Die 5 besten Pitch Shifter Pedale für crazy Sounds und perfektes Tracking
Monophon, polyphon, alt und neu!
Die besten Pitch Shifter Pedale bieten eine breite Palette an Effekten, von Whammy-Dives und intelligenten Akkordfolgern zu stabilem Down-Tuning, Simulation von 12-Saitern und Detune-Sounds in Studioqualität. Damit hängt die Wahl des richtigen Pedals weniger vom Preis ab als davon, wo für du es brauchst.
Das Wichtigste in Kürze
- Monophon vs. polyphon: Manche Pitch Shifter Pedale eignen sich am besten für monophone Läufe, wogegen andere Akkorde und alternative Stimmungen besser tracken können.
- Pitch-Shifter-Pedale unterscheiden sich bei Tracking, Latenz und Artefakten, besonders wenn man Akkorde umgreift, beim tiefergestimmten Spiel oder bei Extremeinstellungen
- Die moderneren Varianten bieten Funktionen wie Presets, MIDI, Expression-Steuerung und sogar virtuelle Kapodaster-Funktionen.
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Die besten Pitch-Shifter-Pedale: Wie alles begann
Wie so oft in der Welt der Gitarrenpedale begann auch das Pitch-Shifting bei der Gitarre im Studio, nicht etwa als Pedal auf dem Board. Ein Meilenstein in der Anfangszeit war der Eventide H910 Harmonizer, der 1975 auf den Markt kam.
Er gilt als einer der weltweit ersten kommerziell erhältlichen digitalen Audioeffekte, der Pitch-Shifting, Delay und Feedback kombinierte. Der H910 wurde schnell zu einer Studiolegende für Künstler und Produzenten wie Jimmy Page oder David Bowie.
So richtig in den Mainstream ging es für Pitch Shifter Pedale mit dem DigiTech Whammy, das 1989 auf den Markt kam und als das erste Pitch-Shifter-Pedal gilt. Das Whammy wandelte sich Pitch-Shifting von Studiotrick zu einem fußgesteuerten Live-Effekt. In der Rockgeschichte prägten Musiker wie Tom Morello, Jonny Greenwood, Matt Bellamy und Jack White mit kreativem Einsatz des Whammys den Gitarrensound.
Seitdem sind Pitch Shifter Pedale in zwei Lager gespalten. Die eine Richtung beinhaltet Effekte, mit denen Tonhöhen-Bends und rasante Oktavsprünge möglich sind, während die andere eher auf klare Oktaven und Polyphonie setzt. Die heutige Generation der Pitch Shifter Pedale bietet dazu Features wie artefaktarmes polyphones Shifting, virtuelles Umstimmen, 12-Saiter-Simulation und Presets.
Pitch Shifter Pedale: Was du beachten solltest
Die erste Frage, die du dir bei der Suche nach Pitch Shifter Pedalen stellen solltest, ist, wofür du den Effekt nutzen möchtest. Pedale im Whammy-Stil eignen sich hervorragend für dramatische Sweeps, Drop-Style-Pedale sind ideal für alternative Stimmungen und POG/Pitchfork-Style-Pedale bieten Oktav-Layering.
Alle diese Effekte fallen in die Kategorie Pitch Shifter Pedale, sie lösen allerdings ganz unterschiedliche Probleme. Was bei allen Pedalen aus diesem Bereich zählt:
- Tracking-Genauigkeit (Also wie genau der Effekt jedem gespielten Ton folgen kann)
- Latenz (Wie lange die Verzögerung zwischen gespielter Note und dem zu hörenden Effekt ist)
- Polyphonie (Ob das Pedal auch mehrstimmige Akkorde umstimmen kann)
- Harmonieoptionen (Ob man eine Tonart festlegen und so nur in leitereigene Töne und Akkorde pitch-shiften kann)
- Empfindlichkeit der Steuerung (Wie sehr sich das Pedal auf das Eingangssignal einstellen lässt)
Günstigere Pedale kommen häufig mit eher mittelmäßigem Tracking, aber je nachdem, was du spielst, kann das trotzdem schon vollkommen ausreichen. Was die Latenz betrifft, kommt es drauf an, ob du eher kurze, schnelle Arpeggios und funky Licks spielst oder einen eher atmosphärischen, langsameren Stil bevorzugst. Bei ersteren sind schon ein paar Millisekunden zu viel entscheidend.
Polyphonie spielt dann keine Rolle, wenn du Pitch Shifter Pedale nur für einstimmige Harmonien oder Oktaven suchst. Falls du vorhast, auch mehrstimmige Akkorde tonal zu verschieben, solltest du darauf achten, dass das Pedal, das du im Auge hast, diese Funktion auch bietet.
Mooer Pitch Box, Harmony X2 und Pitch Step
Die drei Pedale Mooer Pitch Box, Mooer Harmony X2 und Mooer Pitch Step bieten unterschiedliche Lösungen für erschwingliches Pitch Shifting. Das einfachste der drei Modelle ist die Pitch Box. Sie bietet drei Modi (Harmony, Pitch Shift und Detune) sowie einen Tonhöhenbereich von ±2 Oktaven. Dazu könnt ihr das Verschobene mit dem trockenen Signal mischen und so Harmonien oder subtiles Detuning erzeugen.
