von Moogulator | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Aodyo Anyma Phi

Aodyo Anyma Phi  ·  Quelle: Aodyo

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Eine Kickstarter Aktion hat den Anyma Phi ermöglicht. Auf der Superbooth 2021 wurde auch angekündigt, dass es massive Update geben wird. Nun ist die Version 1.0 auf dem Tisch. Der Aodyo Instruments Physical Modelling Synthesizer wird erwachsen, lässt sich durch Draufklopfen spielen und ist quasi dreistimmig geworden. 

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Aodyo Anyma Phi: Neuerfunden

Die neue und finale Version hat die Versionsnummer 1.0. Damit ist auch aus Sicht der Hersteller das Gerät jetzt fertig und bereit. Es handelt sich um einen Synthesizer mit ungewöhnlicher Synthese. Er kann bis zu drei „Oszillatoren“ liefern und sehr viele Elemente, die nicht unbedingt Teil eines subtraktiven Klassikers sind. Das Update ist aktuell offiziell noch im Beta-Status und kurz davor kostenlos an alle verteilt zu werden. Dazu wird es auf der Website dann den Download geben, egal wann das Gerät gekauft wurde. Die Beta-Version lässt sich über Windows, Linux und macOS, aber auch schon jetzt laden. Den Link dazu findest du unten.

Neu ist auch das Triggern von Drum Sounds über das Klopfen auf das Gehäuse. Verschiedene „Schlagtechniken“ lassen Bassdrum oder Snare erklingen. Und das ohne das Auslösen von Sensoren. Generell ist Anyma Phi breiter aufgestellt als ein Spezialist für Blasinstrumente, wie das sonst bei Physical Modelling Konzepten meist ist. Es gibt eine Reihe dehnbarer Modelle und Baugruppen, die beliebig einstellbar sind und organische Ergebnisse liefern. Dazu gibt es auch einen Software-Editor, der die Bedienung verständlicher macht. Dennoch ist es auch möglich am Gerät zu editieren.

Was wird geboten?

Der Synthesizer hat einen Arpeggiator bekommen, hört auf Synchronisation via MIDI, lässt sich per Microtuning auch auf speziellere Tonskalierungen ein.

Die Zufallsfunktion sucht zum bestehenden Patch die passenden Modulationen und baut sie in die Modulationmatrix ein. Außerdem kann ein Klang zufällig erwürfelt werden. Das geschieht im Editor, während die „Einklopf-Funktion“ natürlich nur über das Gerät möglich ist.

Neu sind die Modelle Bow, Wind und Strike, die Snares, Saiten und Blasansätze für ein Klangmodell liefern. Dazu gesellt sich eine Zugriegelorgel mit Leslie, ein Granularprozessor für und auf der Audioebene, ein Kompressor und „Booster“ mit Noise Gate, VA- und FM-Synthese sowie Chaosgeneratoren bis hin zum „Game of Life„. Die Klang-Engine ist damit deutlich flexibler und offener und nicht mehr nur monophon wie bisher. Allerdings ist und bleibt der Synthesizer paraphon.

Nicht für wichtig genug hält der Hersteller Zugaben wie ein 16-Step Sequencer oder ähnliches, die man aus einer sehr langen Liste von „added“ Meldungen finden kann. Andere Firmen würden solche Features bereits abfeiern. Das ehrt die Leute bei Aodyo.

Mehr über Aodyo

Die französische Firma hat sich bisher mit Blaswandlern beschäftigt und hatte vor der Superbooth 2021 bereits erfolgreich eine Kickstarter Kampagne zur Finanzierung des kleinen Synths Erfolg gehabt. Er ist nun schon einige Zeit zu kaufen und bekommt kostenlos seine Firmware 1.0 in diesen Tagen.

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9 Antworten zu “Aodyo Anyma Phi: Interessanter Physical Modelling Synth in Version 1.0”

  1. Frage Runde sagt:

    Ist das jetzt echte Hardware?

    • moogulator sagt:

      Ja, natürlich – das Gerät ist oben abgebildet – es gibt einen Editor und einen Bestell-Link – also – ja, es ist real. Ob es Anyma-Phi-Leugner gibt ist mir noch nicht bekannt.

      • Frage Runde sagt:

        In letzter Zeit werden immer mehr Plugins abgebildet, die wie echte Hardware aussehen.
        Auf Bilder kann man sich daher nicht mehr verlassen.

        • Manfred sagt:

          Das mit dem 3D Rendern für Vst Instrumente und dann damit werben ist ein wirklich ganz oller Werbetrick der mich bisher jedes Mal verärgert hat und ich habe dann auch schnell an dieser Vst 3D Mogelpackung das Interesse verloren. Tja manche Werbung bewirkt genau das Gegenteil. Selbst schuld. Die Kongurenz ist ja nicht gerade klein, und da findet sich ehrlich gesagt meist etwas gleichwertiges oder sogar etwas noch besseres…. e

          • Ted sagt:

            Genau so geht es mir auch. Die Zeitverschwendung, auf solche Berichte geklickt zu haben, nervt immer wieder.

    • Larifari sagt:

      Ja…hab das Teil schon in den Händen gehabt.

  2. HYPNOS sagt:

    Ich habe das Gerät einige Zeit in meinem Studio getestet und es als sehr spannend für Technik-Nerds empfunden.
    Meine Intention im Anyma Phi ein intuitiv spielbares Instrument zu finden ging aber nicht auf.
    Der administrative Aufwand mit einem MPE-Controller das Anyma Phi ausdrucksstark zu spielen war mir eindeutig zu hoch.
    Als dann ein Endlos-Poti anfing zu schwächeln habe ich das Gerät gleich zurückgeschickt. Der Sound aber war edel und interessant.

  3. Marco sagt:

    Die Klänge die ich gehört habe sind fern ab jeglicher Realität. Ich kann damit gerade nix anfangen. Für experimentiereien ok, aber zum musizieren NO, not for me. Dazu 3x polifon neee parafon, also nee da bin ich raus.

  4. Ted sagt:

    Wenn das Instrument Drums, Bow- und Windinstrumente beherrscht. Ist eine Stimme, bzw. drei Pseudostimmen, viel zu wenig. Mit Streichern und Blasinstrumenten muss man Orchester spielen können, sonst ist das ganze IMO sinnlos.

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