Synthesizer Trends 2026: Neue Controller, DIY und verrückte Ideen
Von Shanghai bis Brooklyn: Neue Synthesizer, ungewöhnliche Controller und spannende DIY-Projekte
Es ist Wochenende. Es gibt aktuell sehr viele neue Impulse, die vor wenigen Monaten so noch nicht da waren. Deshalb gibt es auch wieder einen Streifzug durch die Welt des Klangs. Gerade bei den Synthesizer Trends 2026 passiert einiges. Es fanden mehrere Messen statt, und wir haben uns auch bei jungen chinesischen Herstellern umgesehen. Die Preise fallen massiv und die Hersteller rücken näher an die User heran. Mal freiwillig, mal nicht.
Synthesizer Trends 2026: Die spannendsten Entwicklungen im Überblick
Synthesizer Trends 2026: Musiker werden zu Entwicklern
Wild ist gerade die Welt der Synthesizer. Es passiert fast täglich etwas, das einfach ein ziemlicher Hammer ist. Wir scheinen gerade eine neue Welt zu betreten, in der der Nutzer mit etwas Engagement selbst zum Hersteller oder Ingenieur werden kann. Das ist auch eine Art Demokratisierung der Möglichkeiten, nicht nur der Mittel.
Was noch weitgehend den Herstellern überlassen bleibt, ist die Hardware. Es gibt aber viele kleine Entwickler, die auch so etwas wie einen neuen Teenage Engineering OP-1 bauen. Nur eben auf generischer Hardware, etwa einem Game-System für wenig Geld (50 bis 99 Euro).
DIY-Synthesizer und Hacking: Eigene Instrumente entwickeln
Schon heute bekomme ich per Mail immer wieder Angebote von Werbenden aus Fernost, die beschreiben, wie einfach es sei, Custom-PCBs, also Platinen samt Bestückung, zu bestellen. Das könnte man tatsächlich tun. Ich möchte meine eigene Groovebox oder einen Synthesizer bauen? Wieso nicht gleich in Kleinserie? „Für Freunde und mich“. So etwas wie vor einigen Jahren der MiditraC. Das sind nicht zwingend neue Synthesizer Trends, aber es passiert immer häufiger.
Dahinter stecken natürlich noch immer eine Menge Arbeit und Wissen über Bedienung und Nutzen. Aber wieso eigentlich nicht? Ein M-Vave oder ein gehackter KORG opsix oder auch minilogue sind schon noch etwas anderes als wirklich nach eigenen Maßstäben entwickelte Hardware mit Knöpfen, Audioanschlüssen, Fadern und Displays. Interessant ist, dass nicht alles davon auch auf den Markt kommt. Manche bauen das nur für sich selbst. Sogar mit Logo und vollständiger Bedienoberfläche.
Während sich gerade bei einem Synthesizer wie dem KORG minilogue eine durchaus gut überlegte Bedienoberfläche befindet, lassen sich mit generischen Hardware-Tools, etwas Zeit, einem Rechner und einem 100-Euro-Account für KI spannende Projekte verwirklichen. Die Preise purzeln, die Kreativen werden mehr.
Neue Synthesizer und Controller aus Shanghai
Es fanden gerade mehrere internationale Messen statt. Schauen wir mal drüber. Gerade bei den Synthesizer Trends 2026 fällt auf, wie viele kleine Hersteller mit neuen Ideen auftauchen.
Der beste Name für ein Gerät ist natürlich Heisenberg. Walter White hätte seine Freude. Hier wird eine Workstation beziehungsweise Groovebox gezeigt. Noch wirkt das Ganze spielerisch. Aber generell entsteht bei den Videos der Eindruck, dass hier viel ausprobiert und gesucht wird.
Auf der Music China 2026 in Shanghai gab es sehr viele abgefahrene, teilweise fast „selbst gebaut“ wirkende Neuvorstellungen. Neben der Enthüllung der Behringer RD-765 waren auch ungewöhnliche Controller zu sehen. Beispielsweise der Twiddle AI Peek, der erkennt, wo sich die Finger auf einer Tastatur befinden. Solche Konzepte rücken immer stärker in den Fokus und könnten günstiger sein als ein vollständiges Sensorkeyboard wie das Expressive E Osmose.
Oder auch dieses Gerät: der Puff, ein Breath Controller. Ja, er heißt wirklich so.
Controller, kleine Steuergeräte und mehr. Beispielsweise der 203 Systems Mystrix 2, eine Art portable Maschine, oder der Cadenza, ein Open-Source-Akkordsystem für 20 US-Dollar. Immer mehr davon ist unfassbar günstig bis billig. Sind das Synthesizer Trends, die neue Grenzen erreichen? Jedenfalls wird immer mehr Technik für immer mehr Leute verfügbar.
Experimentelle Controller und Instrumente aus Brooklyn
Aber es gibt auch weirde, durchaus interessante Sachen wie das, was Meng Qi immer mal wieder zeigt. Hier gibt es ein digitales Gerät, das ein bisschen wie ein PDA aussieht und Bandpass-Sounds erzeugt.
Und dann gibt es immer mehr Controller und Touch-Interfaces wie den GMXE Yola, den man eher im Buchla-Umfeld vermuten würde. Touchfelder und Sensoren. Auch solche Konzepte gehören zu den aktuellen Synthesizer Trends.
Es ist gar nicht so einfach, die richtige Mitte zu finden. Total interessant, aber vermutlich schon bei der Vorführung nicht ganz praktisch durchdacht, wenn man damit einen Satz oder auch nur ein Wort „performen“ möchte. Eine Menge Gehirnkraft ist hier sicher eingeflossen. Dennoch fällt auf, wie speziell manche Geräte auf der Brooklyn SPXPO 2026 waren.
Das ist generell auch ein Trend, etwa bei Firmen wie Soma oder Cyma. Und das ist keineswegs als Nachteil gemeint. Im Gegenteil! Nur wirst du als Musiker manches vollkommen unbrauchbar finden. Andere suchen genau das. Vielleicht sogar eher als alles, was die großen Hersteller bisher anbieten konnten?
Hier der Olydian VC-01 Sprachsynthesizer als relativ fortgeschrittener Prototyp. Und eine kleine „Demo“ dazu.
Es gibt noch etliche Berichte über ähnliche Ideen und Unternehmungen. Es wird nicht weniger spannend. Aber teilweise auch sehr speziell.
G-Strings, Andrew Huang und ungewöhnliche Performances
Andrew Huang ist eher nicht bekannt für Jokes, aber hier gibt es dann doch mal einen rein unterhaltsamen Beitrag zum Wochenende. Der String-Kurs mit echten, gespielten Strings. Nur anders, als man denkt. Das „Air“ wurde wohl nie würdevoller und anmutiger umgesetzt als hier.
Aber keine Sorge, es gibt auch ganz normale Leute, die normale Musik mit normalen Instrumenten machen. Das ist Ikue Mori mit Max/MSP am Mac und einem Teenage Engineering OP-1. Zum Abschluss der Woche. Da sich dieser Beitrag heute nicht einbetten lässt, gibt es ihn als Link: Ikue Mori auf Instagram.
Mit und ohne Hundekraft 3.0.3.
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