Mix lauter machen: In 3 Schritten zum lauten Master – Perfect Match
Der Weg zu lauten Mixen
Wie kann ich meinen Mix lauter machen? Falls du dir diese Frage schon mal gestellt hast, findest du hier eine Antwort darauf. Wir zeigen dir drei wichtige Schritte zum lauten Mix und empfehlen darauf basierend drei Plugins, die im Zusammenspiel auf der Master-Spur einen deutlichen Effekt erzielen. Zu jedem Plugin verweisen wir auf interessante Alternativen, dazu gibt’s Links zu ein paar zusätzlichen Infos.
Inhalt:
Mix lauter machen – so geht’s
Vorab: Dies ist kein Mastering-Workshop – wir gehen aber auf einen Aspekt ein, den vermutlich viele mit Mastering verbinden. Wir wollen dir nämlich Tipps geben, wie du einen Mix lauter machen kannst. Dabei geht es wohlgemerkt nicht darum, lauter zu sein als alle anderen, sondern eine vergleichbare Lautheit zu erzielen, wie du sie aus Referenztiteln kennst.
Wir zeigen drei Schritte, die zu diesem Ziel führen und schlagen dir konkret dazu passende Plugins vor, die gemeinsam sehr wirkungsvoll sind und in dieser Kombination bestimmt auch bei einigen Mastering-Chains zum Einsatz kommen. Die hier vorgestellten Plugins sind ganz im Sinne unserer Serie als Anregung und Inspiration zu verstehen, als Ergänzung zeigen wir ein paar Alternativen – speziell mit Verweisen zu weiteren Tools. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass deine DAW bereits vergleichbare Werkzeuge anbietet, mit denen du also direkt einsteigen kannst.
Bevor wir loslegen, hier schon der erste wichtige Tipp: Um einen Mix laut zu bekommen, sollte dieser so abgemischt sein, dass er ausgewogen klingt. Je stärker nämlich ein bestimmter Frequenzbereich dominiert, desto schwieriger wird ein zufriedenstellendes Ergebnis. Ein „guter“ Mix ist also die Voraussetzung dafür, wenn du einen lauten Sound haben willst.
Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, dass du mit deinen Studiomonitoren vertraut bist und damit den Mix richtig beurteilen kannst. Dazu kommen natürlich alle Aspekte, die damit zusammenhängen: die Pegel der einzelnen Spuren, Panorama-Einstellungen, Dynamik, Verteilung der Frequenzen, das generelle Arrangement der Musik und so weiter.
Aber wie gesagt: Dies ist kein Mixing- und Mastering-Workshop. Trotzdem sind wir uns sicher, dass du mit diesen Tools deinen Mix lauter machen kannst – selbst, wenn er nicht „perfekt“ ist (falls es überhaupt so etwas wie einen perfekten Mix gibt). Ein paar „Tricks“ für bessere Mixe zeigen wir dir in diesem Artikel.
Und nun noch ein weiterer Tipp, den du berücksichtigen solltest: Um deinem Mix lauter machen zu können, sollte dieser am Anfang nicht zu laut sein. Das klingt vielleicht widersprüchlich, aber die Werkzeuge, die wir dir zeigen, brauchen alle ein bisschen „Luft nach oben“. Das ist wichtig, damit der Sound nicht zu früh verzerrt. Headroom nennt man diesen Bereich, generell wird zwischen -6 dB und -3 dB empfohlen. Mit anderen Worten: Erst wenn du die Lautstärke um 6 dB bis 3 dB anhebst, gehst du an die Grenze.
Mix lauter machen mit einem Clipper: Peaks kontrollieren, bevor es kritisch wird

Der erste Schritt ist subtil und richtet sich auf das gezielte Abfangen von Pegelspitzen. Genau hier kommt ein Clipper zum Einsatz. Statt die Transienten durch Kompression zu „glätten“, werden sie sanft begrenzt – oft so dezent, dass es kaum hörbar ist – am Ende aber enorme Auswirkungen hat.
Gerade bei Drums oder perkussiven Elementen sorgt Clipping dafür, dass einzelne Peaks nicht unnötig viel Headroom beanspruchen und damit begrenzen, wie laut du den Mix machen kannst. Das Ergebnis: Die nachfolgenden Tools müssen weniger arbeiten und der Mix behält mehr Punch.
Wichtig ist dabei das richtige Maß. Richtig eingesetzt, wirkt Clipping nicht zerstörerisch, sondern wie ein feines Werkzeug, das den Weg für mehr Lautheit vorbereitet. Und dabei bleibt die Bedienung sehr einfach: Oft reicht es schon, mit einem Regler das Audiomaterial so zu bearbeiten, dass du im Zusammenspiel mit dem visuellen Feedback am Plugin siehst, wie die Pegelspitzen leicht reduziert werden.
Hier ist ebenfalls wichtig, dass du das Gain Staging im Auge behältst – damit am Ausgang des Effekts weiterhin genug „Luft“ für den nächsten Schritt bleibt.
Wenn es um Clipper geht, wird sehr häufig StandardCLIP empfohlen und mit Sicherheit machst du hiermit nichts verkehrt. Wir möchten dir aber Newfangled Audio Saturate* vorstellen, einen Spectral-Clipper, der mit einigen sehr schönen Extras aufwartet und sich auch für etwas extremere Einstellungen eignet.
