Gitarren-Boutique: Metallica spielen Sphere-Residency in Las Vegas
Spannende News aus der NAM-Welt und skurrile Utilities!
Nach der Stadion-Tour kommt die Sphere-Residency! Und was U2, Dead and Company und Phish können, gelingt Hetfield und Mannen doch mit Links! Außerdem gibt es News aus der NAM-Welt und ein Gitarrenputztuch, das optisch nicht unähnlich zu einem Topflappen ist.
Diese Woche in der Gitarren-Boutique
Metallica kündigen Sphere-Residency an
Wo Metallica schon überall gespielt haben … Antarktis, 1991 in Moskau, die S&M-Shows mit Orchester. Fehlt eigentlich nur noch der Mond. Und da spielen sie jetzt. Fast. Ziemlich erwartbar haben Hetfield und Co. jetzt eine Sphere-Residency angekündigt.
Seit der Eröffnung der überdimensionierten Kugelarena in Las Vegas gehört eine „Residency“, also eine Serie von Konzerten, zum guten Ton (oder nicht) unter den größten Rockbands des Planeten. Mit U2 ging es los, Dead and Company (Nachfolgeband von Grateful Dead), Phish und die Eagles folgten.
Das Besondere der Arena ist nicht nur die fast komplette Umhüllung von Innen- und Außenwand mit 16K-LED-Displays. Auch die Akustik soll, je nach Bericht, dank der „4D Sensory Technology“ zumindest ungewöhnlich sein. Na, dann wollen wir doch mal sehen, „For whom the Sphere tolls“ oder so ähnlich.
„Life Burns Faster“
Aber Metallica wären nicht Metallica, wenn die acht Konzerte umfassende Serie nicht auch einen eigenen Namen bekäme und einen Trailer. „Life burns faster“ nennt man die Sphere-Residency, am 1. Oktober 2026 ist die Premiere, dann ist die nächste Show direkt am 3. Oktober. Weitere Konzerte folgen am 8. und 10., am 15. und 17., am. 22. und 24., sowie am 29. und 31. Oktober.
Auf Metallica’s Website gibt es alle Infos und Links zu den Tickets der Shows. Noch scheint der generelle Vorverkauf nicht gestartet zu sein, mich hätte nämlich sehr interessiert, wo wir uns hier für ein Ticket finanziell bewegen. Wird nicht günstig sein, wird aber bestimmt auch ziemlich einmalig sein. Denn Metallica haben angesagt, dass sie jeden Abend ihrer Sphere-Residency eine komplett andere Setlist spielen werden.
Neues für NAM: A2 Update, Tone3000 Update, Stompstation Pro
Beim Thema NAM (Neural Amp Modeling), dem Open-Source-Modeling, das Kemper, Neural DSP und Co. das Fürchten lehrt, gab es so einige Neuheiten in den letzten Monaten. So wurde zur NAMM 2026 das neue Format A2 (Architecture 2) vorgestellt. Das bringt Verbesserungen in gleich drei Punkten:
- Weniger leistungshungrig: Profiles, die mit A2 erstellt wurden, sollen auch auf schwächeren CPUs ohne Umwandlung laufen können. Damit öffnet sich die Tür für volle NAM-Kompatibilität für weitaus mehr Multi-Effekt- und Amp-Modeling-Pedale.
- Besserer Sound: A2 wird den Realismus, also das Ansprechverhalten der virtuellen Amps was Dynamik, Gain-Strukur, Frequenzverhalten und Transienten betrifft, dramatisch verbessern.
- Slimmable NAM: Vorbei sind die Zeiten, wo Hersteller wie Valeton oder Hotone eigene Umwandler bieten mussten, um NAM-Profile auf CPU-freundliche Formate runterzurechnen. Mit Slimmable NAM erkennt der NAM-Player die Leistungsfähigkeit der jeweiligen CPU und passt sich automatisch an.
Wenn ich den Blogpost bei Tone3000 zu A2 richtig verstehe, soll das neue Format noch diesen Monat offiziell verfügbar sein. Warten wir gespannt auf Reviews und neue Produkte mit A2, damit wir die Versprechen auch in Aktion erleben können!
Apropos Tone3000, der offizielle Hub für NAM-Profile hat ein kleines, sehr nützliches Feature vorgestellt. Ihr könnt ab sofort Profiles direkt auf der Website probespielen. Gitarre ans Interface, auf Tone3000 zum „Play“-Bereich gehen, „Connect“ klicken, Interface auswählen und los geht’s! Tolle Idee!
Das nächste NAM-Pedal: Stompstation Pro
Da hörte man es schon im Herbst zu rumoren, dass Darkglass Anagram und Dimehead Pedal wohl bald Konkurrenz bekommen würden, die wie beide NAM-Profile auch unkomprimiert laden kann. Und ich sag’s mal so, der NAM-Hype scheint ungebrochen. Denn das erste Batch der Stompstation Pro war quasi sofort ausverkauft.
Was das Pedal bietet? NAM Loader mit bis zu zwei NAM-Profilen gleichzeitig, Stereo-IR-Loader, voller Support von NAM A1 und A2, Farbdisplay, Effekte wie Reverb, Delay und Chorus, MIDI-Sync, 192-kHz-32-bit-Wandler, kompletter Stereosignalfluss – das alles für 579,00 Euro, made in the EU?! Alter Falter, da entwickeln sich die Dinge mit einer Geschwindigkeit, dass IKM und Line 6 echt aufpassen müssen. Toll!
Wann die zweite Charge in den Verkauf geht, hat der Hersteller noch nicht verraten, lange dauern kann es aber nicht. Ob die Fractal-Audio-User Hetfield und Hammett wohl für ihre Sphere-Residency auf NAM umsteigen?
D’addario Micro-Fiber Polishing Mitt: Topflappen oder Gitarrenpoliturtuch?
Zum Schluss noch eine nützliche oder skurrile oder skurril nützliche Neuheit von D’addario: das Micro-Fiber Polishing Mitt. Sind wir mal ehrlich, es gibt beim Thema Gitarrenpolitur zwei Lager. Die einen, die sich sehnsüchtig an den Moment erinnern, als die Gitarre neu war und seitdem nicht auf die Idee gekommen sind, der Klampfe einmal zu altem Glanz zu verhelfen.

Und die anderen, die, während der Nachbar sein Auto wäschen fährt, sonntags ihren Fuhrpark im Proberaum auf Hochglanz bringen. Thomann bietet da ja so einiges* an Reinigungsmaterial. D’addario packt mit dem Polishing Mitt jetzt aber eine Schippe drauf.
Hier hat man kein schnödes Tuch, sondern gleich einen ganzen Handschuh, mit dem die Lieblingspaula gestreichelt werden kann. Und anders als „normale“ Reinigungstücher für Gitarren soll das Modell das Ganze auch streifenfrei hinbekommen. Gibt es für 12,00 Euro beim Hersteller. Wer’s ausprobiert, schreibt bitte in die Kommentare, ob das „Reinigungserlebnis“ ein so viel besseres ist.
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