Sequential, u-he, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Willkommen zur neuen Ausgabe der Sound-Boutique. Heute schauen und hören wir uns ein neues Soundset für Sequential Fourm an, dann stehen Acid-Sounds für u-he Hive 2 im Fokus. Danach liest du über eine neue Kontakt-Library mit cinematischen Sounds im Industrial-Stil. Eine schöne Neuheit ist eine neue Portierung des berühmten Syncussion SY- 1 für Ableton Live mit Max for Live.
Inhalt:
FOURMidable#1 Soundset für Sequential Fourm
„Prophet on a Budget“ – so bezeichnen einige den Sequential Fourm. Dieser vierstimmige Analog-Synthesizer überzeugt aber nicht nur durch seinen tollen Preis und dem schönen Sound, sondern auch durch seine kompakten Maße. Wobei das natürlich auch immer eine Geschmacksfrage ist, denn nicht jeder mag Slim-Tasten, die hier übrigens auch polyphonen Aftertouch bieten.
Für das Studio ist Sequential Fourm jedenfalls perfekt ausgerüstet. Viele Eigenschaften erinnern an die Prophet-Reihe, dazu kommt hier aber noch eine Modulationsmatrix im Pro-One-Stil. In dem Sinne hast du es hier also mit einer modernen Kreuzung von zwei der beliebtesten Synthesizer von Sequential zu tun, der mit fettem Sound, ordentlich Modulation und einer ausdrucksstarken Tastatur daherkommt, die hier eben in einem kleinen Format zusammenkommt.

Mit zwei VCOs, Analogfilter, zwei ADSR-Hüllkurven, einem LFO und schönen Goodies wie Sync, regelbares Feedback oder der Unison-Modus lässt sich schon so einiges anstellen. Eine schöne Beigabe ist der Arpeggiator mit Sequenzer-Modus, der sogar eine Glide-per-Step-Funktion bietet.
Weiter unten findest du ein paar Videos zum Sequential Fourm, jetzt soll es um ein neues Soundset für den kleinen „Mini-Prophet“ gehen. Denn auch wenn Fourm durchaus klassisch aufgebaut ist – und beispielsweise keine Effekte bietet – lassen sich hier auch Presets speichern und verwalten.
FOURMidable#1 heißt dieses Sound-Pack, hören wir mal rein:
Die Presets in FOURMidable#1 wollen Retro-Sounds in einen modernen Kontext bringen und sollen alle Enthusiasten von elektronischer Musik ebenso wie Komponisten von cinematischen Klängen ansprechen.
32 Sounds sind hier insgesamt enthalten und liefern dem Sequential Fourm ein paar Pads, Leads, Bässe sowie ein paar weitere Presets. Zudem gibt’s ein paar Presets für das wundervolle und kostenlose Supermassive Plugin.
Alle Sounds unterstützen polyphonen Aftertouch und Modulationen über das Modwheel, zusätzlich wird auch Velocity unterstützt.
- 8 US-Dollar kostet das Soundset hier im Gumroad-Shop von alive&silent, Infos zur Installation der Presets findest du dort ebenfalls. Sequential Fourm bekommst du hier bei Thomann*.
303 V3: Acid-Sounds für u-he Hive 2
Abseits von Zebra, Diva und Repro hat u-he mit Hive 2 einen weiteren sehr interessanten Synthesizer im Programm, der vielleicht manchmal etwas zu wenig Beachtung findet. Dabei klingt das Plugin echt fett und auch sehr eigenständig.
Bei Hive 2 werden schnelle Bedienung und niedrige CPU-Belastung groß geschrieben, für Sounddesign bietet der Synthesizer aber trotzdem jede Menge Möglichkeiten. Der Klang ist jetzt nicht unbedingt etwas für Vintage-Fetischisten, stattdessen wird hier vielmehr ein moderner Sound mit einem durchaus „digitalen“ Vibe gefeiert – so empfinde ich das jedenfalls.
Für das 303 V3 Preset-Pack verfolgt NatLife Sounds ein sehr interessantes Konzept, denn hier wird Hive 2 für Acid-Sounds verwendet, die aber nicht unbedingt an die TB-303 erinnern. Stattdessen wird Acid hier mal ganz anders angegangen:
Die Ergebnisse dieses „Experiments“ gefallen mir ausgesprochen gut. Wer mal Sounds abseits von vergleichsweise authentischem Acid-Geblubber sucht, bekommt hiermit mal eine ganz andere Interpretation von 303-Sounds.
