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Apple Macbook Update

Apple Macbook Update  ·  Quelle: Apple / Montage

Was für ein Chaos war das bis jetzt in allem, was nicht „Pro“ heißt bei den Macbooks. Da gab es das kleine langsame 12″ Macbook für „Facetuber“, dann die Air-Serie und die etwas halbgaren und veralteten 13″ Macbooks. Da kommt nun Linie rein! 

Das kleine und leichte Macbook 12″, was zwar für Musiker wenig tauglich ist, aber super für mobile Leute, war und ist und der erste Kandidat für ARM-Prozessoren ist nun raus aus dem Programm. Die untere und günstigste Serie heißt nun Air und ist schon seit der letzten „Renovierung“ retiniert. Sie sind um rund 100 Euro günstiger geworden und sind als neue Serie nun wieder auf dem neusten Stand. Sie sind von mittlerer Leistung und haben zwei Kerne. Damit sind sie keine Rennmaschinen, aber man kann damit durchaus eine DAW fahren und ein wenig Musik machen ohne höhere Ansprüche gegenüber der Pro Serie.

Die Books sind leicht und mit einem i5 und 8 GB eher minimal ausgestattet. Die übliche Frechheit begegnet uns bei Apple eigentlich stets bei der SSD, die beim kleineren Angebot 128 GB SSD anbietet, was vollkommen frech ist, beim größeren sind es müde 256 GB. Nun wird man hier wohl eher Office-Menschen und Studenten mit gutem Geldbeutel erreichen wollen, dennoch ist das ein Bremser.

Klicken kann man sich 16-GB- und 1-TB-SSDs und landet dann statt bei 1.500,– Euro bei gut 2.200 Euro. Wer moderat arbeiten möchte, kann sich mit einer 512 GB SSD bei knapp unter 2.000,– Euro aufhalten und ist im Rahmen des „Machbaren“ und unter der bösen Schallmauer. Der Turbo Boost bringt das Book auf 3,6 GHz, was es nicht zum Bratobjekt für den Schoß machen wird.

Soweit zu der untersten aktuellen Serie, die bei knapp über 1.000,– Euro startet. Dann aber mit jenen unterdimensionierten 8 GB und 128 GB SSD, mit denen man wohl nur weiterkommt, wenn man heftig Cloud-Speicher verwendet, alles extern sichert, primär surft und Office macht und hin und wieder mal ein Video gucken will oder vielleicht einen oder zwei Softsynths laufen lassen will. Für eine DAW ist das natürlich knapp.

MacBook Pro 13″ – mit Touchbar und T2

Offenbar verabschiedet sich Apple konsequent von den 13″-Modellen mit schwacher Ausstattung und ohne Touchbar und trennt endlich logisch die Modellreihen: Pro ist mit Touchbar und mindestens vier Kernen ausgestattet, während man beim Air mit 2 Kernen und ohne Touchbar leben muss. Außerdem wird eine neue Tastatur entwickelt, denn die bisherige ist erwiesenermaßen schlecht. Ob sie hier bereits verbaut werden, ist noch nicht gesichert.

Die 13″-er Baureihe startet bei 1500,– Euro und brutaler Unterdimensionierung von RAM und SSD (8 GB und 128 GB) und i5-Prozessor mit 3,6 GHz und 3,9 kHz Boost. Audiokram braucht hohe Taktraten. Den i7 mit stolzen 4,5 GHz Turboboost sollte man sich daher als Musiker stets gönnen. Dafür zahlt man 360,– Euro extra.. Damit ist man bei 1.800,– Euro. Eine brauchbare Mindestausstattung bei der SSD liegt mit 512 GB bei 2.300,– Euro, genau genommen ist man mit 2.500,– Euro dabei, da man auch die 16 GB mitnehmen wird und sollte. Wer mag, kann sogar auf 4.8 GHz gehen und auf gute 2800€ für das schönste „rechtsunten-Modell“ votieren. Damit hat man dann einen guten Rechner. Aufpreise für 1 TB bzw. 2 TB sind wie immer unfair teuer (250,– bzw. 750,– Euro mehr), was aber seit 2016 nicht mehr sonderlich überraschend ist. Aber die SSD-Preise sanken bei allen Macs um sehr nennenswerte Summen. So spart man bei 1-2TB SSDs inzwischen mehrere Hundert Euro, was man zumindest anerkennend bemerken muss. Apple ist teuer aber günstiger als vorher und sie sollten den Trend weiter fahren und die Preise senken und die Ausstattungen erhöhen.

Dafür ist die kleine Reihe gegenüber den 8-Kern 15″ zumindest angepasst worden und auch wieder für Musiker zu empfehlen, die sich für MacOS entscheiden und nicht so große Rechner wünschen. Besonders das schnellere Modell taktet hoch und sollte damit eine gute Wahl werden für Plug-ins. Denn der hohe Takt ermöglicht vieles, so der Rechner insgesamt nicht zu schnell erhitzt, dürfte das eine gute Wahl sein und werden. Vermutlich die meistgewählte Option ab heute.

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Natürlich kann man sich bei Apple über Preise und Konfiguration selbst mal durchklicken.

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Tom
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Bei den Apothekenpreisen greif ich jetzt lieber im Windows Notebook Lager zu. HP hat hier mit dem Spectre stark aufgeholt. Für i7, 16GB RAM, 512SSD und GeForce ist man mit 1800 dabei. Touch Display inklusive.

claudius
Editor

Bei WIndows gibt es den Vorteil der Drittanbieter. Microsofts eigene HW ist genauso frech bepreist.

Daniel
Gast

Ich war immer ein grosser Windows Fan. Mit der Kombi Win/Ableton hatte ich definitiv keine Zeit für Musik mehr. Stundenlanges pröbeln und Foren durchsuchen war nun angesagt. Nach viel Frust bin ich dann etwas unfreiwillig auf Mac umgestiegen. Seither habe ich definitiv keine Probleme mehr mit der Software und den angehängten Synthies. Der Preis dafür ist m.E. viel zu hoch…

Jomo
Gast

Ich hab mir einen Mac Mini fürs Studio geholt. Hat 750 € gekostet. Dazu noch eine externe SSD für 60€. 810€ für einen superstabil laufenden Musikrechner mit ausreichend Power und komplett Geräuschlos finde ich jetzt nicht zu hoch bepreist. Anders sieht es bei den großen Pros aus. Aber da rudert Apple ja auch schon langsam zurück. Z.B. bei den superfrechen Preisen für größere SSDs.