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Heather Brown Electronicals Blessed Mother V2 Overdrive Effekt Pedal

 ·  Quelle: Heather Brown Electronicals

Das Heather Brown Electronicals Blessed Mother klingt nicht nur gut, sondern hat auch ein Extra, nach dem sich viele Gitarristen (und Bassisten) die Finger lecken und sich andere Hersteller ruhig mal eine Scheibe abschneiden könnten. Allerdings kostet es für ein Overdrive auch nicht wenig. Ob da der Segen der Mutter Gottes als Kaufargument reicht?

Heather Brown Electronicals Launches Blessed Mother V2 Overdrive

Es sieht nicht nur unschuldig aus, sondern ist für alle mit christlichem Glauben wohl auch noch etwas Besonderes, denn die Heilige Mutter Maria ist darauf abgebildet und gibt dem Sound (vermutlich) ihren Segen. Nett von ihr. Und so wie es im Video klingt, hat sie es voll drauf mit dem Segnen.

Blessed Mother gibt es mittlerweile in Version 2, wobei hier vor allem der Headroom erweitert wurde. Alles andere bleibt gleich. Das Effektpedal beherrscht von Clean Boost bis Overdrive die ganze Staffelage und wird vor allem durch 2-Band-EQ und Volume und Gain gesteuert.

Interessant ist der Regler für Unbeflecktheit – Immaculate. Dahinter verbirgt sich ein Clean-Blend. I see what you did there, Heather Brown. ;)

Heather Brown Electronicals Blessed Mother V2 Overdrive Effekt Pedal 1

Overdrive-Klang

Hier muss ich noch mal gesondert drauf eingehen, denn im Video „kann“ der Sound wirklich kuschelig weich und wirkt sehr flexibel bis zur kratzigen Kante, gut für Solopassagen. Und der Clean-Blend ist ohnehin ein fettes Extra. Ich vermute, dass das auf den 2-Band-EQ zurückzuführen ist. Ob das nun aus der Zeit bei Mike Matthews von Electro-Harmonix oder Robert Keeley herrührt oder eine eigene Idee ist: Gut so. Es braucht ein paar Overdrives, die sich aus der grauen Masse zwischen den ewigen und nur minimal veränderten TS, OCD und Klon als etwas Eigenständiges behaupten können.

Vor allem sollte es mehr Frauen an den Lötkolben geben. Kennt ihr weitere „Female-Fronted Pedalfirmen“? Mich deucht, die Musikindustrie hat da noch viel Nachholbedarf.

Preis und Marktstart

Das Heather Brown Electronicals Blessed Mother Pedal kostet direkt ab Hersteller 220 USD. Nicht wenig, aber dafür mit Boutique und so. Dazu kommen Steuern und Versandkosten und eventuell Zeit beim Zoll im Warteraum.

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Video

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RonnythetclaudiusGingerhead Recent comment authors
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Gingerhead
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Die Musikindustrie hat noch viel Nachholbedarf? Warum greifen nicht einfach mehr Frauen zum Lötkolben, niemand hindert sie daran? Genau, weil sich Frauen typischerweise eben nicht so sehr fürs Löten interessieren, sondern für andere Dinge. Dieses nun, dem Trend folgend, dem sog. Patriarchat vorzuwerfen, ist absoluter Schmarrn, denn warum Frauen oft typische Fraueninteressen haben, und Männer typische Männerinteressen, hat sicher eine Unzahl von Gründen. Das dann aber auf einen einzigen möglichen Grund zu reduzieren, ist höchst unseriös! Aber das ist halt gerade der Trend. Wenn Frauen irgendwo unterrepräsentiert sind, wars der Mann, der die Schuld daran trägt. Klar, ganz einfach! Dann… Read more »

Ronny
Gast
Ronny

Die Politisierung von alltäglichen Dingen – wie hier z.B. Effektgeräten – geht mir schon seit Jahren schwer auf die Nerven. Wer entschlossen ist seinen Weg zu gehen, wird dies auch ohne Safespace tun. Sonst würden uns Namen wie Galilei heute nichts sagen.

thet
Gast

Bin vor kurzem auf Frantone gestoßen. Sie ist bzw. war eine ganz große der Pedalszene. Aktuell stellt sie keine Pedale mehr her. Hier ein Video:
https://www.youtube.com/watch?v=pHyY9F9PBPM