Mooer Harmony X2 und der Pitch Step gehen diesen Weg in zwei unterschiedliche Richtungen weiter. Harmony X2 konzentriert sich auf die Erzeugung komplexer Harmonien und bietet zwei unabhängige Stimmen, die aus einem einzigen Gitarrensignal Intervalle und mehrstimmige Harmonien erzeugen können.
Pitch Step hingegen ist eher im Whammy-Stil konzipiert und für Echtzeit-Pitch-Shifting gedacht, vor allem wenn man es mit einem Expression-Pedal kombiniert. Im Vergleich zur Pitch Box bieten beide Pedale mehr kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Je nachdem, was du benötigst, sind beide eher speziellerere Optionen im Bereich der Pitch Shifter Pedale.
Die Mooer Pitch Box ist auch bei Thomann*, Harmony X2* und Pitch-Step* erhältlich.
TC Electronic Brainwaves
Der TC Electronic Brainwaves vereint vier Modi (Pitch, Polyphonic, Whammy und Detune) mit bis zu zwei Stimmen, Stereo-Ein- und Ausgängen sowie TonePrint-Slots in einem kompakten, pinkfarbenen Gehäuse. In der Praxis eignet sich Brainwaves am besten für die, denen Flexibilität wichtiger ist als das absolut realistischste Pitch Shifting. Viele Reviewer und Kommentare heben immer wieder seinen Funktionsumfang, die genaue Akkordverfolgung und das Preis-Leistungs-Verhältnis hervor.
Andere berichten von einem leicht künstlichen Sound und einer dann doch spürbaren Latenz, insbesondere bei polyphonen Effekten. Damit lässt sich das Pedal leicht in einer Übersicht der besten Pitch Shifter Pedale einordnen:
Es ist eine gute Wahl für die, die ein kompaktes Pedal suchen, das Harmonien, Oktaveffekte, Faux-Whammy-Effekte und Detune-Texturen beherrscht, ohne ein Vermögen auszugeben. Falls jedoch ein besonders natürliches Tracking und ein natürlicher Sound deine obersten Prioritäten sind, solltest du dich vielleicht nach einem anderen Modell umsehen.
Das TC Electronic Brainwaves ist bei Thomann* erhältlich.
EHX Pitch Fork, Intelligent Harmony Machine und POG
Der EHX Pitch Fork kann dein Signal um bis zu 3 Oktaven nach oben oder unten oktavieren. Dazu bietet das Pedal einen Modus mit gleich zwei Voices und es unterstützt zudem die Steuerung über ein zusätzliches Expression-Pedal für Whammy-artige Sweeps.
Im Vergleich zu anderen EHX-Pedalen ist der Pitch Fork die vielseitigste Option, die auf kleinstem Raum besonders viele Pitch-Shifting-Modi abdeckt. Er ist jedoch nicht ganz so darauf ausgelegt, besonders realistisch klingende Oktavierungen oder Harmonien zu erzeugen.
Anstatt sich auf monophone Intervallverschiebungen zu konzentrieren, erzeugt der mächtige Electro-Harmonix POG3 komplexe, vielschichtige Sounds mit bis zu sechs komplett separaten Stimmen, die einzeln gemischt und geformt werden können. Das Pedal bietet außerdem 100 Presets, Stereoausgänge, MIDI-Steuerung, Expression-Steuerung sowie zusätzliche Filter- und Modulationswerkzeuge.
Die Electro-Harmonix Intelligent Harmony Machine liegt irgendwo dazwischen. Neben den üblichen Pitch-Shifting- und Oktaveffekten kann sie Harmonien generieren, die auf einer ausgewählten Tonart und Tonleiter basieren.
Im Vergleich zum Pitch Fork bietet sie eine intelligentere Harmonieerzeugung, im Vergleich zum POG büßt sie jedoch etwas an der präzisen Steuerung der Oktavmischung ein. In unserer Liste der besten Pitch Shifter Pedale ist es damit die musikalischste Option der drei EHX-Pedale.
EHX Pitch Fork* und Pitch Fork+*, POG 3* und Nano POG* , wie auch Intelligent Harmony Machine* und die neu erschienene Pico Intelligent Harmony Machine* sind alle bei Thomann erhältlich.
Die besten Pitch Shifter Pedale: DigiTech Whammy, Hammer-on, Ricochet und The Drop
Das DigiTech Whammy ist wohl das berühmteste Pitch-Shifter-Pedal der Gitarrengeschichte. Ihr könnt damit Töne stufenlos um bis zu zwei Oktaven nach oben oder unten verschieben und so Harmonien oder abgefahren verstimmte Texturen erzeugen. Das leicht künstlich klingende Tracking des Whammy ist für viele Teil seines Sounds.
Im Vergleich dazu führt das HammerOn das Whammy-Konzept in eine noch experimentellere Richtung. Im Grunde handelt es sich um eine Art kreativer Workstation mit verschiedenen Modi für Intervalle, Harmonien, ganze Notensequenzen sowie Kapodaster- und Drop-Tuning-Simulationen.
