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„Wir haben uns gefragt, wie unser Traum-Synth aussehen würde. Dann haben wir ihn einfach gebaut“, so der Hersteller. Starke Worte ist man bei Produktvorstellungen natürlich gewohnt. Dieser hier scheint aber viele der Versprechen zu halten und setzt die Messlatte nochmals weiter hoch.

Wenigstens durch das Vorgängermodell ‚Prophet 12‚ sollte man Dave Smith kennen. Wenn das Modell jetzt dem einen oder anderen nicht geläufig sein sollte, sollte man wenigstens von Dave Smith als Synthie Begeisterter schonmal gehört haben. Dieser steht seit vielen Jahren eigentlich für sauber klingende und gut gearbeitete Geräte. Optisch ist der neue ‚Pro 2‘ nichts neues. Er sieht dem Prophet 12, bis auf ein paar Feinheiten, zum Verwechseln ähnlich. Technisch soll sich vieles verbessert haben und ein paar neue Features sind auch dazu gekommen.

Wie sein Vorgänger ist der Pro 2 auch ein Monosynth mit komplett analogem Signalweg. Es gibt wieder vier digitale Oszillatoren mit Superwave und einen Suboszillator. Der Hersteller spricht auch von „true four voice paraphonic mode“. Ich gehe davon aus, dass damit die Oszillatoren gleichzeitig spielen gemeint ist.

Viele Regler und Schalter, Quelle: http://www.davesmithinstruments.com/

Viele Regler und Schalter, Quelle: http://www.davesmithinstruments.com/

Ein Arpeggiator mit Midisync Funktion ist auch mit drin, ebenso wie vier Multi-Tap-Delays (davon einer mit Analogfunktion, aber alle mit eigenem Panorama- und Filterreglern) und verschiedene Filter. Was genau Dave Smith mit „Dual Vintage Analog Filter“ lässt sich vorerst nur vermuten. Wenn er sich an die Standards hält, dann gibt es für uns mindestens einen High- und Lowpass Regler mit serieller und paralleler Schaltung.

Natürlich kann man auch externe MIDI-Geräte mit dem Pro 2 ansteuern. Gleich zwei getrennte Ausgänge werden hier verbaut. Diese sind auch parallel mit dem internen Sequencer ansteuerbar. Dave Smith spendiert außerdem noch einen Audio-Eingang. Hier kann man beispielsweise eine Gitarre anschließen und sie mit den internen Filtern zu verfremden. Auf Wunsch auch mit Envelope-Follower. Nichts wirklich Aufregendes bis hier.

Als wirklich neues Feature wird hier ein 32 Step Sequencer verbaut – und zwar mit 16 Tracks. Auch das interne Routing soll ohne Grenzen veränderbar sein. Das wird vermutlich wegen des immer noch sehr kleinen Displays sehr fummelig werden. Pro Oszillator gibt es als nette Dreingabe einen Control-Voltage Ein- und Ausgang. Damit lassen sich in der Regel mit externen Geräten verschiedene Parameter wie die Tonhöhe, Lautstärke oder Filtergüte steuern.

Die Rückansicht des Pro 2, Quelle: http://www.davesmithinstruments.com/

Die Rückansicht des Pro 2, Quelle: http://www.davesmithinstruments.com/

Wer sich das Gerät schonmal anhören möchte, sollte sich das Video mal anschauen. Dave Smith himself erklärt uns die Neuerungen.

Wer lieber Texte liest, der sollte ein einen Blick auf die Herstellerseite werfen.

Ein – made in USA – Preis ist momentan genauso wenig bekannt, wie ein genaues Veröffentlichungsdatum. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. Wer als erster informiert sein will, der abboniert einfach diesen Post. Preiswerter als der Vorgänger wird es aber mit ziemlicher Sicherheit nicht werden. Gerüchten zu Folge soll es noch im Juli losgehen.

 

UPDATE (30.06.2014): Der Preis ist durchgesickert. Es sich wird um die 1800€  bewegen.

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