Hotone Freqlux: Weit mehr als ein polyphoner Pitchshifter
Polyphones Shifting, Detune und Widening, Arph-Glitches und mehr!
Dass es Hotone neben ihren Modeller-Serien auch bei Pedalen ernst meinen, zeigten sie vergangenes Jahr bereits mit dem Verbera. Mit dem Hotone Freqlux kommt jetzt ein polyphones Pitchshifter-Pedal, das wie auch der Reverb-Effekt weit über konventionelle Vertreter seiner Art hinausgeht.
Wie klingt das Hotone Freqlux?

Pitchshifter kommen in der Gitarrenwelt in unterschiedlichen Geschmäckern vor. Da gibt es die Fraktion, die für ein paar Songs, wenn es einen Halbton tiefer oder kurz in Drop-C geht, nicht umstimmen möchte. Dann gibt es die Solo-Fanatiker, die ihre Dream-Theater-esquen Flitz-Arpeggios noch einmal aufpeppen wollen mit polyphonem Glitzer.
Und dann wären da natürlich die Frickler, Sounddesigner und Ambient Heads. Wo es schwebt, wabert und mäandert. Für alle Parteien gibt es Pitchshifter-Effekte, selten aber einen, der alle Bereiche abdeckt. Beim Hotone Freqlux könnte das gelingen. Denn das Pedal bietet gleich drei Pitchshifter, von denen jeder in einem von fünf Modi mit jeweils eigenen Effekten laufen kann. Mächtiges Teil!
Da gibt es einfache Drop-Tunings, da kann man jede Note im Arp-Modus bis in die Unendlichkeit glitzern lassen, über die Modulationseffekte (Chorus, Tremolo, Phaser, Flanger, Vibrato) darf es eiern, wabern und schweben. Ganz schön vielseitig!
Welche Funktionen bietet das Hotone Freqlux?
Über die drei obersten Regler (H1, H2, H3) nehmt ihr Einstellungen für jede der drei Pitch Engines vor. Da wäre als Erstes der jeweilige Modus: PolyShift, KeyTrack, Detune, ARP oder Mod Only. Polyshift verschiebt Noten und eben auch ganze Akkorde polyphon. Bei KeyTrack passiert die Tonhöhenverschiebung in einer eingestellten Tonart, nicht chromatisch.
Detune erlaubt mikrotonale Verschiebungen für Chorus-Effekte, ARP zerstückelt jede Note wie ein Audio-Arpeggiator und bei Mod-Only belegt ihr die Noten mit einem der Modulationseffekte ohne Tonhöhenverschiebung. Und das alles dreifach.

Dazu könnt ihr für jede der drei Engines separate Lautstärken, Panning-Positionen, Drive– und Mod-Effekt-Anteile bestimmen. Wer sich von dieser Funktionsfülle beim Hotone Freqlux etwas erschlagen fühlt, der kann auch erst einmal mit den 95 Presets vorliebnehmen, die fabriksseitig dabei sind. Dazu gibt es weitere 105 freie Slots für eure eigenen Presets.
Welche Anschlussmöglichkeiten bietet das Hotone Freqlux?
Selbstredend ist der komplette Signalfluss im Pedal in Stereo, aber auch ein Monosignal, wenn es mal nicht breit und wabernd klingen soll, könnt ihr durch den Effekt schleifen. Neben dem Sound und der Tracking-Genaugigkeit (wie schnell und exakt ein Pitchshifter die gespielten Noten erkennt), ist bei so einem digitalen Effekt die Latenz nicht unwichtig. Hotone spricht von 4 bis 5 ms, was selbst für 250 Bpm Soli kaum spürbar sein sollte.

Dazu wird intern mit 32 Bit gewandelt, hier dürfte also nichts übersteuern oder rauschen. Was die Anschlüsse betrifft, bietet das Hotone Freqlux Stereoein- und Ausgänge, dazu zwei Eingänge für MIDI und Expression und einen USB-C-Anschluss. Über diesen könnt ihr nicht nur Firmware-Updates aufspielen, sondern Presets auch bearbeiten und verwalten.
Praktischerweise passiert der gesamte Workflow über das integrierte LCD-Farbdisplay, die Regler, die auch als Buttons agieren und die zwei Footswitches. Achtet beim Kauf darauf, dass das Freqlux mit 500 mA angefahren werden muss. Ihr benötigt also ein Netzteil, das diese Stromstärke auch liefert.
Was kostet das Hotone Freqlux?
Ihr könnt das Hotone Freqlux ab sofort für 299,00 Euro bei Thomann* bestellen. Lieferbar ist es bereits in ein bis zwei Wochen.
Infos über das neue Pedal von Hotone
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