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Messe_Halle_5-1_Collage

In Halle 5/5.1 gab es auf der Musikmesse neue DJ-Produkte zu bestaunen.  ·  Quelle: gearnews

Pioneer XDJ-RX Musikmesse 2015

Pioneer XDJ-RX Musikmesse 2015  ·  Quelle: gearnews

Reloop Beatpad 2 Musikmesse 2015

Reloop Beatpad 2 Musikmesse 2015  ·  Quelle: gearnews

Pioneer Kuvo Musikmesse 2015

Pioneer Kuvo Musikmesse 2015  ·  Quelle: gearnews

Allen&Heath Xone:43 Musikmesse 2015

Allen&Heath Xone:43 Musikmesse 2015  ·  Quelle: gearnews

Numark Mixtrack Pro 3 Musikmesse 2015

Numark Mixtrack Pro 3 Musikmesse 2015  ·  Quelle: gearnews

Hercules Jogvision Musikmesse 2015

Hercules Jogvision Musikmesse 2015  ·  Quelle: gearnews

Gemini GMX Musikmesse 2015

Gemini GMX Musikmesse 2015  ·  Quelle: gearnews

Keine Frage: 2015 fiel das Angebot für DJs auf der Musikmesse etwas kleiner aus als in den Jahren zuvor. Dieser Umstand mag daran liegen, dass Traditionsfirmen wie Vestax unlängst in die Insolvenz gegangen und Firmen wie inmusicbrands nur mit einem Teil des Portfolios aufgelaufen sind oder andere wichtige Hersteller wieder einmal gänzlich mit Abwesenheit glänzten. Doch wer einen Stand gebucht hatte, der konnte in der Regel etwas Neues zeigen und so ließ sich auch in diesem Jahr interessantes Equipment in den Hallen 5 und 5.1 befingern.

Rane beispielsweise waren mit dem TTM-57MK2 und den Rotary-Mixer MP2015 angereist, ihren beiden Flaggschiff Club- und Battle-Mixern und verkündeten hinter vorgehaltener Hand, dass der MP2015 in Kürze Traktor Scratch Pro Certified werde. Macht Sinn, wenn man sich überlegt, dass das Pult als Rotary-Luxusliner kaum die Serato-Scratcher ansprechen dürfte.

Allen&Heath zeigten ihre neuen Pulte Xone:43 und Xone:43C in Verbindung mit Serato, Traktor und den K2-Controllern. Am Reloop Stand gegenüber gab es das Beatpad 2 leider nur im Schaukasten anzusehen, da noch letzter Feinschliff bezüglich der Software-Integration zu bewerkstelligen war. Sie hatten aber zudem noch zwei neue Mischpulte dabei – das RMX 22i und 33i – die über einen Split-Output für das iPad verfügen und somit zwei Monosignale aus zwei App-Decks auf den Master schicken können. Persönlich hätte ich es bevorzugt, Reloop hätten Vierkanal-USB-Audiointerfaces verbaut, denn Doppel-Mono ist wohl eher was für den Hobbyisten. Dafür kostet das 22i allerdings nur gut 250 Euro und es bietet immerhin einen zusätzlich Aux-In, wo man sein Tablet auch stereo einspeisen kann. Bei Numark hingegen gab es unter anderem die Lightwave-Box sowie das Mixtrack Pro 3 und den NS7III anzusehen.

„Pioneer DJ“ debütierten als Brand, waren jedoch wie immer mit einem großen Stand vertreten und stellten ein umfangreiches Portfolio aus. Darunter die Controllerflotte DDJ-SX/SB/SR, die CDJs und DJM-Pulte, neue Studio-Boxen namens RM-05 und RM-07, das Kopfhörer-Arsenal, Kuvo und die All-in-One Workstation XDJ-RX, die auf Pioneers Software Rekordbox setzt. Ein weiterer Beleg dafür, dass der Trend beim Controller zum integrierten Display geht. Digitaler DJ-Workflow ohne Laptop? Find ich prima. Neben den „Big 5“ durfte man noch Geminis neue GMX-Serie und den MDJ-1000 Controller ausprobieren. DJ-Tech hatten ihren Thud Rumble TRX, L-One und Dif-3x dabei und Casio waren im Basement mit den Trackformern zugegen, zwei wirklich außergewöhnlichen DJ-Tools, die an Han Solos rasenden Falken aus Star Wars erinnern. Auch wieder dabei: Das koreanische Go-DJ System, in diesem Jahr mit Monster-Branding! Damit war man aber dann auch schon so ziemlich durch und konnte sich bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein in Equipment-Smalltalk vertiefen oder in die Recording, PA oder sonstige Hallen abtauchen.

Bekanntlich ist nach der Messe ja vor der Messe und die Spatzen pfeifen es bereits lautstark von den Dächer, dass die Verantwortlichen für die Musikmesse und die Pro Light and Sound für 2016 neue Konzepte geplant haben. Die Musikmesse öffnet ihre Pforten bereits vom ersten Tag an für Publikum und startet 2 Tage nach der PLS. Ein Blick auf die Hallenaufteilung lässt vermuten, dass DJ ein neues Zuhause in Halle 9 finden könnte, wo der Tenor „Electro meets Recording“ lautet. Mitunter könnte es auch Brands wie ADJ, die ich dieses Jahr nicht in Halle 5.1 ausmachen konnte, für immer zur PLS verschlagen. In gut 12 Monaten wissen wir mehr.

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Ich fands dieses Jahr auch eher dünne. Gerade die Vestax Pleite sitzt bei mir noch tief. Ich tu mich noch schwer mit passendem Ersatz.