von  Dirk  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 11 Min | Unsere Wertung: 4,5 / 5,0
Angecheckt: Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick

Angecheckt: Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick  ·  Quelle: Teenage Engineering

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Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick sieht fast aus wie ein Spielzeug, verpackt aber einige nützliche Funktionen in einem sehr kompakten Format. Und genau deshalb ist diese kleine Hardware sogar für viele interessant, die darin eigentlich nur eine Erweiterung für EP-Serie des schwedischen Herstellers sehen. Angecheckt!

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Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick: Das Wichtigste in Kürze

  • 2-Kanal-Mixer im DJ-Stil mit 3-Band-EQ und Fadern
  • eingebautes USB-Audiointerface mit 8 Ins und 4 Outs
  • Stromversorgung über zwei AAA-Batterien oder USB-C
  • integrierte Effekte – steuerbar über druckempfindliches Pad und einen Multifunktions-Mod-Stick
  • Modulationen der Effekte lassen sich aufnehmen
  • funktioniert auch als USB-MIDI-Controller

Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick – Angecheckt

Du solltest Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick nicht einfach nur als einen kleinen DJ-Mixer oder als Ergänzung zur Serie der EP-133 Sampler abtun!

Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick
Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick · Quelle: Teenage Engineering

Denn tatsächlich steckt in diesem fast wie ein Spielzeug wirkenden Produkt mehr drin als nur ein Mixer. Das kleine Ding kann nämlich auch als USB-Audiointerface mit acht Eingängen und vier Ausgängen dienen, aber ebenso wie ein Effektgerät mit aktuell sechs Effekten. Über den USB-C-Anschluss lässt sich das neue Mitglied der EP-Serie sogar als MIDI-Controller verwenden.

Und diese ganzen Funktionen stehen quasi überall bereit, denn K.O. Sidekick ist nicht nur sehr kompakt, sondern kann über USB oder mit zwei AAA-Batterien mobil betrieben werden.

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In dem Sinne stellt EP-136 mehr als nur die Summe seiner Teile dar und ist ein sehr interessantes Stück Hardware. Was diese neue Veröffentlichung von Teenage Engineering aber noch interessanter macht, sind die vielen kleinen Details, die hier so drinstecken.

Was du alles mit dem Sidekick anstellen kannst und für wen sich die Anschaffung lohnt – darum soll es jetzt gehen.

EP-136 K.O. Sidekick: Die Hardware im Detail

Eine perfekte Kombi? EP-136 K.O. Sidekick zusammen mit zwei EP-133 K.O. II Samplern
Eine perfekte Kombi? EP-136 K.O. Sidekick zusammen mit zwei EP-133 K.O. II Samplern · Quelle: Teenage Engineering

Der Plastik-Look ist offensichtlich an die neue „EP-Reihe“ mit EP-133 K.O. II und all seinen aktuell erhältlichen Varianten angelehnt. Die gleiche Optik und der auf die Serie abgestimmte Formfaktor machen deutlich, dass EP-136 und EP-133 perfekt zusammenpassen. Und in der Tat lassen sich die Geräte über das „EP Pegs“ genannte Zubehör im Lego-Stil miteinander an den Seiten verbinden.

Theoretisch kannst du dir also mit zwei der Sampler und dem Sidekick dazwischen eine Art DJ-Deck zusammenbauen – nur eben mit Grooveboxen statt DJ-Controllern. Und ebenso ist es möglich, mehrere Modelle dieses Mixers miteinander zu verbinden, um so auf mehr Kanäle zu kommen.

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Teenage Engineering Sidekick passt aber auch in viele andere Setups komplett ohne EP-133 K.O. II Sampler. Du kannst so ziemlich jede Hardware anschließen: Volcas, eine kleine oder große MPC, OP-1 oder OP-XY, zwei kleine Turntables, iPads, Smartphones oder was auch immer – insofern das Gear Line-Signale ausgibt und keine zusätzliche Spannung (wie Phantomspeisung) benötigt.

