Expressive E, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Mit der Kontrast Expressive Suite für Expressive E Osmose (und andere MPE-taugliche Controller) beginnt heute die Sound-Boutique. Außerdem widmen wir uns Native Instruments Absynth und ein paar Presets, die mit Version 5 und 6 funktionieren. Kontakt ist ebenfalls ein Thema, diesmal mit einem Neuzugang der Session Guitarist Serie. Zum Abschluss berichten wir über ein neues Device für Ableton Live, das vier Sample-Player mit Vektorsynthese kombiniert.
Inhalt:
Kontrast Expressive Suite: 250 Presets für Expressive E Osmose

Wenn es um MIDI Polyphonic Expression – kurz MPE – geht, stellt Osmose von Expressive E wahrscheinlich die aktuelle Speerspitze für ein ausdrucksstarkes Instrument dar. Neben der von Haken Audio entwickelten Sound-Engine taugt Expressive E Osmose natürlich auch als fantastischer Controller, für den es zunehmend maßgeschneiderte Presets für verschiedene Synthesizer-Plugins gibt.
Dazu zählt auch der deutsche Entwickler Dawesome, dessen Synthesizer für expressives Spiel entwickelt wurden. Und mit Kontrast hat Dawesome ein Plugin am Start, das geradezu wie gemacht für Expressive E Osmose scheint. Und genau deshalb gibt es jetzt die Kontrast Expressive Suite mit 250 Presets speziell für MPE und Osmose.
Kontrast setzt (wie die meisten Plugins von Dawesome) auf ein ungewöhnliches Konzept, bei dem eine „bildbasierte Klangerzeugung“ über Wavetable-Synthese mit nichtlinearen Scanning-Pfaden und dynamischer Modulation zusammengeführt wird.
Die Kontrast Expressive Suite bringt die Erfahrung von Expressive E mit MPE in dieses Plugin und präsentiert 250 Presets, die speziell auf Pressure, Bendings, Vibrato und Aftertouch reagieren – und das für jede einzelne gespielte Note. Damit erkundet die Suite die Klangwelten von Kontrast und gibt Zugriff auf subtile Nuancen und dynamische Bewegungen, die sich gezielt über Tastatur des Osmose-Keyboards umsetzen lassen.
Die Suite besteht aus drei Soundbänken: Void umfasst 84 Presets, die Bässe, Pads, Leads, Arps und Sequenzen, FX und Drones abdecken. Edges nimmt sich mit 83 Presets Rhythmen und Texturen vor. Binary geht klanglich in Richtung 8-Bit-Sound und setzt mit ebenfalls 83 Presets auf eher harsche Klänge mit viel Aliasing und Retro-Charakter.
Auch wenn Kontrast Expressive Suite extra für Expressive E Osmose entwickelt wurde, funktionieren die Presets aber ebenso mit anderen MPE-fähigen Controllern, dazu zählen Ableton Push 3 oder auch ROLI Seaboard.
- Die drei Presets sind zusammen für 59,99 Euro oder im Bundle mit dem Kontrast Plugin für 149,99 Euro bei Expressive E erhältlich. Die einzelnen Soundbänke bekommst du für je 29,99 Euro. Das Plugin selbst ist bei Plugin Boutqiue* erhältlich, Osmose gibt’s in zwei Versionen bei Thomann*.
Presets für Native Instruments Absynth (5 und 6) von Ocean Swift
Im Dezember veröffentlichte Native Instruments ziemlich überraschend Absynth 6 und beglückte damit die Fans des fast schon legendären Synthesizers. Die neue Version macht das Plugin für die heutige Rechnergeneration fit, kommt mit einem überarbeiteten Interface und sehr schicken Preset-Browser, optimiert die Sound-Engine und bleibt sich im Kern aber weiterhin treu.

Cool ist, dass Absynth 6 auch Patches der älteren Versionen problemlos lädt und verarbeitet. Unterm Strich ist die Neuveröffentlichung von Absynth 6 also einfach nur eine ganz große Freude. Danke Native Instruments!
