von  Julian Schmauch  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 6 Min
Stompenberg FX: Testet über 200 Pedale virtuell bei Thomann!

Stompenberg FX: Testet über 200 Pedale virtuell bei Thomann!  ·  Quelle: Thomann

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Mit Stompenberg FX* hat Thomann schon seit einigen Jahren ein Tool im Angebot, mit dem ihr bei 200 Pedalen wie dem ProCo Rat, dem Boss DS-1 oder dem Strymon Bluesky vorher testen könnt, wie die Effekte klingen. Hier könnt ihr nicht nur mit vorgefertigten Gitarrenlicks verschiedene Einstellungen eines Pedals antesten, mit eigenen Gitarrenaufnahmen und sogar (fast) live ist das auch möglich!

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Das Wichtigste in Kürze

  • Stompenberg FX ist Thomanns kostenloses Browser-Tool für über 200 Effektpedale
  • Echte Hardware: Die echten Pedale werden ferngesteuert, wer eines belegt, sperrt es für andere.
  • Drei Modi: Play (Licks im Loop oder eigene Audiodatei), Rec (Aufnahme direkt im Browser) und Live (eigenes Signal direkt).
  • IR-Loader mit fünf Boxensimulationen, eigene Impulsantworten lassen sich laden.
  • Mobil funktioniert das Ganze nur in Safari; Chrome und Firefox sind in der mobilen Ansicht blockiert.

Stompenberg FX – Wie funktioniert die virtuelle Pedalgalerie?

Wie ein Pedal klingt, ist heute schnell herausgefunden. GuitarTube sei Dank, gibt es zig YouTuber, die sich quasi jedem neuen Pedal in unterschiedlichsten Szenarien widmen. Das kann für einen ersten Eindruck durchaus reichen. Was man aber auf den Kanälen und in den Videos nicht erfährt: wie das Pedal dann eben mit dem eigenen Spiel und der eigenen Gitarre oder dem eigenen Bass klingt.

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Denn Thomann ist nicht der einzige Anbieter, bei dem es Audioproben für verschiedenste Instrumente und Effekte gibt. Stompenberg FX geht weit darüber hinaus. Es gibt hier für die über 200 Pedale 9 Gitarrenlicks aus verschiedensten Richtungen, von denen man eines im Loop laufen lassen kann.

Quelle: Thomann
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Dann könnt ihr erstmal nach Belieben an den virtuellen Reglern des geladenen Pedals herumspielen und so einen Eindruck bekommen, wie das Pedal auf verschiedene Spielstile reagiert. Der Clou dabei: Das Ganze passiert bei Stompenberg FX tatsächlich auf einem echten Pedal, computergesteuert. Sprich, testet ihr gerade einen Effekt, ist der für andere Testwillige gesperrt.

Ist ein Pedal belegt, bekommt man diese Meldung
Ist ein Pedal belegt, bekommt man diese Meldung · Quelle: Gearnews

Damit das aber nicht zu ungerecht wird und beispielsweise ein Marshall-Fan den Bluesbreaker dauerhaft blockiert, könnt ihr ein Pedal ab dem Zeitpunkt, wo ein anderer User oder eine andere Userin es auch testen möchte, noch fünf Minuten weitertesten.

Will jemand anderes das Pedal testen, kommt ein Countdown
Will jemand anderes das Pedal testen, kommt ein Countdown · Quelle: Gearnews

Ihr bekommt dann einen Timer angezeigt, wie auch der oder die Anstehende. Bleibt dieser in der Warteschlange, werdet ihr nach dem abgelaufenen Timer automatisch zurück zur Hauptseite geleitet. Klingt fair, oder?

PLAY, REC und LIVE

Neben diesem „Play“-Modus bietet Stompenberg FX noch zwei weitere Möglichkeiten, die das virtuelle Antesten eines Pedals noch realer machen: „Rec“ und „“Live“. Ihr könnt aber auch, man sieht es am Button „Riff hochladen“ im „Play“-Modus eine Audiodatei (maximal 16 MB) mit einer Gitarrenaufnahme hochladen und diese als Basis für den Test nutzen.

Der Rec-Modus in Stompenberg FX mit der eigenen Aufnahme
Der Rec-Modus in Stompenberg FX mit der eigenen Aufnahme · Quelle: gearnews

Beim „Rec“-Modus könnt ihr direkt im Browser ganz ohne DAW eine Phrase aufnehmen, Audio-Interface samt angeschlossener Gitarre vorausgesetzt. Die Aufnahme wird dann geloopt und ihr könnt in Ruhe am virtuellen Pedal herumdrehen und verschiedene Einstellungen testen.