Als Anschlüsse stehen insgesamt drei (Stereo-) Eingänge im 3,5-mm-Format bereit, begleitet von einem Stereoausgang, der ebenso für 3,5-mm-Stecker ausgelegt ist. Das wird von einem USB-C-Anschluss begleitet, der für die Verbindung zu Rechnern, Powerbanks oder auch iPads oder Smartphones dient.

Über USB lässt sich EP-136 K.O. Sidekick wie bereits erwähnt als Class-Compliant-Audiointerface mit acht Eingängen und vier Ausgängen betreiben, um so kleine Sessions aufzunehmen oder mit einer DJ-Software wie rekordbox oder djay zu mixen.

Zwei der analogen Eingänge werden den beiden Kanälen zugeordnet, dazu kommt der zusätzliche (AUX-) Eingang. Channel 1 und 2 sind mit Gain-Regler, 3-Band-EQ, einem Cue-Button zum Vorhören und jeweils einem FX-Button bestückt.

  • Anschlüsse hinten
  • Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick - von der Seite
  • Anschluss vorne

Auf der rechten Seite befinden sich das sehr gut lesbare LCD-Display, der Main-Lautstärkeregler, das berührungsempfindliche runde Performance-Pad (hier „Force Pad“ genannt), der wie eine kleine Wippe oder Joystick wirkende Mod-Controller sowie der Lautstärkeregler für den Kopfhöreranschluss an der Vorderseite. Außerdem siehst du hier einen Select-Button, der für einige besondere Funktionen zusätzlich gedrückt werden muss.

Unter dem kleinen Plastikdeckel am oberen Teil sitzt das Fach für die Batterien, zudem ist hier ein kleiner Button versteckt, mit dem du ein Menü für weitere Einstellungen aufrufst.

Keine Frage – Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick besteht primär aus Plastik und fühlt sich in dem Sinne auch ein bisschen wie ein Spielzeug an. Ich werde an meinem Gerät auf zu viel krasse Spielereien mit den Fadern verzichten – dafür wirken sie einfach ein bisschen zu sensibel. Und für mein Empfinden fühlen sich speziell die EQ-Regler etwas zu glatt zwischen den Fingern an. Da hätte ich mir doch ein bisschen mehr „Grip“ gewünscht. Damit sind wir aber auch schon bei meinen größten Kritikpunkten.

Einige Tricks unter der Haube

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Kommen wir nun zu den angesprochenen Details – denn die sind wirklich interessant und zeigen, dass sich Teenage Engineering einige Gedanken gemacht hat. Der besagte Button am Batteriefach ruft nämlich das Einstellungs-Menü auf, um EP-136 K.O. Sidekick auf verschiedene Setups und Anwendungen anzupassen.

Hier schaltest du in dem Eingangsmenü unter anderem die Channel 1 und 2 so um, dass du diese entweder Stereo, Mono oder im Split verwendest. Für die Equalizer gibt es die drei wählbaren Modi DJ, Studio und parametrisch – alle mit in mehreren Stufen umschaltbarer Filtergüte bis 24 dB/Oktave. MIDI-Konfigurationen lassen sich in dem Setup ebenfalls vornehmen, dazu kommen Menüs für die Helligkeit oder die Anzeige der Batterieleistung.

Noch mehr bietet der kleine Sidekick mit ein paar versteckten Optionen. Drücke ich auf die orangefarbenen Gain-Regler, öffnet sich ein Submenü für den Kompressor. Du hast richtig gelesen, auf Channel 1 und 2 erwartet dich ein Kompressor mit drei verschiedenen Typen. Im Gain-Menü stelle ich die Verstärkung (bis zu 24 dB) und das Panorama ein.

Neben solchen „versteckten“ Funktionen überrascht zudem das Display mit seinen kontextabhängigen Visualisierungen, die nicht nur sehr crisp aussehen, sondern auch schick animiert sind. Das wird zum Beispiel bei den EQ-Einstellungen deutlich, die hier schön mit ihren Kurven dargestellt werden. Ebenso schön sehen die Animationen der Effekte aus, auf die ich jetzt eingehe.

