Neve 1073DPX-D: 2-Kanal 1073 Channelstrip mit USB/ADAT Interface
Neben dem Channelstrip gibt es auch noch weitere Neuheiten zu sehen

Mit dem Neve 1073DPX-D erscheint jetzt die Weiterentwicklung des 1073DPX und kombiniert zwei vollständige 1073 Channelstrips mit einem USB-Audiointerface, das über zehn Ein- und zwölf Ausgänge verfügt. Mit 88R LBEQ und StarNet ADA24 gibt es zur NAMM außerdem noch zwei weitere Neuheiten zu sehen.
Die Neuheiten von Neve im Überblick
Neve 1073DPX-D Channelstrip und Audiointerface
Neve 1073DPX-D soll den unverwechselbaren Charakter des berühmten 1073 Preamps in moderne, DAW-basierte Produktionsumgebungen bringen. Dafür wird der „Doppel-Channelstrip“ 1073DPX im Prinzip mit einem USB- und ADAT-Interface kombiniert. Ein gute Idee!
1073DPX-D wird in England von Hand gefertigt und bietet einen vollständig diskreten Class-A-Signalweg, Übertrager-gekoppelte Klangformung, Induktor-EQ und „on top“ eine nahtlose digitale Integration – das alles in einem 19-Zoll-Format mit zwei Höheneinheiten. Der neue Doppelkanalzug soll aus Sicht von Neve das Herzstück von kleinen, mobilen und großen Studios werden.

Gemacht für moderne Hybrid-Studios
Zwei analoge Signalwege verarbeiten Mikrofon-, Line- und DI-Signale, die ADAT-Erweiterung ist für größere Mehrmikrofon-Sessions gedacht – bei denen dann natürlich auch zusätzliche Preamps benutzt werden müssen. Vier analoge Ausgänge sind für Monitoring und Outboard-Routing gedacht, acht ADAT-Ausgänge eignen sich für Mehrkanal-Wiedergabe. Die neue Hardware unterstützt Hybrid-Setups, Gerätschaften wie 1073OPX oder ein zweiter 1073DPX-D lassen sich problemlos integrieren.
Um das integrierte Interface mit macOS oder Windows zu benutzen, sind laut Herstellerangaben keine Treiber notwendig. Über ein einziges USB-Kabel ist bidirektionales 10×12-Audio-Routing möglich, inklusive direktem Zugriff auf beide 1073-Kanäle und digitalen Rückwegen für Monitoring und Inserts.

Im USB/ADAT-Hub-Modus funktioniert der Channelstrip als zentrales Interface, im ADAT-Audio-Expander-Modus wird er hingegen zu einer analogen Front-End-Einheit. Für DAW-typische Workflows taugt 1073DPX-D zudem als zweikanaliger Hardware-Insert, um beispielsweise Vocals, Instrumente, Stems oder Busse durch seine Class-A-Preamps, die handgewickelten Marinair-Übertrager und den Induktor-EQ zu schicken und alles digital über USB oder ADAT wieder in den Rechner zu schicken. Patchbays oder komplexes Routing sind dafür nicht erforderlich.
1073DPX-D bietet natürlich auch Monitoring-Funktionen wie die Lautsprechersteuerung über den roten Neve-Regler, eine Direktmischung aus DAW-Playback und Live-Eingängen, latzenzfreies Hardware-Monitoring und ebenso einen dedizierten Kopfhörerausgang mit eigener Regelung.
Klassische 1073 Technik

Kommen wir noch mal kurz zu ein paar technischen Details. Ein gestufter 5-dB-Elma-Schalter sorgt für präzise Gain-Einstellungen, während automatische Eingangsstufenauswahl und drei transistorbasierte Verstärkungsstufen für ordentlich Headroom (> +26 dBu) oder musikalische Sättigung sorgen. Der Induktor-EQ bietet drei musikalische Bänder mit ausgewählten Frequenzen, 16-dB-Shelving-Filter, 18-dB-Mitten-Peak-Regelung sowie ein zuschaltbares Hochpassfiltere.
Front- und rückseitige Mikrofon-/Line-Eingänge, frontseitiger DI-Eingang, Pre-/Post-EQ-Insert-Loops sowie zuschaltbare Phantomspeisung und Buttons für Impedanz, Pad und Phase gehören ebenso wie dedizierte Ausgangsfader mit symmetrischen XLR-Ausgängen zur Ausstattung des Neve 1073DPX-D.
Es gibt bestimmt einige moderne Studios, die genau so etwas gebrauchen können – und wer auf ein integriertes Interface verzichten kann, bekommt mit 1073DPX* ja weiterhin die passende Studio-Hardware.
Neve 1073DPX-D ist ab April 2026 erhältlich, der Preis liegt bei 4399 Euro. Hier bei Thomann bestellen*.
88R LBEQ und StarNet ADA24
Neve stellt zur NAMM 2026 aber noch zwei weitere Neuheiten vor, die wir nicht unterschlagen wollen.
Der 88R LBEQ ist ein parametrischer 4-Band-EQ, inspiriert von dem großen Mischpult 88RS. Der Equalizer wurde für das 500-Series-Format entwickelt und verspricht die Präzision, Musikalität und Transparenz des Vorbilds, mit 20 dB Gain pro Band, überlappenden Frequenzbereichen und variabler Filtergüte.

Und dann ist da noch StarNet ADA24, ein Dante-Wandler in Mastering-Qualität, der laut Neve in Zusammenarbeit mit führenden High-End-Studios entwickelt wurde. Dieser bietet eine Performance mit 32 Bit und 192 kHz, 119 dBFS (ADC) / 122 dBFS (DAC) Dynamikumfang, einen umschaltbaren Headroom von +18 / +24 / +26 dBu, dual-redundantes Dante-Networking, präzises Word-Clock-Management und analoge Ausgangsstufen auf Basis der 88R-Konsole. StarNet ADA24 wurde für professionelle Aufnahmen, Broadcast, Postproduktion und AoIP-Systeme entwickelt.

Weitere Infos
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