Der Gitarrensound von „Money for Nothing“: Kling‘ wie die Dire Straits mit Plugins, Budget Gear oder Studioequipment!
Mit diesem Equipment kommst du dem Sound von Mark Knopfler näher!
Eigentlich könnte es auch zu den besten Gitarren-Intros gehören, dieser Gitarrensound von „Money for Nothing“ ist einer der legendärsten der Rockgeschichte. Was Mark Knopfler und die Dire Straits da hinzaubern, das muss man soundtechnisch erstmal erreichen! Schauen wir uns an, wie du dem Sound von Mark Knopfler mit Plugins, Budget-Gear für Einstiegspreise oder auch teurem Studioequipment näherkommst!
Alles über den Gitarrensound von „Money for Nothing“
Back to 1985
„I want my M – T – Veeeeeee“… und dann ist da dieses Riff. Dieser knarzige Gitarrensound, der laut Dire-Straits-Sänger und -Songwriter Mark Knopfler stark an Billy Gibbons‘ Tone beim ZZ-Top-Hit „Gimme all your lovin'“ angelehnt ist. Alles nicht so episch, wie der Titeltrack von Brothers In Arms, dem Album auf dem der Song 1985 erschien.
Aber genau dieses Understatement, diese Laid-Back-Attitüde, mit der Knopflers Charakter im Song sich über sein Leben beschwert, macht den Reiz des Songs aus. Und natürlich das Riff. Um den Gitarrensound von „Money for Nothing“ ranken sich einige Mythen. Knopfler selbst hat zur Entstehung des Sounds wenig gesagt, der Produzent des Albums Neil Dorfsman dafür in verschiedenen Interviews über die Jahre umso mehr.
Dorfsman hat in verschiedenen Interviews bei der Frage nach dem Equipment eone wechselnde Erinnerung, was für den Gitarrensound verwendet wurde. Auch Knopflers Guitar Tech Ron Eve schilderte in einem Interview wiederum seine ganz eigene Erinnerung. Was feststeht: „Money for Nothing“ ist nicht nur das Produkt von Mark Knopflers Songwriting und dem Talent der Dire Straits, sondern auch einer ganzen Reihe von Zufällen.
Making of „Money for Nothing“
Was das Riff betrifft, beschreibt es Knopfler in einem Interview mit dem Guardian so:
Das Gitarrenlick ist nur ein Stomp, ein Zwei-Finger-Boogie. Es stammt aus dem Clawhammer-Stil und hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Es hat einfach Spaß gemacht, das zu spielen.
Wer davon noch nie gehört hat: der Clawhammer-Stil ist ein dem Banjo entliehene Art und Weise die Seiten beim Fingerpicking mit Daumen und Zeigefinger in einer Art Klauenposition anzuspielen. Hier gilt also, bevor wir zu den technischen Details kommen, mal wieder die Devise: Der Sound ist in den Fingern.
Noch legendärer ist die Entstehung der Lyrics: Laut Knopfler sei er in einem Haushaltswarenladen gewesen und habe zufällig eine Unterhaltung zweier Männer mitbekommen, die sich über ihre berufliche Situation austauschten und gleichzeitig Musikvideos von MTV kommentierten, die auf einer dortigen Fernsehwand liefen. Die Aussagen inspirierten Mark so, dass er sich Stift und Papier lieh, um die Unterhaltung mitzuschreiben.
Das „I want my MTV“ im Intro wird übrigens von Sting in der Melody von „Don’t Stay so Close to me“ gesungen, was laut Knopfler daher stammte, dass The Police zu der Zeit häufig Werbung für MTV mit diesem Wahlspruch machten.
Der Gitarrensound von „Money for Nothing“
Für den Gitarrensound von „Money for Nothing“ soll Strat-Fan Knopfler überraschenderweise auf eine Les Paul Junior zurückgegriffen haben, die entweder durch ein Combo von Laney (Dorfsman) oder einen Marshall JTM45 mit einem einzelnen SM57 abgenommen wurde.
Und ab hier wird es etwas schwammig: Manche, inklusive Knopfler selbst, behaupten, der Hauptanteil dieses doch sehr ungewöhnlichen, sehr mittenlastigen Sounds läge an den gleich mehreren SM57, die während der Aufnahmen im engen Aufnahmeraums der Air Studios versehentlich angestoßen wurden und dann auf den Boden statt auf den Speaker zeigte.
Andere wieder (Dorfsman) sehen den Hauptanteil in einem teilweise geöffneten Wah-Wah von Morley oder (Eve) einem Cry Baby. Es bleibt also nicht ganz 100%-ig eindeutig. Der Anteil des Spielens selbst dürfte hier aber mit der größte sein.
„Money for Nothing“ mit Plugins
Entweder (Audiointerface und Gitarre mit Humbuckern vorausgesetzt) baut ihr euch entweder eine Kette aus Tubescreamer, Marshall-Amp-Plugin und Wah-Plugin (dann muss das ganze zwingend in einer DAW und nicht Standalone passieren) oder ihr baut euch die Signalkette in einem einzelnen Gitarrenplugin wie Amplitube 5*.
Geht ihr ersteren Weg, gibt es beispielsweise die kostenlosen Plugins bx_greenscreamer oder 808 Overdrive Pro für den Tubescreamer-Vibe. Für den Gitarrensound von „Money for Nothing“ braucht es hier nur eine ganz sachte Gain-Anhebung. Für das Wah gibt es ebenfalls eine kostenlose Lösung von Nembrini oder für 25$ das „WF3607 Wah Filter“ von Kuassa.
Beim Amp geht es entweder in Richtung Marshall, wo die Softube Amp Room Marshall Suite* eine gute Wahl ist.
Der Gitarrensound von „Money for Nothing“ mit Budget-Gear
Wenn der Sound eines Songs so sehr aus den Fingern kommt, reicht oft schon sehr günstiges Gear, um einem berühmten Gitarrensound näherzukommen. Ein roter Faden meiner Serie ist, dass man für Plugins wie Amplitube und günstige Modeller wie der Boss Katana Serie* (Money fot Nothing Preset) oder dem Valeton GP-5* fast immer Presets findet, die bei Pedalen und Amps klanglich oft gar nicht so weit weg vom Original sind.
Aber auch ohne fertiges Preset sind viele der Einsteiger-Multieffekte mit ein wenig Einarbeitung tonal vielseitiger als man denkt.
Wie man den „Money for Nothing“-Sound mit Studioequipment erreicht
Den Gitarrensound von „Money for Nothing“ mit Hardware zu erreichen, die dem Original möglichst ähnelt, ist in diesem Fall nicht die allerteuerste Angelegenheit. Neben Knopflers Stil braucht es eine Les Paul, bei der man den Bridge-Humbucker spielt, den Tone-Regler aber ganz runterdreht. Mittenlastig soll es sein.
Tubescreamer* und Crybaby* sind da noch die günstigen Investitionen, beim Marshall-Amp tut es ein Silver Jubilee* plus farblich passendem Cab*.
Fazit
Na, wie kommt ihr dem Gitarrensound von „Money for Nothing“ näher? Klappt das auch mit klassischem Plektrum-Stil? Welche Pedale und Amp-Settings habt ihr dafür verwendet?
Schreibt es uns in den Kommentaren!
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