Zum Tempo synchronisierte Effekte

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Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick bietet zwei FX-Slots, die sich auf Kanäle 1 und 2 verteilen. Für jeden dieser beiden Slots stehen sechs Effekte zur Auswahl:

  • Filter
  • Delay
  • Tape
  • Loop
  • Tremolo
  • Siren

Alle Effekte funktionieren im Zusammenspiel mit dem Modulations-Stick und dem Force Pad. So steuert der kleine Stick beim Filter, ob du Tief- oder Hochpass verwendest – in dem Sinne funktioniert das Filter also bipolar. Gleichzeitig bestimmst du mit dem Druck auf das berührungsempfindliche Pad, wie stark die Resonanz ausfällt.

Das Delay lässt sich zum Tempo synchronisiert einsetzen, hier dient das Pad quasi wie ein Send-Regler und der Mod-Stick schaltet die Länge des Delays um.

Mit dem Tape-Effekt sind Scratch- und Tape-Stop-Effekte möglich, indem du den Stick nach links oder rechts bewegst. Das Pad erzeugt den Sound von einem leiernden Band.

Hinter Loop steckt ein kleiner Looper/Beat-Repeater. Hier wird wieder über den Stick die Länge eingestellt und der Effekt über das Pad getriggert. Tremolo funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, hier geht es um rhythmische Modulationen der Lautstärke. Dieser Effekt eignet sich für schöne Stutter-FX oder auch dezentere Effekte.

Siren stellt eine „Dub-Siren“ dar. Dahinter verbirgt sich eine Art Tongenerator, dessen Charakter du über den Stick änderst – mit dem Force Pad steuerst du den Sound und dessen Tonhöhe.

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Auch bei den Effekten zeigt EP-136 K.O. Sidekick wieder ein paar zusätzliche Tricks. Dazu zählt die Option, eine kurze FX-Sequenz aufzunehmen – dafür muss der Select-Button während der Performance an Stick und Pad gehalten werden. Sobald du die Taste wieder loslässt, läuft diese aufgezeichnete Automation als Loop weiter. Und auch das wird hier wieder sehr schick am Display visualisiert.

Außerdem ist es sogar möglich, die Effekte in Reihe zu verwenden: Mit gehaltener Select-Taste und dem Druck auf beide FX-Buttons weist EP-136 K.O. Sidekick beide Effekte gemeinsam auf die Master-Spur zu. Genial!

Das Tempo ermittelt der Mixer übrigens automatisch, du kannst das Tempo aber auch manuell über eine Tap-Funktion „einklopfen“.

Die Effekte klingen insgesamt gut, manchmal sitzen die FX im Timing aber nicht ganz punktgenau – so habe ich das jedenfalls an einigen Stellen empfunden. Und das Filter reagiert zusammen mit dem kleinen Mod-Stick sehr sensibel. Trotzdem macht es Spaß, mit den Effekten zu spielen. Das Delay ist im Gegensatz zu allen anderen Effekten übrigens nicht beim Cueing der Kanäle zu hören, sondern sitzt nur auf dem Master. Warum auch immer.

Ich hoffe, dass Teenage Engineering irgendwann mal mit mindestens einem neuen Effekt bei einem zukünftigen Update daherkommt.

Denkbare Setups für EP-136 K.O. Sidekick

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Mit dem kleinen Mixer lässt sich unterm Strich eine ganze Menge anstellen. Bis zu drei Gerätschaften lassen sich anschließen und über USB am Rechner aufnehmen. Je nach Einstellung an den Devices kannst du so theoretisch bis zu sechs Mono-Spuren aufzeichnen. Dafür müssen die entsprechenden Sounds hart nach links oder rechts im Panorama verteilt werden. Ansonsten gibt es immerhin drei individuelle Stereo-Spuren plus die Stereosumme.

