von  Jan Rotring  | |  Lesezeit: 4 Min
Gear für Anfänger: Wie habt ihr angefangen?

Gear für Anfänger: Wie habt ihr angefangen?  ·  Quelle: Taras Grebinets / Alamy

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Ich war mal wieder fleißig und habe mein Studio aufgeräumt. Was neben zahlreichen Kabel-Perücken, Plec-Leichen und Saiten-Enden zu Tage kam war reichlich Gear für Anfänger: Meine erste Gitarre, mein erster Amp, meine ersten Effektgeräte. Da kam mir, neben nostalgischen Gedanken, die Frage: Was ist heute eigentlich Gear für Anfänger. Und: Wie ist unsere Community in ihre Musikkarriere gestartet?

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Gut, dass es den Freitags-Slot gibt, bei dem ich mich mit diesen Themen auseinandersetzen kann. Denn schließlich gibt es heute eine scheinbar unübersehbare Flut an geeigneten (und teilweise qualitativ sehr hochwertigen) Einsteigersets. Gear für Anfänger ist, gerade im Bereich Gitarre, immer hoch im Kurs. Aber bevor ich einen kurzen Überblick zu aktuellen Optionen gebe, erstmal der Blick auf die eigenen Anfänge:

Mein Gear für Anfänger: Die erste Gitarre

Harley Benton Fusion-T HH HT_2
Harley Benton Fusion-T HH HT · Quelle: Harley Benton

Ich bin erst über Umwege zur Gitarre gekommen. Zunächst hat es mir der E-Bass angetan. Warum? Weil ich 2003 den Einstieg von Rob Trujillo bei Metallica verfolgt habe. Manchmal ist’s halt leicht.

Es folgten einige Monate des Ausprobierens, bis ich schließlich bei der Gitarre landete. Die Gitarre eines Schulfreundes reichte nur übergangsweise und es musste was eigenes her: Eine Ibanez Gio auf Basis der klassischen RG-Serie. Ich habe die Ibanez noch immer und sie ist, tatsächlich erstaunlich, beinahe unverändert. Lediglich das Tremolo wurde mittels zugefrästem Holzblock stillgelegt. 

Die Stimmstabilität, die Bespielbarkeit und auch der Sound waren dank Tremolo für mich sicherlich nicht perfekt — dafür gab’s aber eine coole Optik und ein Gigbag dazu. 

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Ibanez GRX70QA-TKS GIO
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Ibanez RG460DX-ROM
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Der erste Amp: Natürlich ein Combo.

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Dass die Ibanez über den noch zuhause befindlichen Bass-Übungskombo eher beschissen klang, war abzusehen. Daher kam als nächste große Anschaffung ein kleiner Marshall dazu. Die damals bereits erhältlichen Amps der Marshall MG Serie hatten den Vorteil, einen bekannten Namen und, abseits von umfangreichen Online-Reviews, einen guten Ruf zu haben. 

Dazu gab es ein billiges Kabel (dünn, schlecht geklebte Steckerabdeckung, ihr kennt die Teile) und ein paar kostenlose Plecs von Festivals. Alles was dann noch fehlte waren? Richtig, Effektgeräte. Und 12V Batterien, klar. 

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Marshall MG10G
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Gear für Anfänger: Meine ersten Effekte

Gear für Anfänger: Weniger ist mehr
Gear für Anfänger: Weniger ist mehr · Quelle: David Tonelson / Alamy

Was kauft man ganz am Anfang? Richtig: Das was man sich leisten kann. In meinem Fall gleich zwei Pedale die ich, weil ich Glück hatte, noch heute gern benutze: Ein altes Boss DS-2 vom Nachbarschafts-Flohmarkt und ein Ibanez Tubescreamer, der nur in der „ein“ Schaltung lief. 

Equalizer, Reverb oder gar ein Tuner-Pedal waren nicht in meinem Fokus und kamen erst (viel) später. Wie geil ein DS-2 sein kann, auch.

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Boss DS-1 Distortion
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Gear für Anfänger: Wie würde ich es heute machen?

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Am Ende war ich mit meinem Setup sicherlich nie wirklich „zufrieden“ — die Suche nach dem Sound war eröffnet und ist bis heute nicht beendet. Was heute als Spaß an der Freude erkannt ist, hat mich am Anfang echt Nerven gekostet. 

Daher muss sich die Frage anschließen: Wie würde ich heute Gear für Anfänger zusammenstellen? Eine kurze Auflistung:

Gitarre: Harley Benton Fusion-T HH

Ein Tele-Korpus, zwei Humbucker, eine feste Bridge mit String-Through-Konstruktion, gepaart mit einem absurden Preis-Leistungs-Verhältnis: Wenn es eine bessere Einsteigergitarre gibt, habe ich sie noch nicht gefunden. Gleichzeitig ist sie die perfekte Modding-Grundlage für quasi alles.

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Harley Benton Fusion-T HH HT EB OCT
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Amp: Boss Katana Mini

Der kleinste der Katana-Serie bietet bereits eine ganze Reihe Features, ohne zu kompliziert zu werden. Dank unterschiedlicher Verstärkertypen und integrierten Effekten wird’s nicht schnell langweilig, es gibt einen Aux-Eingang für Backingtracks und einen Kopfhörerausgang. Perfekt!

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Boss Katana Mini
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Effekte: Harley Benton CPT-20

Ja, mein einziges Effektpedal wäre ein Tuner. Warum? Weil nichts so sehr frustriert, wie ungestimmt zu üben. Ein Floor-Pedal hat die wunderbare Eigenschaft, immer da zu sein. Bitte, Leute, kauft mehr Tuner. Alles andere kann später kommen!

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Harley Benton CPT-20
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Wie siehts bei euch aus?

Verratet es mir in den Kommentaren: Was war euer Gear für Anfänger? Ich bin sehr gespannt!

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Eine Antwort zu “Gear für Anfänger — wie seid ihr in eure Musikkarriere gestartet?”

    Moulin sagt:
    0

    Damals in den 90ern stieg ich ein mit einer Fenix Strat, irgend ein solid state Fender combo und ein Ibanez Soundtank Pedal. Dann MIM Telecaster, Marshall Valvestate und jede Menge billiger Boss Pedale, von denen ich die meisten leider später verkauft habe. Abgesehen davon würd ich nichts anders machen. Mit dem Alter und Einkommen wächst der Anspruch. Aber gear verkaufen ist die Mutter aller dummen Ideen!

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