von  Lasse Eilers  | |  Lesezeit: 3 Min
Auxy Svensson 49

Auxy Svensson 49  ·  Quelle: Auxy

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Auxy Svensson 49 ist das erste Hardware-Instrument der schwedischen App-Entwickler. Mit Sounds von True Cuckoo und einem integrierten Looper lässt Svensson Ideen fast von selbst entstehen.

„Ideen-Maschinen“ haben ja gerade Konjunktur – intuitive Instrumente ohne komplizierte Menüs, komplexe Klangparameter, verwirrende Displays und sonstige Ablenkungen. Nach Tame Impalas Sensationserfolg mit dem Akkord-Synthesizer Orchid präsentiert nun der schwedische App-Entwickler Auxy seine Vision von einem solchen Instrument: Svensson 49 ist ein Looper-Keyboard ohne unnötigen Schnickschnack, aber mit umso mehr Charme und guten Ideen.

Auxy Svensson 49
Auxy Svensson 49 · Quelle: Auxy

Für die Sounds, die im Svensson 49 stecken, zeichnet kein Geringerer als der YouTuber True Cuckoo verantwortlich, der das neue Keyboard in den letzten Wochen schon kräftig angeteasert hatte. Folglich überlässt es der Hersteller auch ihm, uns alle in die Geheimnisse von Svensson einzuweihen.

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Das Keyboard mit 49 Fatar-Tasten ist vom Design her äußerst minimalistisch-elegant gehalten – skandinavisch eben. Die hochwertige Verarbeitungsqualität nehme ich Cuckoo sofort ab; man sieht schon von Weitem, dass hier auf gute Haptik Wert gelegt wurde. Laut dem Hersteller besteht das Gehäuse aus Metall mit Seitenteilen aus Eiche. Gefertigt wird das Keyboard offenbar in Deutschland.

Auxy Svensson 49
Mehr als Brot- und Butter-Sounds · Quelle: Auxy

Viel spannender ist aber, was man damit machen kann. Die Idee ist: einfach losspielen, jederzeit loopen und dabei ganz nebenbei auf großartige Ideen kommen. Svensson hat vier Layer, die treffender nicht bezeichnet sein könnten: Drums liefert Drum-Sounds, Bass liefert Bass-Sounds und „Bread“ und „Butter“ kümmern sich um alles andere. Die Sounds bestehen laut Auxy aus einem Mix aus Samples und Wavetables und reichen von akustisch bis elektronisch, wobei der Schwerpunkt auf dem „Dazwischen“ liegt.

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Das Geniale ist: Man muss noch nicht einmal auf Record drücken. Svensson merkt sich automatisch alles, was man spielt. Hat man eine Phrase gefunden, die sich gut angehört hat, kann man nachträglich den Looper anwerfen, nach Belieben overdubben und dann weitere Layer hinzufügen. Loops können beliebig lang sein; auch unterschiedliche Loop-Längen pro Part sind problemlos möglich. Und das alles ohne mühsame Konfiguration.

Auxy Svensson 49
Quelle: Auxy

Allzu viel nachdenken und sich in Details vertiefen soll man als ausdrücklich nicht. Trotzdem lassen sich die Sounds mit den drei Reglern Tone, Mood und Shape anpassen, wobei wiederum viele interessante „happy accidents“ passieren können. Toll ist auch die Möglichkeit, Loops auf Tasten der Klaviatur zu legen, um damit zu jammen.

Neben einem Stereo- und einem Kopfhörerausgang verfügt Svensson 49 über einen Anschluss für ein Sustain-Pedal und zwei USB-Anschlüsse: Typ A für Audio und MIDI und Typ C für Daten und Strom.

Ich finde das Konzept ausgesprochen sympathisch und kann mir gut vorstellen, dass Svensson sich tatsächlich als inspirierende „Ideen-Maschine“ entpuppt. Die Angabe der Tastenanzahl lässt vermuten, dass Auxy über andere Tastaturvarianten zumindest nachdenkt – vielleicht wird es das Keyboard in Zukunft also auch in einer kleineren oder einer größeren Variante geben.

Preis und Verfügbarkeit

Laut Auxy ist Svensson fast fertig und die Vorbestellungen sollen bald starten. Der Preis steht noch nicht endgültig fest, soll aber bei etwa 899,- € liegen. Auf der Website des Herstellers kannst du deine E-Mail-Adresse eintragen, um benachrichtigt zu werden, wenn es soweit ist.

Auf der Superbooth 26 ist Auxy am Stand H154 zu finden.

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