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Beatpad Android

Reloop and Algoriddim Djay2 go Android – kommt da ein Stein ins Rollen?  ·  Quelle: Reloop

Letzte Woche hatten wir im Beitrag über Cross DJ noch davon berichtet, dass sich bei den Android DJ-Apps was tut, da trifft auch schon die Nachricht ein, dass kein geringerer als iOS-Veteran Algoriddim seine beliebtes Djay2 portiert, das sich laut Pressemeldung (siehe unten) mit 15 Millionen Downloads im Apple-Universum brüsten kann. Eigentlich war es ja auch nur eine Frage der Zeit, bis die Softwarehäuser und Equipment-Hersteller diesen noch recht unerschlossenen, dennoch riesigen Anwenderkreis ins Visier nehmen. Möglich gemacht hat dies wohl der Rollout von Android 5.0, das eine verbesserte Audio-Engine und USB-Device-Unterstützung mitbringen soll. Und hier hat Android eventuell den Vorteil, dass sich mittels OTG-Kabel so ziemlich jedes treiberunterstützte USB-DJ-Gear oder generische USB-Audiointerface anschließen ließe.

Was liegt also näher, als dass einer der großen Player hier direkt mit einem seiner Vorzeigeprodukte einsteigt, nämlich Reloop mit dem Beatpad. Der DJ-MIDI-Controller trat vor einiger Zeit schon mit Djay für iOS und Mac ins Rampenlicht, reihte sich in den ebenfalls noch ziemlich überschaubaren Ring der in Hardware gegossenen iOS-Kommandobrücken ein und möchte nun auch für die Androiden eine neue Ära des DJ-ings einleiten. Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

„Mit über 15 Millionen Nutzern ist die iOS App DJAY die erfolgreichste DJ-Applikation am Markt. Heute kündigte der Hersteller Algoriddim eine Android-kompatible DJAY 2-App an! DJAY 2 ist kompatibel mit den meisten Android Smartphones und Tablets, unabhängig von der Screen-Größe und Auflösung bei gleichzeitig hochwertiger und latenzfreier Audio-Performance. Das Reloop Beatpad ist der erste Controller, der nun auch Android-Usern eine hochwertige DJ Hardware für die DJAY App bietet. Auch in der DJAY Version für Android ist Spotify auch vollständig integriert und bietet einen Zugriff auf Millionen von Tracks.“

Djay2 gibt es für gerade mal 2,99 Euro im Play-Store und ich muss sagen, dass es sich, im Hinblick auf die Features und die absolut ansehnliche Optik, meiner Meinung nach nicht hinter der iOS-App verstecken muss. Spotify ist ebenfalls integriert und so kann man sich mit einem Premium Account schon ganz schön die Zeit vertreiben. Wie sich das Handling und die Performance in einer vollständigen DJ-Session mit Steuer-Hardware darstellt, kann ich, allein schon aufgrund eines mangelnden Beatpads hier nicht mutmaßen. Aber eines ist wohl klar: Android goes DJ – der Anfang ist gemacht. Warten wir mal ab, inwieweit die Anderen folgen. Ein Treffen zwischen Native Instruments Chef Daniel Haver und Googles Chairman Marc Schmidt könnte eventuell darauf hinweisen, dass bald auch Native Instruments in den Ring steigt. Ob iMaschine oder eine komplett neue App folgen, steht allerdings noch in den Sternen. Meiner Meinung nach ist es im Bereich des Möglichen, dass eine Traktor DJ Umsetzung kommt, unter Umständen mit Controller-Unterstützung aus der Traktor-Kontrol Serie und vielleicht sogar mit Google Music als Streaming Dienst. Von offizieller Seite gibt es allerdings (noch) kein Statement.

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Rokket

iOS hat ja in Musikerkreisen schon weit vorgelegt, bei den Heim-DJs auch. Ob sich das aufholen lässt?