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Alpha Forever Modular

Alpha Forever Modular  ·  Quelle: Alpha Forever

Die ungarischen Brüder Gábor und Balázs Gyutai haben während der Arbeit an Alpha Forever bestimmt manche Male daran gezweifelt, dieses VST-Plug-in für modulares Sounddesign jemals fertig zu bekommen. Das erklärt auch den Produktnamen. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Bereits das erste Promovideo überzeugt mit einem wahnsinnig guten Sound. Für Windows-Nutzer ist das eine tolle Neuigkeit – Besitzer von Apple Macs können jetzt Blass vor Neid werden.

Alpha Forever Modular

Das Konzept erinnert an modulare Systeme wie Max for Live, Reaktor, Audulus oder auch das gute alte Jeskola Buzz. Mit Hilfe von Nodes bastelt man seine eigenen Patches. Das können mono- oder polyphone Instrumente sein, aber auch Effekte und sogar beides zusammen. Als Syntheseformen gibt es verschiedene Methoden von Physical Modeling, virtuell-analog oder Wavetable.

Aktuell stehen bereits mehr als 80 Nodes zur Verfügung. Nodes sind Module, die mit Ein- und Ausgängen für Audio und andere Signale versehen sind. Darunter sind diverse Oszillatoren, Filter, LFOs, Envelopes, Verstärker, Verzerrer, Effekte wie Reverb und Delay sowie Spezialisten für Analyse, Umwandlung von Signalen und mehr. Beliebig viele von diesen Nodes kann man in einem Patch benutzen. Die einzige Grenze ist die Fantasie und vermutlich auch die Leistung des Rechners. Alpha Forever unterstützt Automation von Parametern oder MIDI-Daten.

Die Entwickler betonen, dass sich das Basteln von Patches mehr wie das Spielen eines Instruments anfühlt und nicht wie nervtötende Programmierarbeit. Während der Arbeit an einem Patch kann man immer wieder ausprobieren und den Sound checken.

Das User-Interface kann man nach Belieben vergrößern und verkleinern. Keyboard-Shortcuts beschleunigen den Workflow. Daran sieht man, dass die beiden Brüder selbst jahrelang mit dem System gearbeitet haben.

Alpha Forever Modular

Alpha Forever Node Views

Drei unterschiedliche Ansichten helfen beim Patchen. „Normal“ zeigt einfach nur die Verbindungen zwischen den Nodes. „Plug-Info“ erweitert diese Ansicht mit zusätzlichen Informationen und Daten. Mit „Scope“ sieht man bei jedem Signalpfad ein Oszilloskop. Sehr praktisch!

Die Videos geben einen guten Eindruck von den klanglichen Möglichkeiten. Das Promo-Video zur Einführung besteht laut Angaben der Entwickler aus 42 in Echtzeit laufenden Instanzen des Alpha Forever Plug-ins. Wow! Samples wurden nicht benutzt.

Das größte Manko dieses tollen Plug-ins ist aus meiner Sicht, dass es leider nicht für den Mac erhältlich ist. Hoffentlich erbarmen sich die Entwickler und legen da noch mal nach!

Preis und Spezifikationen

Alpha Forever Modular gibt es aktuell ausschließlich als VST für Windows und nur in 64 Bit. Der Preis beträgt 50 US-Dollar. Es gibt eine Demo, die keine zeitlichen Einschränkungen hat und alle Funktionen bietet, aber nicht speichern kann.

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Harald Junke
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Das Konzept ist ein altbekanntes, nur jetzt im VST2 Gewand. Bleibt die Frage, ob nicht
wie bei Synthedit, Flowstone(Synthmaker), mangels Entwicklerkapazitäten, letztlich
der Anwender das Nachsehen hat. VST2 wird von Steinberg nicht mehr unterstützt
und der Apfel Anwender möcht auch mal mitspielen. Obwohl im Newsfeed von Updates
gesprochen wird, bietet die Homepage keinerlei Zugang für registrierte Benutzer. Bei einer
Kaufsumme von 50€, sollte doch wenigstens ein Hinweis zur weiteren Unterstützung
gegeben werden. Schlechtes Marketing oder Absicht. Herrunterladen lässt sich jedenfalls nur
eine Demoversion. Bei einem Anspruch auf Profesionalität nur über soziale Medien zu
kommunizieren, halt ich für kontraproduktiv, Das ist doch eher was für Github und Kickstart.