von  Moogulator  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 6 Min
Patch Korg MonoPoly

Patch Korg MonoPoly  ·  Quelle: Moogulator Sequencer Archiv

ANZEIGE

Es ist Patch-Wochenende. Oder besser: Zeit für interessante Synthesizer Patches. In den vergangenen Wochen sind wieder einige spannende Videos erschienen, in denen Sounddesigner ungewöhnliche Klänge entwickeln, klassische Sounds nachbauen oder neue Ideen ausprobieren. Genau darum geht es heute. Wir werfen einen Blick auf kreative Ansätze, starke Patches und sehenswerte Videos.

ANZEIGE

Sounddesign zum Nachbauen – Patch Videos

James Dyson und Ian Dixon gehören aktuell zu den interessantesten Anlaufstellen für Synthesizer Patches. Während James in langen Sessions zahlreiche Instrumente spielt und unterschiedlichste Sounds präsentiert, konzentriert sich Ian häufig darauf, bekannte Klänge Schritt für Schritt nachzubauen. Früher waren die legendären Patch-Demos von Jexus mit ihrem VHS-Look und den typischen Achtzigerjahreffekten Pflichtprogramm. Inzwischen zeigt er seine Ideen auch auf modernen Synthesizern. Kürzlich stellte er beispielsweise neue opsix Sounds vor.

Affiliate Links
Korg opsix MKII
Korg opsix MKII
Kundenbewertung:
(6)
Korg opsix Module
Korg opsix Module
Kundenbewertung:
(11)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Gibt es heute einen neuen Jexus? Vielleicht nicht eins zu eins, aber durchaus Creator, die einen ähnlichen Anspruch verfolgen.

James Dyson veröffentlicht regelmäßig stundenlange Klangreisen, durch die man bequem springen kann. So lassen sich zahlreiche Synthesizer Patches, Klangfarben und Spielweisen vergleichen. Ian Dixon verfolgt dagegen einen didaktischen Ansatz und erklärt den Aufbau seiner Sounds Schritt für Schritt. Wer sein eigenes Sounddesign verbessern möchte, findet hier jede Menge Inspiration.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Besonders spannend wird es, wenn Ian Dixon klassische Sounds auf modernen Instrumenten nachbildet. Obwohl der Roland D-50 konzeptionell völlig anders aufgebaut ist als der opsix, zeigt er überzeugend, wie sich ikonische Klänge mit FM-Synthese nachbilden lassen. Gerade solche Vergleiche erweitern den eigenen Blick auf Sounddesign.

ANZEIGE
Affiliate Links
Roland Cloud D-50 Download
Roland Cloud D-50 Download
Kundenbewertung:
(20)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Nicht nur James Dyson und Ian Dixon produzieren sehenswerte Inhalte. Beide verfolgen jedoch ihren ganz eigenen Ansatz und liefern regelmäßig hochwertige Klangbeispiele statt kurzer Produktvorstellungen. Wenn ihr euch für Synthesizer Patches, Sounddesign und kreative Programmierung interessiert, solltet ihr beide Kanäle im Blick behalten.

Mono/Poly vs. multi/poly Patching

Ein weiterer kreativer Kopf beschäftigt sich intensiv mit klassischen und modernen Synthesizern. Dieses Mal geht es um den Behringer MonoPoly, also den Clone des legendären Korg Mono/Poly. Die gezeigten Patches lassen sich dabei nicht nur auf das Original übertragen. Auch die Software-Version von Korg kommt klanglich erstaunlich nah an den Klassiker heran.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf den Korg multi/poly. Er ist weit mehr als nur eine moderne Neuinterpretation des Mono/Poly. Korg hat das Grundkonzept konsequent weiterentwickelt und um Layer, deutlich mehr Modulationen sowie Oszillator-Panning erweitert. Gleichzeitig bleibt der charakteristische Grundklang erstaunlich nah am Vorbild.

Eine der größten Stärken beider Instrumente sind ihre vier Oszillatoren. Sowohl beim Mono/Poly als auch beim multi/poly können sie über Sync und Crossmodulation miteinander verschaltet werden. Gerade diese Kombination eröffnet ungewöhnliche Synthesizer Patches, die weit über klassische Lead- oder Basssounds hinausgehen.

Die Idee wird inzwischen auch von anderen Herstellern aufgegriffen. Beispiele sind der UDO Dmno, moderne SEM-inspirierte Synthesizer oder der Katla. Obwohl die Konzepte unterschiedlich ausfallen, setzen alle auf mehrere Oszillatoren, flexible Routings und kreative Klangarchitekturen. Der multi/poly ergänzt dieses Prinzip zusätzlich um Layer und umfangreiche Modulationsmöglichkeiten.

Korg MonoPoly Patch
Korg Mono/Poly · Quelle: Megysynth.de

Natürlich darf auch ein direkter Vergleich nicht fehlen. Starsky Carr gehört seit Jahren zu den zuverlässigsten Ansprechpartnern, wenn es um objektive Synthesizer-Vergleiche geht. Er hört genau hin und vergleicht Oszillatoren, Wellenformen, Filter und das Verhalten der einzelnen Schaltungen, statt sich nur auf den Gesamteindruck zu verlassen.

