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Bob Moogs Wunsch geht langsam in Erfüllung  ·  Quelle: moogmusic.com

Mit den Worten „Ich habe die Hälfte der Firma verkauft“ trat Michael Adams auf seine Mitarbeiter zu. Die wohlgeplante Stille durchbrach er schließlich mit „An euch!“ Bisschen fies, aber schön inszeniert. Damit ändert sich einiges für Moog und die Mitarbeiter.

Wenn man bedenkt, dass Adams die Firma quasi im Tot-Zustand übernommen hat und anschließend zu dem gemacht hat, was sie heute ist, ist das schon sehr beachtlich. Die Mitarbeiter können durch ein Beteiligungsprogramm 49% des Unternehmens erwerben, er selbst behält 51%. Diese sollen allerdings über die nächsten sechs Jahre innerhalb bzw. von der Firma aufgekauft werden. Für diese sechs Jahre wird den Angestellten ein fester Job zugesichert. Die Anteile werden wieder ausgezahlt, wenn der Mitarbeiter pensioniert wird.

Es war Bob Moogs Traum, dass die Firma eines Tages den Angestellten gehört. Laut New York Times gibt es in den gesamten USA nur 7000 solcher Firmen, die den Mitarbeitern Anteilerwerb erlauben. Diese Unternehmen haben aber eine engere Verbundenheit innerhalb und durchstehen finanzielle Engpässe leichter. Ich weiß gar nicht, ob es sowas in der Form auch in Deutschland gibt.

Adams hat auch verlauten lassen, dass er plant, aus der Firma auszusteigen. Wenn er seine 51% der Anteile verkauft, dann hat er sicherlich eine ausreichende Alterssicherung. In Anbetracht seiner Leistung gegenüber der Firma denke ich ist das auch berechtigt. Das heißt, dass in absehbarer Zeit ein Nachfolger gefunden werden muss – aber sicherlich nicht sofort. Auf jeden Fall besser, als für den schnellen Geldfluss an eine gesichtslose Firma bzw. Person zu verkaufen, die nicht an den Produkten interessiert ist, sondern nur an den Gewinnen. Schade, dass man sowas nur selten liest.

Mehr Infos: New York Times

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Onkel Sigi

Respekt, Mike Adams! Toll. Und das im Land des Hyper-Kapitalismus USA.