
Offenbar an einem entspannten Wochenende haben sich Martin Stimming und Acid Pauli im Studio getroffen. Im Mittelpunkt stehen jede Menge Modularsysteme und ein Nonlinear Labs C15 als klangliches Herzstück. Zu sehen ist, wie zwei Musiker gemeinsam an neuen Ideen arbeiten. Dazu gibt es einige schöne Eindrücke aus dem Studio. Viel Spaß beim Anschauen, denn das ist eins der spannendsten Synthesizer-Projekte in 2026.
Nein, es geht weder um House noch um die Housemartins. Das Wortspiel musste einfach sein.
Was kommt nach dem Tonträger?
Dieses kleine Projekt rund um Datenträger und Coverkunst ist mir bei Instagram begegnet. Da klassische Tonträger immer schwieriger zu vermarkten sind, zeigt die Idee eine kleine Box mit Miniaturen der Albumcover. In diesem Fall handelt es sich um das Gesamtwerk von Depeche Mode.
Viele Musikszenen setzen inzwischen wieder auf Kassetten oder Vinyl. Gleichzeitig gibt es immer mehr Konzertbesucher, die weder einen CD-Player noch ein entsprechendes Laufwerk besitzen. Manche haben dafür wieder einen Plattenspieler, andere nie einen besessen.
Ob solche Ideen eine Lösung sind? Kreativ sind sie auf jeden Fall. Vielleicht wird das physische Medium künftig weniger wichtig als die Art, wie Musik präsentiert wird.
Zum Abschluss noch ein optisch wie akustisch faszinierendes Projekt, das einfach für sich spricht.
Ohne viele Worte. Es geht um Klang, eine außergewöhnliche Maschine und Bilder, die unweigerlich an ein großes Festival in Ferropolis erinnern. Das Projekt stammt von Kira Borisova, Pavel Nedostoev und Vicka Stroy.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Viel Spaß beim Entdecken neuer Synthesizer-Projekte!