Denkbar ist auch, den Cue-Weg über den Kopfhörerausgang in einem Setup für einen externen Effekt zu nutzen und dessen Ausgang wieder in den AUX-Eingang am EP-136 K.O. Sidekick zu schicken. Der Cue-Button funktioniert dann wie eine Art Send-Regler. Und natürlich kannst du den Mini-Mixer ebenso einfach wie ein Effekt-Gerät benutzen.

  • Für kleine mobile Setups ist EP-136 super ausgestattet
  • Kleiner Jam mit iPad und EP-133 K.O. II: EP-136 K.O. Sidekick macht's überall möglich
  • EP-136 im Zusammenspiel mit Ableton Move und Novation Circuit

Ich besitze – wie vermutlich viele von uns – einige kleine Gadgets, „Sound-Toys“ und Klangerzeuger. Spontane Jams mit batteriebetriebenem Gear wie Monotrons, Pocket Operators, Mini-Synths von Behringer oder kleinen Grooveboxen lassen sich hiermit überall umsetzen und auch auch jederzeit am Laptop aufnehmen.

Ebenso gut eignet sich der Sidekick als Interface für einen kleinen (DJ-) Gig mit Ableton Live. Ich kann mir sogar vorstellen, den Mixer in Kombination mit meinem Syntakt zu benutzen, um hiermit die in den Synthesizer eingehenden Signale zu kontrollieren und zusätzlich zu bearbeiten.

Wie du siehst, ist EP-136 K.O. Sidekick sehr anpassungsfähig und genau deshalb auch so interessant.

Fazit

Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick entpuppt sich als ein flexibles Tool für kleine Studio- und Live-Setups. Die Kombination aus Mischpult, USB-Audiointerface, Effekt-Box und MIDI-Controller eignet sich für eine Reihe von Aufgaben. Das liegt auch daran, dass Sidekick auch mit Batterien funktioniert und sich mit seinen kompakten Maßen überall einfügt.

Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten werten den kleinen Mixer auf. Die verschiedenen EQ-Modelle klingen gut und packen spürbar zu, zudem sind die beiden Hauptkanäle sogar mit einem eigenen Kompressor versehen, der ebenfalls in drei Modi umschaltbar ist. Die aktuell sechs internen Effekte klingen gut, Modulationen lassen sich sogar in einem zum Tempo synchronisierten kurzen Loop aufnehmen.

Das alles verpackt Teenage Engineering in einem verspielten Design, bei dem aber trotzdem die Details stimmen. Das kleine Display liefert knackscharfe Darstellungen der Parameter, teilweise sogar mit schicken Animationen.

Gibt es auch was zu meckern? Dass die Regler nicht sehr griffig sind, stört speziell bei den EQs ein bisschen – vielleicht gibt es da mal 3D-gedrucktes Zubehör als kleine Abhilfe. Die Fader machen den Eindruck, dass sie nicht zu viele wilde Bewegungen vertragen.

Unterm Strich gefällt mir EP-136 K.O. Sidekick aber sehr gut – genau deshalb habe ich mich auch für einen Kauf entschieden. EP-136 ist ohne Frage mehr als nur ein Sidekick für die K.O. Serie!

Verfügbarkeit und Preis

Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick ist hier bei Thomann erhältlich*.

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Kundenbewertung:
(5)

Pro und Kontra

Pro

  • Coole Kombination aus Mini-Mixer, Audiointerface und Controller
  • Batteriebetrieb möglich
  • EQs im Stil umschaltbar
  • Kompressor mit drei Modi für Channel 1 und 2
  • Interne Effekte, entweder einzeln auf Channel 1 und 2 zuweisbar oder sogar in Reihe auf der Master-Spur
  • Kleines, aber sehr scharfes Display
  • Intuitive Bedienung

Kontra

  • Drehregler könnten etwas griffiger sein – speziell bei den EQs
  • Kanalfader wirken nicht sehr robust

Weitere Infos

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