Kommen wir nun zu Presets, davon hat Ocean Swift Synthesis gerade einige am Start, die wurden für Absynth 5 entwickelt, funktionieren aber eben auch mit Absynth 6. Hier ein Trailer zu Dream Suite, einem der Preset-Packs:
Wer Native Instruments Absynth 5/6 mit neuen Sounds füttern will, wird bei Ocean Swift Synthesis fündig. Auf der Website des Anbieters findest du gleich sieben Preset-Packs sowie ein Bundle, die Preise gehen ab 15 Euro los. Das Bundle Ocean Collective wurde kürzlich für 9,99 Euro verkauft – du solltest definitiv warten, bis es wieder im Angebot ist.
- Infos zu den einzelnen Presets findest du hier bei Ocean Swift Synthesis. Native Instruments Absynth 6 bekommst du auch bei Thomann*.
Session Guitarist – Electric Neon Essentials für Native Instruments Kontakt
Bleiben wir bei Native Instruments und machen einen Schwenk zu Kontakt. Dafür gibt es eine neue Session Guitarist Library, die mit dem kostenlosen Kontakt Player und natürlich auch der Vollversion des Samplers funktioniert.
Electric Neon Essentials nimmt sich einen „charttauglichen“ Gitarrensound vor, der für EDM, Pop und synthlastige Produktionen passt – also grundsätzlich eher elektronische Musik. Die neue Library will helle und kraftvolle Gitarrenenergie für diese Musik liefen und deckt von rhythmischen Impulsen und Texturen über Layer bis hin zu Leads ein ganzes Spektrum von Gitarrensounds an. Dabei soll sich jeder Sound nahtlos in den Mix einfügen, ohne zu viel daran Herumschrauben zu müssen.
Die Library bietet Zugriff auf virtuelle Amps und Effekte, hat verschiedene Artikulationen in petto, Patterns lassen sich mit diversen Parametern bearbeiten und sich so schnell in den musikalischen Kontext einfügen. Dabei hilft auch der Pattern Browser, um ganz fixl ein passendes Motiv zu finden, 148 Pattern sind hier enthalten.
Die Gitarrenklänge in Electric Neon Essentials stammen übrigens aus einer „Strat-inspirierten Gitarre“ mit aktiven Tonabnehmern, die von Big Wave Audio aufgenommen wurde. Das Kontakt-Instrument bietet eine vollständige Integration mit Kontrol-Keyboards und NKS, ausdrucksstarkem Spiel steht also nichts im Wege.
- 18,3 GB umfasst die Library, Electric Neon Essentials funktioniert bereits mit dem kostenlosen Kontakt Player (8.5.0 oder neuer). 79 Euro kostet das Sample-Instrument und ist hier bei Native Instruments erhältlich. Die Vollversion von Native Instruments Kontakt bekommst du auch bei Thomann*.
Vector Sampler Morph für Ableton Live mit Max for Live
Der Name ist hier Programm: Vector Sampler Morph verbindet vier Sample-Player mit den kreativen Möglichkeiten der Vektorsynthese. Das neue Max for Live Device von Remo De Vico nimmt sich Vector³ vor, ein altes Projekt des Entwicklers, und ersetzt vier Oszillatoren durch vier Sampler.
Das Grundprinzip bleibt aber in dem Sinne gleich, über X/Y-Koordinaten wird zwischen den vier Samples übergeblendet – dabei stehen je zwei Parameter für die Steuerung der X- und Y-Achse zur Verfügung.
Samples lassen sich per Drag-and-drop in die vier Slots laden, zum Abspielen stehen Parameter für die Geschwindigkeit, Start- und Endpunkte oder auch Loops zur Verfügung. Außerdem gibt’s eine Zufallsfunktion für die Abspielgeschwindigkeit oder eine Reverse-Funktion, um die Samples rückwärts zu spielen.
Der Entwickler betont, dass es hier um das spielerische Experimentieren mit Samples geht, deshalb solltest du Sessions mit Vector Sampler Morph am besten direkt in einer neuen Audiospur aufzeichnen, um „Happy Accidents“ für zukünftige Projekte zu sichern.
- Vector Sampler Morph bekommst du für 10 US-Dollar hier im Gumroad-Store von Remo De Vico. Ableton Live (10.1 oder neuer) mit Max for Live ist erforderlich. Die Erweiterung ist in der Ableton Live Suite enthalten und die bekommst du natürlich auch in der neusten Version bei Thomann*.
Weitere Infos über Expressive E, Dawesome, Native Instruments und Ableton
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