Affiliate Links
Behringer MonoPoly
Behringer MonoPoly
Kundenbewertung:
(71)
Korg multi/poly Module
Korg multi/poly Module
Kundenbewertung:
(6)
Korg multi/poly
Korg multi/poly
Kundenbewertung:
(12)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Warum diese Synthesizer Patches so besonders klingen

Das Besondere am Mono/Poly und seinem modernen Nachfolger multi/poly sind die beiden voneinander unabhängigen Sync- und Crossmodulations-Pfade. Durch die vier Oszillatoren lassen sich jeweils zwei Paare miteinander verschalten. Genau diese Architektur macht viele Synthesizer Patches so lebendig und ungewöhnlich. Das wird oft übersehen, obwohl es eines der stärksten Merkmale des Konzepts ist.

Die Umschaltung erfolgt über die Modi Single und Double. Sie gelten sowohl für die harte Oszillator-Synchronisation als auch für die Crossmodulation. Beide Funktionen lassen sich unabhängig voneinander aktivieren. Korg löste das damals mit erstaunlich wenigen Bedienelementen und einer sehr durchdachten Schalterlogik.

Im multi/poly wurde dieses Konzept konsequent erweitert. Hinzu kommen unter anderem Filter-FM, zwei Filter, zusätzliche Modulationsmöglichkeiten und deutlich komplexere Routings. Trotz des größeren Funktionsumfangs bleibt der Synthesizer erstaunlich direkt bedienbar. Wer tiefer einsteigt, entdeckt zahlreiche Funktionen, die weit über den ursprünglichen Mono/Poly hinausgehen.

Der klassische Mono/Poly steht oft etwas im Schatten von Ikonen wie dem Minimoog oder dem ARP Odyssey. Dabei besitzt er eine ganz eigene Klangästhetik. Der multi/poly knüpft genau daran an und entwickelt das Konzept mit moderner Modulationsarchitektur, Layern und neuen Syntheseoptionen konsequent weiter.

Ein entscheidender Bestandteil vieler klassischer Synthesizer Patches ist die Tonhöhenmodulation der synchronisierten Oszillatoren. Der Mono/Poly bietet dafür eine angenehm direkte Steuerung direkt im Sync-Bereich. Besonders spannend wird es, wenn Sync, Crossmodulation und das Verstimmen der beteiligten VCOs miteinander kombiniert werden. Genau hier entstehen viele der aggressiven oder metallischen Sounds, für die dieser Synthesizer bis heute bekannt ist.

Wer lediglich an den Reglern dreht wie bei einem klassischen Juno, wird diese Möglichkeiten kaum entdecken. Der Mono/Poly belohnt vielmehr systematisches Experimentieren. Gerade deshalb eignet er sich hervorragend, um die Grundlagen komplexerer Syntheseformen zu verstehen und eigene Patches gezielt weiterzuentwickeln.

Korg multi/poly Native: Sync und Crossmodulation mit Single- und Double-Modi.
Korg multi/poly: Die Sync- und Crossmodulations-Sektion zählt zu den größten Stärken der Synthese-Engine. · Quelle: Korg

Der multi/poly erweitert das Konzept zusätzlich um Wavetables, Waveshaper, weitere Oszillatorwellenformen, vier Layer, zwei Filter mit Filter-FM sowie verschiedene Filtercharakteristiken und einen Ringmodulator. Dadurch entstehen Klangwelten, die weit über die Möglichkeiten des ursprünglichen Mono/Poly hinausgehen.

Dazu kommen fünf LFOs und vier Hüllkurven, die äußerst komplexe Modulationen ermöglichen. Der direkte Zugriff des Originals bleibt zwar einzigartig, doch der multi/poly entwickelt das Konzept überzeugend weiter und gehört aktuell zu den vielseitigsten virtuellen Analogsynthesizern seiner Klasse.

Der charakteristische, breite Klang entsteht dabei nicht nur durch mehrere Oszillatoren oder Pulsbreitenmodulation. Erst das Zusammenspiel aus Modulationen, Verstimmungen, Sync und Crossmodulation sorgt für die enorme Lebendigkeit vieler Sounds.

Affiliate Links
Behringer MonoPoly
Behringer MonoPoly
Kundenbewertung:
(71)
Korg multi/poly Module
Korg multi/poly Module
Kundenbewertung:
(6)
Korg multi/poly
Korg multi/poly
Kundenbewertung:
(12)

Light Sculptures

Zum Abschluss noch etwas für die Augen. Die Light Sculptures von Julio Le Parc entstanden zwar bereits vor Jahrzehnten, wirken aber bis heute erstaunlich modern. Besonders im Zusammenspiel mit elektronischer Musik erinnern sie an aktuelle Bühnenproduktionen und audiovisuelle Performances.

Gerade Fans von Ambient, Techno oder experimenteller Elektronik dürften sich hier schnell wiederfinden. Die Lichtinstallationen erzeugen eine Atmosphäre, die hervorragend zu vielen Synthesizer Patches, langsam entwickelnden Klanglandschaften und minimalistischen Kompositionen passt. Ein schöner Abschluss für dieses Wochenende voller Sounds, Patches und kreativer Inspiration.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen
ANZEIGE

Die Kommentare sind geschlossen.