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Voxengo PrimeEQ Plug-In Equalizer GUI

Das GUI ist minimalistisch gehalten, dennoch klassisch Voxengo  ·  Quelle: screenshot gearnews

Equalizer als Fremdhersteller anzubieten, ist kein leichtes Unterfangen. Schließlich bringt jede DAW mittlerweile so gute Plug-ins mit, darunter natürlich auch EQs – aber manche DAW Hersteller sind anscheinend nicht bereit, ihre Plug-ins von wenigen, stark limitierten Bändern weiterzuentwickeln. Oder man sucht etwas mit Klangcharakter. Hier kommen Fremdhersteller mit ihren Ideen ins Spiel.

Voxengos PrimeEQ ist prinzipiell ein Mix aus dem GlissEQ und dem SPAN aus dem eigenen Hause. Allerdings mit zwei kleinen Unterschieden: Es ist keine „globale“ EQ-Kurve, sondern jedes der 32 möglichen Bänder ist unabhängig von den anderen. Verändert man also eines, „zieht“ es die anderen nicht mit hoch oder runter. Die andere Neuerung ist die Bedienung, die man (afaik) zuerst bei FabFilter vorgefunden hat. Fügt man ein neues Band hinzu, erscheint ein Overlay mit den Bedienelementen für Gain, Frequenz und Filtergüte (Q). Das kann man natürlich auch mit der Maus wie üblich via Drag’n’Drop verändern, den Q-Wert mit gedrückter Alt/Opt-Taste. Jedes Band unterstützt 13 verschiedene Filter. Verschiebt man ein Band, dann verändert es die Farbe: links rot über das komplette Farbspektrum bis zu violett. Auch der FFT-Analyzer kann in der Farbe verändert werden.

Der Hersteller schreibt, dass es ein Mastering Equalizer sein soll, ich vermute mal stark, dass hier auf den neutralen Klang eingegangen wird – auf der anderen Seite fehlt M/S-Processing, was nicht nur im Mastering gern mal Einsatz findet.

Im Inneren arbeitet der PrimeEQ mit 64 Bit (float) und er unterstützt auch „alle“ Sampleraten, ich vermute mal, dass Voxengo hier von bis zu 192 kHz spricht, vielleicht auch 384 kHz, aber das ist aktuell ohnehin kaum verbreitet. Er arbeitet in Mono über Stereo bis zu 5.1 Surround und arbeitet latenzfrei. Das GUI ist frei größenverstellbar und Vollbild-geeignet.

Vom Workflow auf jeden Fall ein angenehmes Plug-in. Ich habe es ein paar Minuten ausprobiert und man kommt ohne Handbuch damit klar. Allerdings fehlt dann doch der M/S-Support, damit man es mit dem großen Vorbild Pro-Q besser vergleichen kann.

Voxengo veranschlagt dafür aktuell 49,95 USD und bietet es als AU, VST, VST3 in 32 und 64 Bit für Windows und OSX an.

Mehr Infos: Voxengo PrimeEQ

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