Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das neue Signature-Modell  ·  Quelle: epiphone.com

So sieht sie aus  ·  Quelle: epiphone.com

Stop-Tail Bridge  ·  Quelle: epiphone.com

Der Shadow E-Tuner  ·  Quelle: epiphone.com

Der Brüllwürfel  ·  Quelle: epiphone.com

Gigbag mit fancy Aufdruck  ·  Quelle: epiphone.com

Zubehör ist auch dabei  ·  Quelle: epiphone.com

Das Slash eine weitere Signature Les Paul bekommt, ist nicht wirklich verwunderlich. Ist er doch seit Jahren bekennender Fan dieses Modells. Aber warum wird es ausgerechnet eine Sepcial-II von Epiphone?

Epiphone macht gute Gitarren zu kleinen Preisen. Dazu gehört auch die Les Paul (LP) Serie. Da Epiphone recht früh von Gibson aufgekauft wurde, dürfen die als einzige originalgetreue Nachbauten unter dem Seriennamen vertreiben. Gleich vier unterschiedliche Serien gibt es: die LP Standard, die LP 100s, die LP Studio und die LP Special-II. Letztere sind die preiswertesten Modelle und wenn man den Internetforen Glauben schenkt, die mit Abstand durchwachsenste Serie, da hier oft grobe Verarbeitungsfehler auftreten.

Ich hatte persönlich zwei Modelle im Laden angespielt und konnte keine krassen Fehler feststellen. Es mangelte einfach an der Endkontrolle und den Einstellarbeiten. Bei dem einen Modell waren die Bünde einfach ab Werk unbrauchbar, die andere LP hatte das Problem nicht. In der Preisregion eben Glückssache. Irgendwo muss ja gespart werden, schließlich kommt der Preis nicht von ungefähr.

Die Epiphone Slash ‚AFD‘ Les Paul Special-II stammt, wie der Name schon verrät, aus der preiswertesten Serie. Das damit die echte Slash-Gibson gerade mal annährend kopiert wird, finde ich super schade. Warum wird die Standard-Serie nicht weiter vertrieben? Statt Trapez-Inlays gibt es nun schnöde ‚Dots‘ und nur zwei statt vier Potis. Der Pickup-Wahlschalter sitzt auch an der falschen Stelle.

Abgesehen von den Punkten geht es schon in die richtige Richtung: Mahagoni Body mit geflammter AAA Ahorndecke. Leider nicht wie beim Original gewölbt. Die Farbe nennt sich Appetite Amber – Appetitlicher Bernstein. Sieht schon lecker aus und kann man somit gelten lassen. Hinten und an den Seiten ist der Body in Kirschtönen lackiert. Der geschraubte Hals besteht ebenfalls aus Mahagoni mit Palisandergriffbrett. Auf dem Headstock gibt es noch Slashs Snakepit-Logo – sonst würde man es vermutlich nicht als Signature erkennen.

Die Pickups sind natürlich Humbucker. Die Zebraoptik lässt einen Burstbucker vermuten, leider sind es aber nur die Epiphone Ceramic Plus Tonabnehmer mit hübscher Kappe. Als kleines Gimmick wurde am Steg-Humbucker noch ein Shadow E-Tuner eingebaut. Sehr löblich.

Epiphone hat ein komplettes Startset zusammengestellt: Die Gitarre mit Signature-Gigbag, Kabel, Gurt, drei Plektren und obendrauf noch einen 15 Watt Verstärker mit 8-Zoll-Speaker und zwei Kanälen. Der sollte für erste Schritte ausreichen. Mit Sicherheit wird dieses Paket aber niemals nach Slash klingen. Das liegt natürlich nicht nur an seiner persönlichen Spielweise, sondern auch an den Komponenten. Deswegen finde ich solche Budget Signature-Pakete immer grenzwertig. Heißt aber nicht, dass es schlecht sein muss. Ausprobieren!

Das Paket wird aktuell noch nicht in Deutschland vertrieben. Sobald da etwas in den Regalen steht, gibt es an dieser Stelle einen Link und einen verbindlichen Preis. Mehr Infos gibt es wie immer direkt auf der Produktseite. Gerüchten zufolge gibt es das Set auf Wunsch auch ohne Amp. vermutlich am Ende sinvoller.

Update: Sie ist in den Regalen angekommen. Ob das Modell die 269 Euro Wert ist, muss am Ende jeder selbst entscheiden. Ich denke, als Starterset geht das sehr in Ordnung.

Update 06.08.2014:

Ein Leser hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dem Namen der Farbe „Appetite Amber“ auch auf das GnR Album „Appetite for Destruction“ beziehen kann. Dort hatte Slash so ein Modell angeblich bei „Sweet Child O‘ Mine“ im Studio und im Video gespielt. Daran hatte ich garnicht als Nicht-GnR Fan gedacht. Danke. :) 

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: