Behringer BM-17 Frequency Box: Jetzt fehlt nur noch der Saturator!
Mehr Instrument, als Effekt!
Zack, da ist der siebte Boogerfooger! Nachdem schon die Cluster Box im Oktober 2025 einen der ungewöhnlichsten Moogerfooger-Effekte geklont hatte, ist das BM-17 eine Hommage an den MF-107. Und der ist im Grunde genommen kein Effekt, sondern ein Instrument im Pedalformat.
Welche Pedale gab es bisher in der Boogerfooger-Serie?
Acht Pedale sind Teil der Moogerfooger-Serie, einer Reihe von Bodentretern aus dem Hause Moog, die alle nicht mehr erhältlich sind. Außer zu teilweise recht stattlichen Gebrauchtpreisen. Also dachte sich Behringer im Sommer 2025: „Das müssen wir ändern!“. Und tat, was Behringer mit am besten eben tut: detailgetreue Nachbauten zu einem weitaus günstigeren Preis.
Los ging es mit der MURF-Box, es folgten kurz hintereinander der BM-12 Ring Modulator, der BM-13 Phaser, der BM-11M Low Pass Filter, das BM-14M Analog Delay und als Letztes dann die BM-18M Cluster-Box. Überall verbesserte Behringer im Detail, hielt sich aber optisch wie klanglich sehr nah an die Originale. So auch bei der BM-17 Frequency Box. Und geht man die Serie der Moogerfooger-Pedale weiter, müsste als Nächstes dann konsequenterweise noch ein Klon des MF-109 Saturators folgen.
Was ist das Besondere an der Behringer BM-17 Frequency Box?
Auch wenn Murf-Box und Cluster-Box beides schon Effekte der ungewöhnlichen Art sind, packt die BM-17 Frequency Box noch einmal eine Schippe drauf. Denn hier wird das Gitarren- oder Synth-Signal nicht verändert, es dient vielmehr als Modulator für einen Oszillator.

Denn in der BM-17 Frequency Box sitzt ein VCO. Und dessen Hüllkurve und Frequenz wird durch das Eingangssignal verändert. Sprich, spielt ihr lauter und mit viel Sustain, bekommt auch der Oszillator diesen Lautstärkeverlauf. Im Pedal sitzt ein Envelope Follower, der genau das erledigt.
Klanglich gibt es Dreieck, Sägezahn und Rechteck als Schwingungsformen zur Auswahl mit stufenlosem Übergang. Grundsätzlich spielt der Oszillator vom BM-17 immer dann, wenn Signal anliegt. Sprich, man kann auch einfach eine feste Tonhöhe über den Frequency-Regler einstellen und sie als Grundton nutzen, auf dem man jammt und improvisiert.
Welche Regler und klanglichen Möglichkeiten bietet der BM-17?
Im Vergleich zum Original hat Behringer das Layout der sieben Regler leicht verändert. Hier sind die Arbeitsbereiche horizontal, nicht vertikal angelegt. In der obersten Reihe bestimmt ihr Eingangspegel (Drive) und Ausgangspegel. Dreht man Drive ordentlich auf, zerrt der analoge Vorverstärker schön analog.
Die unterste Reihe mit Frequency und Waveform haben wir schon abgehakt, dazwischen gibt es noch den Sync-Switch. Synthesizer-Kenner dürften das Sync-Prinzip kennen und schätzen, für alle Neulinge: Im Sync-Modus „zwingt“ ein Oszillator einen zweiten, die Phase seiner Schwingungsform immer dann zurückzusetzen, wenn seine eigene Schwingungsformphase wieder am Ausgangspunkt ist. Das hat vor allem klanglich teilweise sehr extreme Auswirkungen mit obertonreichen, fast schon schrillen Sounds.
Für noch mehr experimentelle Sounds sorgen die Regler in der Mitte der BM-17 Frequency Box. Dreht man ENV AMOUNT auf, beeinflusst die Lautstärke des Eingangssignals nicht nur die Hüllkurve des Oszillators, sondern auch dessen Tonhöhe. Sprich, je lauter man spielt, desto höher schießt der Ton. Und bei FM AMOUNT wird die Tonhöhe durch das Eingangssignal nicht gerade verändert, sondern moduliert. Was ähnlich wie bei Sync zu recht brachialen, brodelnden Sounds führt. Ach, und über den Mix-Regler bestimmt ihr den Effektanteil am Ausgangssignal.
Welche Anschlussmöglichkeiten bietet die BM-17 Frequency Box?
Wie bei allen anderen Boogerfooger-Modellen bietet auch die BM-17 Frequency Box Anschluss- und Modulationsmöglichkeiten ohne Ende. So gibt es neben einem Signaleingang gleich drei Ausgänge: für das uneffektierte Eingangssignal, für das pure Oszillatorsignal, sowie das gemischte Signal, je nach Szenario.

Dazu bietet die BM-17, wie ihre Geschwister, eine ganze Reihe an Eingängen für Modulationssignale. Hüllkurve, Frequenz, Envelope Amount und FM Amount können durch externe Modulationssignale, beispielsweise durch einen semimodularen Synth wie den Behringer Neutron, per LFO oder Sequencer verändert werden. Dazu könnt ihr das Hüllkurvensignal des Pedals auch selbst als Modulator an andere Synthesizer schicken und diese modulieren.
Was kostet die Behringer BM-17 Frequency Box?
Ihr könnt die BM-17 Frequency Box von Behringer ab sofort für 99,00 Euro bei Thomann* bestellen.
Infos über das neue Pedal von Behringer
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