Schreckliche Synthesizer: 5 gruselige Synths zu Halloween
Wer liefert den gruseligsten Soundtrack zu Halloween? Natürlich schreckliche Synthesizer! Hier sind fünf Synths, die jeden Horrorfilm oder Game-Soundtrack so richtig schön unheimlich klingen lassen.
Halloween steht mal wieder vor der Tür! Wer nicht gerade mit furchteinflößender Kostümierung um den Block zieht und die Nachbarn das Fürchten lehrt, macht es sich vielleicht mit einem Horror- oder Science-Fiction-Klassiker auf der Couch gemütlich. Gut möglich, dass dabei auch schreckliche Synthesizer im Spiel sind. Denn seit es Synthesizer gibt, sind sie aus den Soundtracks beider Genres nicht wegzudenken – von den Klassikern von John Carpenter bis hin zu Stranger Things.
Hier sind fünf so richtig schön schreckliche Synthesizer für deinen Netflix-Gruselabend!
Schreckliche Synthesizer
Schreckliche Synthesizer: Sequential Prophet-5
Kaum jemand hat mehr dazu beigetragen, den Synthesizer im Horror-Genre zu etablieren, als John Carpenter. Synthesizer waren nicht so teuer und kompliziert wie ein Orchester und lieferten ihm genau die schaurigen Sounds, die er für seine Gruselfilme brauchte.

Im Laufe seiner langen Karriere hat Carpenter viele schreckliche Synthesizer genutzt; unter anderem ist auf dem Soundtrack zu Assault – Anschlag bei Nacht (Assault on Precinct 13) ein großes Moog-Modularsystem zu hören. Besonders wird Carpenter aber mit dem Sequential Circuits Prophet-5 in Verbindung gebracht, der ihm und Alan Howarth die Sounds für Klassiker wie Halloween II – Das Grauen kehrt zurück, Christine und Die Klapperschlange (Escape from New York) lieferte.
Neben dem Prophet-5* hat Sequential vor einigen Jahren auch den Prophet-10* neu aufgelegt, dessen zweimanualiger Vorgänger ebenfalls ein fester Bestandteil von Howarths legendärem Studio Pi West war. Mit zwei Oszillatoren, dem berühmten Filter und vor allem der Poly-Mod-Sektion für schräge FM- und PWM-Sounds sind die beiden wirklich absolut schreckliche Synthesizer!
Schreckliche Synthesizer: ARP Quadra

Ein weiterer Synthesizer, der in den Soundtracks zu Halloween II und Escape from New York eine prominente Rolle einnimmt, ist der ARP Quadra. Als eine der „Super String Machines“ der späten 1970er-Jahre bietet der Quadra vier Sektionen für Bass, Strings, polyphone Synthesizer-Sounds und Leads. Lange bevor multitimbrale Workstations aufkamen, erfüllte der Synthesizer Keyboardern den Wunsch nach einem All-in-one-Instrument. Und wie alles von ARP klang er fantastisch – vor allem die vom Omni abgeleitete String-Sektion und der monophone Lead-Synthesizer nach Art des Solus. Hinzu kam ein legendär cremiger Phaser-Effekt.
Auf dem Gebrauchtmarkt ist dieser schreckliche Synthesizer leider inzwischen sehr teuer. Zum Glück hat Cherry Audio dem ARP Quadra eine exzellente Software-Emulation* gewidmet. Die bietet darüber hinaus viele zusätzliche Funktionen wie einen erweiterten Tonumfang für die einzelnen Sektionen, zusätzliche Schwingungsformen und neue Effekte.
Schreckliche Synthesizer: UJAM Usynth Stranger
Als Stranger Things im Jahr 2016 auf Netflix debütierte, waren auch Synthesizer in Soundtracks plötzlich wieder da. Die Musik von Michael Stein und Kyle Dixon war eine Mischung aus Synthwave und Horror-Soundtrack im Carpenter-Stil – und sie erinnerte uns alle an schreckliche Synthesizer!

Über die beeindruckende Synthesizer-Sammlung der beiden wurde viel geschrieben; unter anderem kamen ein Sequential Prophet-6, ein ARP 2600, ein Odyssey und ein KORG Mono/Poly zum Einsatz. Aber es geht auch einfacher: Usynth Stranger von UJAM vereint diverse schreckliche Synthesizer-Sounds aus Stranger Things in einem handlichen Plugin. Die düsteren und manchmal seltsam entrückten Klangwelten wurden vom Sounddesigner Alessandro Cardinale zusammengestellt.
Usynth Stranger bekommst du bei Plugin Boutique* – noch bis zum 31. Oktober mit über 60 % Rabatt!
Schreckliche Synthesizer: Theremin
Schon lange, bevor es Synthesizer im heutigen Sinne gab, setzten Sounddesigner für Horror- und Science-Fiction-Filme auf Elektronik, um das Publikum standesgemäß zu erschrecken. Ein berühmtes Beispiel ist der Soundtrack zum Science-Fiction-Klassiker Alarm im Weltall (Forbidden Planet) aus dem Jahr 1956. Die außerirdischen Klangwelten erschufen Bebe und Louis Barron mithilfe von primitiven elektronischen Schaltkreisen und Tonbandgeräten.

Ein weiterer Klassiker des Genres ist das Theremin, dessen fremdartige und zugleich auf eine unwirkliche Art menschliche Klänge Filme wie den Hitchcock-Klassiker Spellbound und Das Ding aus einer anderen Welt (The Thing from Another World) veredelten.
Das Moog Theremini knüpft an Bob Moogs lange Beziehung zu diesem frühen elektronischen Instrument an. Dank eines Pitch-Assistenten und eines integrierten Stimmgeräts ist es deutlich einfacher zu spielen als herkömmliche Theremins – sogar Anfängern gelingen damit schreckliche Synthesizer-Melodien.

Etwas experimenteller ist das Stylophone Theremin unterwegs, das auf die Antenne für die Lautstärke verzichtet und stattdessen dazu einlädt, mit der zweiten Hand an den Reglern zu schrauben. Beide Instrumente sind bei Thomann* erhältlich.
Schreckliche Synthesizer: Eternal Research Demon Box
Wenn es um schreckliche Synthesizer geht, darf einer natürlich nicht fehlen: die Demon Box. Die furchterregende Konstruktion von Eternal Research verwandelt elektromagnetische Felder in schaurige Töne, die geradewegs aus einem Horror-Film oder Game zu stammen scheinen.

„Mittels eines eigens entwickelten Systems aus Spulen, die elektromagnetische Felder in Klänge umsetzen, interagiert die Demon Box mit Geräten wie einem Handy oder einem Fön, verarbeitet das Signal und verwandelt es in Musik“, erklärt der Hersteller. Man bewegt also ein beliebiges elektrisches Gerät über der dämonischen Box hin und her und es wird ein Klang daraus, den man dann mit Effekten und weiteren Elementen bearbeiten kann.
Klar, dass ein solches Gerät wie gemacht für gruseliges Sounddesign ist. Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht: Die Demon Box ist direkt beim Hersteller für 908,95 € erhältlich.
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