inMusic übernimmt Native Instruments: Das Ende der Insolvenz-Geschichte?
inMusic, Mutterkonzern von Akai, Moog und Denon DJ, kauft Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx
Es ist offiziell: inMusic übernimmt Native Instruments. Der US-amerikanische Musiktech-Konzern, hinter dem Marken wie Akai Professional, Moog Music, Denon DJ, Numark, Rane und M-Audio stehen, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des Berliner Unternehmens unterzeichnet. Damit findet der lange und für viele Nutzer nervenaufreibende Insolvenzprozess von Native Instruments ein konkretes Ende. Und was für eines.
Native Instruments und inMusic: Alles zur Übernahme, dem Hintergrund und was das für Nutzer bedeutet
Von der Insolvenz zur Übernahme: Der Kontext
Wer unseren Artikel zur vorläufigen Insolvenz von Native Instruments verfolgt hat, weiß, wie lang und zermürbend dieser Prozess war. Ende Januar 2026 meldete Native Instruments die vorläufige Insolvenz, ausgelöst durch Schulden aus früheren Investorenstrukturen unter Francisco Partners. Im März bestätigte CEO Nick Williams, dass ein aktiver M&A-Prozess laufe und mehrere Interessenten aus der Audio- und Technologiebranche im Gespräch seien. Jetzt ist klar, wer das Rennen gemacht hat: inMusic Brands.
Das ist kein kleiner Deal. inMusic ist eines der erfahrensten Musiktech-Unternehmen der Welt, 1992 gegründet, seit drei Jahrzehnten im Geschäft, und mit einem Portfolio, das von DJ-Gear über Synthesizer bis zu Studiotechnik reicht. Akai Professional, Moog Music, Denon DJ, Numark, Rane, M-Audio und Alesis gehören zum Konzern. Mit Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx kommt jetzt ein komplettes Software-Ökosystem mit über 25 Millionen registrierten Nutzern hinzu. Das ist nicht nichts.
Was die Übernahme konkret bedeutet
Die Pressemitteilung ist an diesem Punkt klar: Der Geschäftsbetrieb läuft bei allen Marken normal weiter. Produkte, Plattformen, Kundensupport und Downloads bleiben uneingeschränkt verfügbar. Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen rechtlichen Formalitäten.
Jack O’Donnell, CEO von inMusic, formuliert das Versprechen direkt: kontinuierliche Investition in alle Marken und Produktlinien, langfristiger Fokus auf Innovation für Kreative auf allen Ebenen. „Die Tools, auf die ihr euch heute verlasst, werden weiter funktionieren, und die Tools, auf die ihr euch morgen verlassen werdet, werden aktiv gebaut“, heißt es in seinem Statement.
Nick Williams, CEO von Native Instruments, klingt erleichtert und zuversichtlich: „Mit inMusic haben wir einen Partner gefunden, dessen Überzeugungen und Ambitionen mit unseren übereinstimmen, und dessen Verständnis dafür, was diese Marken für Musiker und Produzenten bedeuten, uns echtes Vertrauen in das gibt, was als Nächstes kommt.“
Die Verbindung zwischen inMusic und Native Instruments
Diese Übernahme kommt nicht aus dem Nichts. Im Jahr 2025 hatten inMusic und Native Instruments bereits eine Kooperation angekündigt, die NKS-Integration für Akai Pro MPK-Controller und M-Audio Oxygen-Controller brachte. Gleichzeitig kamen Native-Instruments-Sounds erstmals auf die MPC-Standalone-Plattform. Diese Partnerschaft war offenbar der erste Schritt in Richtung einer engeren Verbindung, die jetzt formell besiegelt wird. Interessant!
Was bedeutet das für Nutzer von Kontakt, Traktor, iZotope und Plugin Alliance?
Kurzfristig: nichts Dramatisches. Alle Produkte laufen weiter, alle Lizenzen bleiben gültig, der Support bleibt aktiv. Mittelfristig ist das Potenzial dieser Kombination aber erheblich. Eine tiefere Integration zwischen Akai-Hardware und Native-Instruments-Software, stärkere NKS-Unterstützung über das gesamte inMusic-Portfolio, und möglicherweise eine klarere Produktstrategie, die unter dem Investor Francisco Partners schmerzlich fehlte, das alles ist nun denkbar.
Für iZotope- und Plugin-Alliance-Nutzer, die in den letzten Monaten besonders verunsichert waren, ist die Botschaft ebenfalls klar: Beide Marken bleiben Teil des Pakets. Die detaillierten Integrationspläne will inMusic kommunizieren, sobald der Prozess abgeschlossen ist.
Fazit
Das ist die Nachricht, auf die viele Nutzer, Produzenten und Studioinhaber seit Januar 2026 gewartet haben. Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx landen in den Händen eines Unternehmens, das Hardware und Software aus Leidenschaft macht, kein Finanzinvestor, der Renditen optimiert. Ob inMusic die richtigen Entscheidungen für die Weiterentwicklung dieser Plattformen trifft, wird die Zeit zeigen. Aber die Ausgangslage ist deutlich besser als noch vor wenigen Monaten. Wir bleiben dran!
Mehr Informationen
- Offizielles Statement von Nick Williams
- Mehr zu Native Instruments bei GEARNEWS
- Mehr zu inMusic
- Native Instruments bei Thomann*
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