DigiTech beschreibt es als „sieben Pedale in einem“, mit Tonhöhenbereichen von zwei Oktaven nach unten und nach oben.
Die beiden kleineren Pedale der Digitech-Serie sind dagegen eher auf besondere Anwendungsfälle ausgerichtet. Der DigiTech Whammy Ricochet Pitch Shifter erzeugt Pitch-Sweeps im Whammy-Stil aber ohne Expression-Pedal, indem es einen Moment-Fußschalter nutzt, der die Tonhöhe automatisch nach oben oder unten schießen lässt und dann, wenn man den Footswitch loslässt, zur ursprünglichen Note zurückkehrt.
Der DigiTech The Drop hingegen ist in erster Linie für Instant-Drop-Tunings konzipiert und ermöglicht es Gitarristen, die Gitarre um Halbtonschritte nach unten zu transponieren, ohne in echt umstimmen zu müssen.
Hol dir das Whammy* bei Thomann und schau dir dort auch The Drop*, The Whammy Ricochet* und Whammy Hammer-On* an.
Boss XS-1 und XS-100
Der Boss XS-1 Poly Shifter ist das kompaktere Modell aus der neuen XS-Pitch-Shifter-Serie von Boss. Als einfacher polyphoner Pitch-Shifter konzipiert, ermöglicht er Verschiebungen von bis zu ±7 Halbtönen oder ±3 Oktaven über eine simpler Bedienoberfläche mit zwei Reglern. Das Pedal bietet dazu einen Detune-Modus für Chorus-ähnliche Effekte und unterstützt einen Momentary-Modus sowie externe Expression-Steuerung für Pitch-Glide-Effekte.
Preislich etwas höher angesiedelt ist der Boss XS-100 Poly Shifter. Er verfügt über ein integriertes Expression-Pedal für Sounds im Whammy-Stil, eine polyphone Tonhöhenverschiebung um bis zu 4 Oktaven nach oben oder unten sowie bis zu 30 User-Presets. Das blaue Monster bietet zudem erweiterte Anschlussmöglichkeiten, darunter MIDI- und externe Expression-Unterstützung sowie zusätzliche Routing-Optionen.
Der Algorithmus des Pedals ist darauf ausgelegt, einen möglichst natürlichen Sound und schnelles Tracking zu gewährleisten, selbst bei Akkorden und schnellem Riffing. Im Vergleich zum XS-1 ist das XS-100 im Grunde das „Boss Whammy“: größer, mit weitaus größerem Tonumfang und speziell für ausdrucksstarke Performances mit dem Expression-Pedal gedacht.
Das Boss XS-1* und das XS-100* sind bei Thomann erhältlich.
Fazit
Zum Abschluss unserer Liste der besten Pitch Shifter Pedale ist nun die Bühne eure, liebe Leserschaft! Welches ist euer Favorit unter den Pitch-Shifter-Pedalen? Welchen Geheimtipp haben wir vergessen?
Schreibt es uns in den Kommentaren!
FAQ: Die besten Pitch Shifter Pedale
Was ist der Unterschied zwischen einem Pitch-Shifter und einem Oktavpedal?
Ein Oktavpedal ist eine Art Pitch-Shifter, der euer Signal um genau eine oder mehrere Oktaven nach oben oder unten verschiebt. Im Gegensatz dazu kann ein Pitch-Shifter euer Signal auch um Halbtöne verschieben, Harmonien erzeugen, alternative Stimmungen simulieren oder verstimmte Doubling-Effekte erzeugen.
Sind die besten Pitch Shifter Pedale für alternative Tunings im Live-Einsatz geeignet?
Das hängt vom Pedal ab und davon, wie weit du umstimmen willst. Viele empfehlen spezielle Down-Tuning-Pedale wie das DigiTech Drop für Live-Auftritte, warnen aber auch davor, dass zu große Intervallverschiebungen zu mehr Artefakten und einem weniger natürlichen Spielgefühl führen können.
Warum wirken Pitch Shifter Pedale manchmal verzögert beim Spielen?
Digitales Pitch Shifting erfordert, dass das Pedal das Signal analysiert, bevor es es verschiebt, sodass eine gewisse Latenz üblich ist, besonders bei sehr tieferen Sounds oder komplexem, polyphonem Material.
Brauche ich polyphones Pitch-Shifting?
Falls du ganze Akkorde tonal sauber verschieben oder alternative Stimmungen simulieren willst, dann ja. Wenn du einen Pitch-Shifter allerdings nur für Single-Note-Leads, Dive-Bombs oder Spezialeffekte brauchst, ist ein monophones oder weniger auf Akkorde ausgerichtetes Pedal vielleicht die bessere und musikalischere Wahl.
Was ist wichtiger: Tracking oder Funktionen?
Für die meisten Spieler steht das saubere Tracking an erster Stelle. Ein Pedal mit vielen Modi ist weniger nützlich, wenn die verschobene Note zu spät einsetzt oder bei Akkorden stottert.
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