Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Roland Fantom T3 61

Roland Fantom T3 61  ·  Quelle: Roland

Roland hat auch die Workstation-Serie „Fantom“ neu gedacht. Dabei fällt durchaus eine gewisse optische Nähe zu Yamahas Montage auf. Außerdem hat es analoge Filter, sagt die offizielle Info.

Die Fantom-Serie war sehr in die Jahre gekommen und es schien lange, also wollte Roland sie gar nicht mehr weiterführen. Die erste große Neuerung ist der Einzug des Step-Sequencers mit Lauflicht-Eingabe von Akkorden und Tönen in die bisher dafür zu konservative Workstation-Welt. Das passiert über die beleuchteten Taster. Der Zugriff auf die Hüllkurven von Tonhöhe, Filter und Lautstärke ist über das Bedienfeld direkt möglich, ebenso auf Filtertyp, Resonanz und natürlich Cutoff. Auch die Wahl der Oszillatorentypen ist direkt auf dem linken Panel des Roland Fantom erreichbar.

Roland Fantom – runderneuert

Die Bezeichnung Model legt nahe, dass einige Synthesizer aus der Jupiter-X- und System-8 Reihe hier Einzug gefunden haben. Dort gibt es den Rompler und Sampler JV-5080, ein Piano genauso wie den Jupiter-8. Welche es genau sind, ist bis zu diesem Bericht noch nicht bekannt. Wir bleiben aber dran am Thema. Damit hat Roland eine flexible Alternative zum Dauerbrenner Korg Kronos gefunden, ohne die Bedienung besonders kompliziert machen zu müssen. Dennoch muss sicherlich vieles über den Screen editiert werden, sobald die genannten Parameter nicht auf dem Panel zugänglich sind. Die Bedienung sollte dennoch besser sein als bisher, da die meisten Workstations eine Art Kompromiss von Parametern anboten. Hier sind es immerhin alle Wesentlichen. Außerdem hat das Fantom analoge Filter, so wie der JD-Xa. Erstaunlich, aber es gibt 2 Eingänge für diese Filter zur Einspeisung – es gibt also vermutlich ein kleines Kontingent – vergleichbar mit dem JD-Xa/Xi. Außerdem kann man in einer Matrix Clips abfeuern, die auch Audiofiles sein können, ähnlich Ableton Live und auch Lauflicht-Sequencing im TR-Stil ist hier möglich. Da hat Roland offenbar gut aufgepasst, dieses Mal viel richtig zu machen und ist wohl die erste Workstation mit einem modernen Sequencer-System und einem sehr schlauen Arpeggiator, der Notendichten erkennt. 3 USB Eingänge für Controller!

Die Klassiker für Workstations wie Fader und LED-Kranz-Potis für Panorama und Lautstärken findet man links, um die 16 Multisounds zu mischen. Sie nehmen den kompletten linken Teil des Roland Fantom ein. Das erinnert stark an Oasys und Kronos und noch mehr in Form und Layout an den Montage von Yamaha.

Auch zur DAWSteuerung ist speziell der linke Teil gedacht und gemeint. Logic und andere lassen sich damit „instant“-kontrollieren.

Weitere Informationen

Rolands Website bietet früher oder später vermutlich sämtliche Neuerungen, denn das Fantom ist eine von 7 Neuerungen. Die kleinste Variante ist die mit 61 Tasten und kostet 3299 €. Das Angebot reicht bis zur 88-Tasten-Option für 3999 €. Die Fantom-Workstation soll im September erhältlich sein.

Video

Eine Antwort zu “Roland überholt die Workstation-Serie Fantom mit TR-Lauflicht, Ableton-Clip-Ansatz im Sequencer – analoge Filter?”

  1. symphonicus sagt:

    Ich spiele seit Jahren einen Fantom G7 und bin begeisterter Roland-Fan. Ich konnte den neuen Fantom im Fachgeschäft kurz antesten. Das Instrument überzeugt mit einem übersichtlichem und leicht verständlichen Bedienkonzept. Es verfügt in vorbildlicher Weise über alle notwendigen Anschlüsse. Die Tastatur ist erwartungsgemäß sehr gut. Aber: Dem neue Fantom fehlen meiner Meinung nach noch einige Updates, um die Erwartungen als Nachfolger des Fantom G zu erfüllen. Aktuell fehlt ihm zum Beispiel noch der Soundsampler, um eigene Multisamples zu erstellen und zu spielen. Die kinderleichte Einbindung von Software-Instrumenten auf dem PC oder Laptop per USB ist bei den Mitbewerbern längst schon Standard, trotzdem ersetzen diese nicht den Soundsampler. Werkseitig vorprogrammierte Pattern (über die normalen Arpeggios hinaus, zum Beispiel Bassloops oder Gitarrenriffs) konnte ich nicht finden. Bleibt noch die Frage, ob der neue Fantom Audiosamples mit dem Sequenzer synchronisieren kann. Beim Sequenzer selbst konnte ich nur Midispuren ausmachen, die Audiospuren des Fantom G fehlen. Dies alles sind natürlich Vorschläge/Wünsche für das nächste Update. Es kann aber vielleicht auch sein, dass ich das eine oder andere Feature übersehen habe. Bitte seht mir das nach. Alles in allem ist der neue Fantom sicher ein tolles Instrument. Sobald ein Soundsampler integriert ist, werde ich ihn wahrscheinlich kaufen.. Antesten lohnt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.