Der Live-Modus ist aktiv!
Der Live-Modus ist aktiv! · Quelle: Gearnews

Noch eine Stufe realistischer ist der „Live“-Modus. Denn hier wird nichts geloopt und aufgenommen. Euer Signal wird direkt zu Stompenberg FX ins Pedal und wieder zurückgeschickt. Das Rechenzentrum, in dem das Tool steht, ist natürlich nicht direkt nebenan, es kommt also zu bis zu 200 ms Latenz. Sprich, ganz „live“ und verzögerungsfrei ist das nicht.

Wer aber schnell mal ein paar Minuten ein paar Licks dudeln und sie mit kurzer Verzögerung durch das neue Pedal auf dem Radar hören möchte, der wird den „Live“-Modus lieben.

Kabel über Kabel · Quelle: Thomann

Boxensimulation und eigene IR

Stompenberg FX selbst gibt es schon seit 2019. Aber in den Jahren danach legte Thomann nicht nur immer wieder neue virtuelle Pedale nach. Dazu gesellte sich auch eine Boxensimulation. Sprich, in der der Signalkette hinter dem Pedal und vor dem Audioausgang wird noch ein IR-Loader geschaltet, der von Haus aus mit fünf Impulsantworten kommt: 1×12 V-Type open back, 2×12 G12M Greenback closed back, 4X12 G12T-75 closed back, 4X12 Orange PPC V30 closed back und 4X12 Vintage 30 closed back.

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Hier ist also für Gitarre und Bass schon so das Wichtigste an virtuellen Cabs dabei, denn gerade bei Zerrpedalen macht eine IR klanglich einen großen Unterschied im Endresultat! Ohne Impulsantwort würden Ratten und Muffs in den Höhen kratzen und beißen, sodass man kaum einschätzen könnte, ob das klanglich in eine gute Richtung geht. Probiert’s mal ohne bei einem Muff, es schallert.

Der IR-Loader kann auch deaktiviert werden
Der IR-Loader kann auch deaktiviert werden · Quelle: Gearnews

Wer sich ein wenig mit dem Thema auskennt, wird bei IR-Loader hellhörig (oder dunkel?) geworden sein. Und ja, ihr könnt hier nicht nur aus den fünf erwähnten IRs auswählen. Für die unter uns (und das dürften nicht wenige sein), die eine gut gepflegte Sammlung eigener Impulsantworten verschiedener Cabs ihr Eigen nennen, gibt es die Möglichkeit, in Stompenberg FX eigene IRs zu laden!

Tipps und Hacks

Je nachdem, ob ihr Windows oder Mac, und dann Chrome, Firefox oder Safari nutzt, kann es andere Freigabeeinstellungen geben, die es für die Nutzung eures Interfaces im Browser braucht. Bei jedem Pedal in Stompenberg FX gibt es unten ein kleines Tutorial, das die wichtigsten Einstellungen zeigt.

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Das gilt natürlich alles für stationäre Systeme. Beim Test mit mobilen Browsern auf einem Smartphone (iPhone 15 pro) funktionierte bei mir nur Safari. Chrome und Firefox waren in der mobilen Ansicht blockiert. Aber so könnt ihr über Safari zu Stompenberg FX gehen, im „Rec“-Modus kurz etwas ins Smartphone singen und dann testen, wie das mit eurem Lieblingspedal klingt!

Was den Gitarrensound selbst betrifft, kann es natürlich sinnvoll sein, gerade wenn ihr fertige Aufnahmen hochladet, diese Aufnahmen vorher samt Preamp-Sättigung oder Gitarren-Plugin zu exportieren. Weil, Gitarre direkt ins Interface: wir wissen, wie wenig das nach schönem Gitarrensound klingen kann!

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Und davon mal abgesehen: niemand hat gesagt, dass Stompenberg FX nur mit Gitarren- oder Bass-Sounds funktioniert. Lader doch mal einen Beat oder eine Gesangsaufnahme hoch und jagt sie durch den Behringer Fuzz* oder den Bluesbreaker*?

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Feedback

Die Entwicklung des Tools in Zusammenarbeit mit dem Erlanger IT-Unternehmen „feinarbyte“ geht fortwährend weiter und Thomann freut sich über euer Feedback.

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Habt ihr bereits Erfahrungen gemacht? Wie gefällt euch die Software und was würdet ihr verbessern? Schreibt es uns in den Kommentaren!

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