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DRC Synth App, iOS

DRC Synth App, iOS  ·  Quelle: eigenes

iOS-Apps gibt es einige, manche entpuppen sich als in-App Kauf-Falle. DRC ist ein klassischer „analog ähnlicher“ Synthesizer.

Auch wenn man dieser App anschaut, tauchen die Klänge als In-App-Kauf auf, man erhält den Synthesizer quasi „leer“, wenn man dies nicht macht. Doch damit kann man hervorragend leben. Heute scheint die Synth Engine, welche laut App-Store 12,99 Euro kosten soll, nicht gesperrt zu sein, denn es lassen sich alle Fader schieben und Klänge speichern. Man hat also Zugriff auf den kompletten Synthesizer.
Temporär kostenlos zum Zeitpunkt des runterladens zumindest. Wir konnten bis zum Schluss nicht herausfinden, ob der angegebene In-App Kauf temporär deaktiviert ist für einige Zeit oder ob die App nach einiger Zeit seine Synthengine bezahlt wissen will, wenn ja, wäre das neu und ein wenig unfreundlich. Wir prüfen das. Zur Zeit läuft die Version, die geklickt wurde zum Zeitpunkt des Angebots (Datum dieses Artikels) frei und kostenfrei.

Die Möglichkeiten sind nicht mal so spartanisch, wie die Site das ankündigt. Ringmodulation ist im Mixer-Bereich einstellbar und die beiden Oszillatoren lassen sich hart miteinander synchronisieren. Diverse Filtertypen mit 4- und 2-Pol Steilheit (also 12- und 24 dB pro Oktave) werden angeboten.

Die beiden Oszillatoren haben Unterstützung durch einen Suboszillator und die Modulationsmöglichkeiten sind durch zwei LFOs und ebenso viele ADSR-Hüllkurven faktisch der Umfang eines klassischen „analogen“ Synthesizers. Das Rauschen kann vor dem Einsatz noch gefiltert werden. Die LFOs reichen nicht ganz in den Audiobereich hinein, aber der Klang ist absolut gut und brauchbar, ziemlich neutral und wegen der Optik nicht anstrengend zu bedienen. Das könnte auch ein sehr schöner Einstieg in die Welt der Synthesizer sein.

Der Arpeggiator ist mit 1/128 sehr schnell. Die Art der Auswahl, was gerade editiert werden soll, ist in 4 kleine Segmente unterteilt, was immer eine handvoll Parameter frei gibt und niemanden überfordern wird. Pulsbreitenmodulation und ein paar einfache Modulationsverbindungen beherrscht er ebenfalls, sodass er sich auf dem Niveau eines klassischen polyphonen Synthesizers befindet. Die Art, wie die Hüllkurven reagieren, ist gar nicht mal schlecht. Also am besten jetzt laden, vermutlich ist die Engine offiziell irgendwann wirklich gesperrt und 12,99 Euro wäre etwas zu viel – außerdem läuft die App auf iPhone und iPad. Unterstützt wird auch Ableton Link und Audiobus. Offenbar gibt es den DRC auch für Android. Wie auch immer – ein sympathischer kleiner Synth.

Hier kann man ihn finden. 

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Jan
Gast
Jan

So ganz umsonst ist der Synth leider nicht zu haben. Es handelt sich hierbei um eine Demo, die sich sieben Tage lang im vollen Umfang nutzen lässt. Danach ist die Engine gesperrt und man kann diese dann für 12,99€ dauerhaft freischalten. Antesten lohnt sich aber definitiv, denn er klingt schon extrem gut und ist übersichtlich gestaltet, auch die Effekte klingen gut. Es gibt ihn übrigens auch als VST/AU-Plugin für den Rechner und mit einem optionalen Account kann man seine frisch geschraubten Patches zwischen iOS-App und Plugin hin- und hersynchronisieren. Keine schlechte Idee. Ob man’s „braucht“, muss natürlich jeder für sich… Read more »