Gitarren-Boutique: Das digitale Liebesbekenntnis von Keith Scott und Joe Bonamassa!
Es gibt wieder jede Menge Neues in unserer Gitarren-Boutique. Bryan Adams ist wieder auf Tour. Ich war bei einem seiner Konzerte und von Keith Scotts digitalen Gitarren-Sound begeistert. Auch Joe Bonamassa bekundet seine Liebe zu digitalen Amp-Lösungen und löst damit eine kontroverse Diskussion aus. Mr. Big veröffentlichen weitere Playthrough-Videos für ihre Fans und es gibt noch ein paar Gear-News, die erwähnenswert sind.
Inhalt: Gitarren-Boutique
Keith Scott ist wieder mit Bryan Adams auf Tour
So richtig verschwunden ist Bryan Adams ja nie. Ein echter Workaholic, könnte man sagen. Was die Herren mit fast 70 Jahren Alterserfahrung da auf die Bühne bringen, ist schon sehr respektabel. Das Alter merkt man den Herren wirklich nicht an. Stimmlich ist Bryan Adams noch immer voll im Saft und die Hits vergangener Jahrzehnte sind gewaltig. Alles beim Alten, möchte man denken. Nun ja, so fast.
Gitarrist Keith Scott ist längst im Jahr 2026 angekommen und hat seine analogen Amp-Schätze zu Hause gelassen. Auf der Bühne sind zwar noch ein Vintage-Fender Bassman Topteil mit 2×12 Cabinet zu sehen, diese sind jedoch nur aus rein optischen Gründen dort platziert. Keith Scott spielt Fractal und füttert seine digital gebastelten Amps mit analogen Pedalen. Details dazu könnt ihr bei Interesse im verlinkten Video unten checken.
Denn viel wichtiger als diese technische Erkenntnis mit allen bekannten Vorteilen digitaler Amp-Lösungen, gerade auf Tournee, ist die Tatsache, dass mir und allen anderen, anwesenden Kollegen, die allesamt äußerst kritisch sind, der Gitarren-Sound großen Gefallen bereitet hat. Da war alles da. Der Ton war dick, saftig und dynamisch. Die Handschrift von Keith Scott klar erkennbar.
Keith Scott gehört sicherlich zu den großen Namen im Geschäft und kann eigentlich alles spielen, was er möchte. Ich würde sogar behaupten, dass er bei einem Hauch von Unzufriedenheit sein Gitarren-Setup ganz gewiss ändern würde. Handlungsbedarf scheint er aber nicht zu erwägen. Klanglich kann ich das bestätigen. Die Bryan Adams-Tour 2026 wurde gerade abgeschlossen. Für 2027 sind aber wieder viele Termine in Deutschland eingeplant.
Hat Joe Bonamassa ein Glaubwürdigkeitsproblem?
Die Vorstellung des neuen Fender Tone Master 59 Twin JB hat viele kontroverse Diskussionen losgetreten. In unserer Gitarren-Boutique wollen wir diese mal verkürzt aufbröseln. Viele kritische Stimmen waren seitdem zu hören. Das ist doch nur ein Marketing-Trick. Joe Bonamassa hat dafür wahrscheinlich viel Geld bekommen und erzählt der Welt nun, dass er jahrelang falsch lag und dachte, ein digitaler Amp würde einen Vintage-Amp niemals ersetzen können. In den uns vorliegenden Interviews wirken seine Aussagen zur Erfahrung mit dem neuen Tone-Master-Amp allerdings höchst authentisch und ebenso ehrlich. Er wollte den Amp eigentlich nicht mögen, doch der direkte Vergleich im Bühnen-Setting hat ihn eines Besseren gelehrt.
Hat Joe Bonamassa also nun ein Glaubwürdigkeitsproblem? Ich denke nicht! Meine Vermutung ist, dass es für Herrn Bonamassa in den vergangenen Jahren einfach keinen Bedarf gab, sich mit digitalen Alternativen zu beschäftigen. Sein persönliches Interesse war diesbezüglich nicht vorhanden. Erst die unmittelbare Erfahrung und die damit einhergehenden Vorteile digitaler Amps, gerade im Tour-Alltag, haben zu einem Umdenken geführt. Und wieder gewinnt die moderne, digitale Technik! Ich empfehle euch hierzu das Gespräch zwischen Joe Bonamassa, Jared James Nichols und Tyler Larson, welches wir unten verlinkt haben.
Mr. Big zeigen, wie es geht!
Billy Sheehan und Paul Gilbert von Mr. Big zeigen euch in neuen YouTube-Videos, wie sie einige ihrer Hits im Studio spielen. Für Fans der beiden ist das eine feine Sache. So könnt ihr euch genau anschauen, wie „Green-Tinted Sixties Mind“ und „Just Take My Heart“ richtig gespielt werden. Beide Songs stammen vom Lean into it-Album von 1991, dem wohl erfolgreichsten Album der Band.
Mad Professor Milestone Fuzz
Diese Ausgabe der Gitarren-Boutique hält aber auch noch ein paar Pedal-Tipps für euch bereit. So gibt es Neues vom finnischen Hersteller Mad Professor. Der Milestone Fuzz ist ein handverdrahteter, von Vintage-Mischpulten inspirierter Germanium-Fuzz. Das Pedal klingt extrem anschlagdynamisch und reagiert höchst sensibel auf das Volume-Poti der Gitarre. Die gehobene Qualität hat allerdings auch ihren Preis. Das Pedal kostet 329,00 € und ist demnächst hier bei Thomann.de* verfügbar.

Dunlop XP-Expression-Pedale
Auch von Dunlop gibt es Neuigkeiten zu verkünden. Ab sofort bekommt ihr für eure digitalen Multieffekt-Boards von Neural DSP, Kemper, Line 6 und Fender speziell auf das jeweilige Gerät zugeschnittene Expression-Pedale. Auch optisch sind die Pedale mit der entsprechenden Beschriftung und Logo auf der Trittfläche gekennzeichnet. Alle Versionen der Dunlop XP-Expression-Pedale sind demnächst ab 189,00 € hier bei Thomann.de* lieferbar. Verarbeitung und Qualität sind standesgemäß auf höchstem Niveau, wie wir das von Dunlop kennen.

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