303 V3 klingt manchmal sehr bissig, dann wieder scharf zwitschernd, NatLife Sounds holt hier ohne Frage alles aus dem Filter in Hive 2 heraus. Acid ist nämlich weit mehr als nur der Sound von TB-303 oder einer der vielen Klone und Emulationen.
32 Presets sind hier enthalten, dazu kommen 32 Sequenzen. Das Sound-Pack ist für diverse Spielarten von Acid gedacht und ich stelle mir besonders aufregend vor, die Sounds mit klassischen 303-Sounds zu kombinieren.
- 18 Euro kostet das Soundset hier bei NatLife Sounds. Das Plugin u-he Hive 2 ist auch bei Thomann erhältlich*.
Fractus: Damaged Scoring Toolkit für Native Instruments Kontakt
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Diese Library für Native Instruments Kontakt hat natürlich nichts mit unserer aller Lieblingsband Fraktus zu tun, stattdessen handelt es sich um ein Scoring-Tool. Cinematische Sounds stehen hier also im Vordergrund – Kontakt und „cinematisch“ sind nu einmal ganz dicke miteinander.
In Fractus dreht sich alles um Sounds, die der Produktion Aggressivität, Schmutz und einen rauen Charakter verpassen. Dafür werden hier rhythmische und tonal spielbare Loops mit den zugehörigen Einzel-Samples kombiniert, um so schnell eigene Patterns oder Variationen zu erstellen.
Die Inhalte sind auf drei Bänke mit jeweils 40 Loops verteilt und teilen sich in Drums, E-Gitarren- und Bass-Sounds sowie bearbeitete Synthesizer-Klänge auf. Die Loops werden von Kontakt automatisch an das Tempo der DAW angepasst und können über einen Tonumfang von eineinhalb Oktaven gespielt werden.
Fractus ist definitiv kein komplexes Kontakt-Instrument, sondern vielmehr eine kompakte Library, die dir eine Reihe von spielfertigen Sounds anbietet und mit nur wenigen Parametern und zusätzlichen Effekten wie Delay und Reverb bearbeitet werden. Manchmal braucht man aber nicht viel mehr!
- Die knapp 600 MB große Kontakt-Library bekommst du hier bei The Very Loud Indeed Co. für aktuell 35 US-Dollar (regulär 59 US-Dollar). Die Vollversion von Native Instruments Kontakt 7 oder neuer ist erforderlich. Den Sampler kannst du bei Thomann* kaufen – auch als Teil der neuen Komplete Bundles*.
Syncussion für Ableton Live mit Max for Live
Klasse! Max for Cats bringt mit Syncussion einen der kultigsten Drum- und Percussion-Synthesizer für Max for Live. Syncussion SY-1 wurde ursprünglich mal von Pearl im Jahr 1979 veröffentlicht und mauserte sich über die Jahre zu einem begehrten Stück. Heute gibt es einige Nachbauten, am populärsten und günstigsten dürfte die Variante von Behringer sein (hier mal anschauen*).
Auch in Form von Software wurde SY-1 bereits verewigt, zum Beispiel als SY-4X. Jetzt ist eine schöne und vor allem günstige Version für Ableton mit Max for Live erhältlich. Hören wir doch mal in das Demo rein:
Weil sich so ein Device gleich über mehrere Instanzen nutzen lässt, handelt es sich hierbei um eine einzelne Stimme des Drum-Synthesizers. Sechs Oszillator-Modelle stehen zur Wahl, dazu kommen die typischen Parameter für Sweep, Richtung der Tonhöhenmodulation, LFO sowie Sample & Hold. In dem Sinne ist hier also alles dran, was das Original ausmacht.
Interessant sind die Regler für FM Ratio und FM Index, dazu kommen drei Filter-Modi inklusive Einstellungen für Cutoff und Resonanz, ein Noise-Mix-Regler sowie Velocity-Parameter (um Lautstärke, Pitch oder Filter-Cutoff zu steuern). Außerdem lässt sich die Tonhöhe auf die Tasten legen und ein Spring-Reverb gibt’s auch noch. Großartig!

Ein einfacher, aber trotzdem sehr schöner Drum- und Percussion-Synthesizer, der absolut einen Blick wert ist.
- 7 Euro kostet das Max for Live Device hier im Gumroad-Shop von Max for Cats. Ableton Live mit Max for Live ist erforderlich. Die Erweiterung ist in der Ableton Live Suite enthalten und die bekommst du natürlich auch bei Thomann*.
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