The Usual Suspects Blue Giant: Die Emulation der Novation Supernova macht Fortschritte!
The Usual Suspects Blue Giant emuliert die Novation Supernova II so präzise, dass die Software vom Original kaum zu unterscheiden ist. Jetzt scheint die Veröffentlichung des Emulators näher zu rücken.
The Usual Suspects Blue Giant
The Usual Suspects Blue Giant: Supernova-Emulation in den Startlöchern
The Usual Suspects machen munter weiter damit, die digitalen Synthesizer-Klassiker der 1990er zu emulieren. Nach der umwerfend klingenden Virus-Emulation OsTIrus, dem nicht weniger beeindruckenden JE-8686, der Microwave-II-Emulation Xenia und weiteren Projekten steht jetzt offenbar der seit langem erwartete Software-Klon der Novation Supernova II in den Startlöchern. Und alles deutet darauf hin, dass Blue Giant erneut mit einem Sound punkten wird, der vom Original praktisch nicht zu unterscheiden ist.

Wie der Virus, der ebenfalls von TUS emulierte Nord Lead 2x und der Roland JP-8000, gehörte die 1998 erschienene Novation Supernova zur ersten Welle virtuell-analoger Synthesizer. 2000 erschien die erweiterte Supernova II, die als Vorlage für die Emulation diente. Wie unter anderem auch der Virus, der Nord Lead und der Microwave II gehört die Supernova zu einer ganzen Familie von Synthesizern, die alle auf Chips der Motorola DSP563XX-Serie basierten. Das Innenleben dieser Chips haben die Entwickler bis ins Detail digital nachgebildet. Auf dieser Hardware-Emulation läuft die Original-Firmware des Novation-Synthesizers, sodass das Ausgangssignal Bit für Bit identisch mit dem des Originals sein sollte.

Dass es mit dem Blue Giant noch etwas gedauert hat, dürfte daran liegen, dass der mächtige, achtfach multitimbrale Synthesizer gleich neun DSP-Chips enthält: acht DSP56362 und einen DSP56303. Aber nun ist ein Teaser-Video erschienen, in dem die mit Spannung erwartete Emulation fertig zu sein scheint. Und der Sound ist mal wieder über alle Zweifel erhaben. 90er-Nostalgie pur!
Wie das Original bietet Blue Giant pro Stimme drei Multi-Wave-Oszillatoren, die sich mittels acht verschiedener FM- und Ringmodulator-Modi miteinander verknüpfen lassen. Ein Multimode-Filter mit den Modi Tiefpass, Hochpass und Bandpass sowie wählbarer Flankensteilheit und Overdrive formt den Klang. Zur Modulation gibt es zwei flexible LFOs und drei Hüllkurvengeneratoren mit Loop-Funktion. Darüber hinaus bietet der Software-Synthesizer den umfangreichen Effektprozessor mit 56 Algorithmen, der einen großen Teil zum Supernova-Sound beiträgt.
Wie alle Projekte von The Usual Suspects ist Blue Giant eine Software-Emulation der Hardware des Synthesizers. Die dazugehörige Firmware, die offiziell nicht frei verfügbar ist, musst du dir also auf eigenes Risiko selbst besorgen.
Wann Blue Giant erscheinen wird, haben die Entwickler noch nicht verraten. Wenn es ähnlich abläuft wie bei den bisherigen Projekten der DSP-Nerds, dürfte auf das Teaser-Video aber demnächst die Beta-Phase folgen. Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere am besten den Discord-Kanal von The Usual Suspects.
The Usual Suspects R-330: Emulation des Roland SRV-330 gesichtet

Wer das Demo-Video zu Blue Giant aufmerksam schaut, kann einen Blick auf ein weiteres Projekt von The Usual Suspects erhaschen. Offenbar arbeiten die Entwickler auch an einer Emulation des Hallgeräts Roland SRV-330 aus dem Jahr 1993. Mit seiner innovativen 3D-Engine war das SRV-330 damals hochmodern und ist auf zahlreichen Hits der 90er zu hören.
Mutmaßlich basiert R-330 auf dem gleichen Verfahren wie die Synthesizer-Emulationen der Entwickler. Mit dem JE-8686 haben TUS ja bereits bewiesen, dass auch Roland-Chips nicht vor ihnen sicher sind. Beim SRV-330 kam neben einer CPU von NEC auch der von Roland selbst entwickelte DSP-Chip TC6088AD zum Einsatz, auf dem die Algorithmen laufen.
Offizielle Informationen zu The Usual Suspects R-330 gibt es noch nicht; auch das Erscheinungsdatum ist noch nicht bekannt.