Saturate ist auch in dem Elevate Bundle* enthalten, das weitere sehr gute Tools fürs Mastering enthält. Weitere Tipps zu Clipper Plugins (kostenlose inklusive!) findest du in diesem Artikel.
Kompressor für mehr „Glue“

Ist das Material mit dem Clipper schon etwas vorbereitet, geht es jetzt um die eigentliche Dynamik. Ein Kompressor übernimmt hier eine zentrale Rolle und sorgt dafür, dass der Mix zusammenhält, ohne seine Energie zu verlieren.
Im Gegensatz zu aggressiven Einstellungen, die schnell alles „klein drücken“, liegt der Fokus hier aber auf eher subtiler Kontrolle. Leichte Bus-Kompression kann helfen, Elemente besser miteinander zu verbinden und die wahrgenommene Lautheit zu steigern, ohne dass der Sound an Offenheit verliert.
Speziell moderne Kompressoren bieten dabei genügend Flexibilität, um sehr transparent zu arbeiten – ein wichtiger Faktor, wenn es um eine „saubere“ Loudness geht. Mit einem Kompressor kannst du einige Tricks anwenden, um den Mix lauter zu machen. Zum Beispiel mehrere hintereinander dezent mit unterschiedlichen Einstellungen verwenden oder über eine Parallelkompression dem Signal etwas mehr Gewicht verleihen.
Du findest zu jeder dieser Anwendung interessante Tutorials im Netz, die dir genau erklären, wie du vorgehen musst. Oft wird auf eine niedrige Ratio, eine vergleichsweise langsame Attack-Einstellung und eine etwas schnellere Release-Zeit gesetzt.
Hier bei uns findest du zudem ein paar Tipps für kreative Anwendungen des Kompressors. Und wenn du mehr über die verschiedenen Kompressor-Typen lesen willst, findest du in diesem Artikel einige Infos. Außerdem haben wir einen Kaufberater zu dem Thema.
FabFilter Pro-C ist ein exzellenter Kompressor, der in der neusten Version noch mal verbessert wurde. Das Plugin beherrscht die ganze Bandbreite von transparenter Dynamikbearbeitung bis hin zu einem färbenden und charaktervollen Sound. Und genau deshalb ist Pro-C 3 unsere Empfehlung. Hier bei Thomann* bekommst du das Plugin.
Mit dem Limiter den Mix lauter machen
Jetzt kommt der finale Schritt, um den Mixer lauter zu machen – oder anders gesagt: Erst jetzt wird es laut! Am Ende der Kette steht nämlich der Limiter. Und für diesen Schritt schlagen wir ebenfalls ein Plugin von FabFilter vor. Pro-L 2 gehört seit Jahren zu den etablierten Tools, wenn es darum geht, einen Mix auf das gewünschte Lautheitsniveau zu bringen, ohne hörbare Artefakte zu erzeugen.
Denn an dieser Stelle entscheidet sich, wie laut dein Track tatsächlich wird. Durch die Vorarbeit von Clipper und Kompressor kann der Limiter deutlich entspannter arbeiten. Das führt zu einem klareren, druckvolleren Ergebnis, bei dem Transienten erhalten bleiben und der Mix nicht „zusammenfällt“.
Pro-L bietet dir acht Limiter-Algorithmen mit unterschiedlichem Charakter für das Mastering und sorgt für einen transparenten Sound mit maximaler Lautheit. Interessant ist hier auch das Metering mit gängigen Standards für die Lautheit – sozusagen als Orientierungshilfe für das Endresultat.
Sidechaining, Dithering, bis zu 32-faches Oversampling (wichtig für saubere Berechnungen), Look-Ahead und viele weitere professionelle Funktionen gehören zu der Ausstattung. Interessant ist auch die Möglichkeit, über „Audio Limiting“ eine Delta-Funktion aufzurufen, um nur das vom Limiter entfernte Signal zu hören. Das ist praktisch, um zu aggressive Einstellungen zu verhindern.
FabFilter Pro-L 2 bekommst du hier bei Thomann*, in diesem Kaufberater findest du mehr Infos zu dem Thema und weitere Empfehlungen (inklusive kostenloser Plugins).
Fazit: Mit diesen drei Plugins machst du deine Musik laut
Wer seinen Mix lauter machen will, kann das mit den hier gezeigten drei Schritten machen. Zuerst wird ein Clipper dafür verwendet, Peaks zu reduzieren, ohne dabei aber zu stark die Dynamik der Musik zu verändern. Danach kommt ein flexibler und auf Mastering-Niveau arbeitender Kompressor wie FabFilter Pro-C 3 zum Einsatz, um die Dynamik musikalisch zu kontrollieren und den Mix zu verdichten. Die eigentliche Lautheit folgt im letzen Schritt. Ein professioneller Limiter wie FabFilter Pro-L 2 sorgt für das Endergebnis. Statt den gesamten Prozess aber nur auf den Limiter zu legen, wird die Bearbeitung auf alle Werkzeuge verteilt. Ein Perfect Match!
Weitere Infos zum Thema
- Die besten Clipper Plugins
- Die besten Kompressor Plugins
- Die besten Limiter Plugins
- So wählst du den richtigen Kompressor aus
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