von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
GForce Software M-Tron MkII

GForce Software M-Tron MkII  ·  Quelle: GForce Software

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M-Tron MkII von GForce Software nimmt sich Mellotron MkI/MkII und Chamberlin Musicmaster vor, um daraus so etwas wie das ultimative Plug-in für Mellotron-Klänge zu erstellen. Dabei geht es nicht nur um die typischen Lead-Sounds, sondern ebenso um Rhythmen. Die Sounds der raren Originale wurden aufwendig aufgenommen, das Plug-in bietet natürlich einige moderne Features.

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GForce Software M-Tron MkII

Ursprünglich wurden die Vorlagen als die ultimativen Konsolen für Home-Entertainment gedacht. Das in England gefertigte MkI/MkII zeichnet sich sich durch zwei Tastaturen aus, von denen die linken 35 Noten Kombinationen von 18 Rhythmen und Begleitungen spielen, während sich die andere Seite um 18 Lead-Sounds kümmert. Für das Plug-in hat GForce die Zahl auf jeweils 66 Rhythmen und Leads aufgebohrt. Wenn ihr beim Live-Spiel in den vollen Genuss kommen wollt, empfiehlt der Hersteller einen Controller mit 88 Tasten, alternativ lassen sich die zwei Manuale auch auf MIDI-Kanäle verteilen.

Damit die Arbeit mit den Rhythmen/Begleitungen schön fluffig in der DAW funktioniert, könnt ihr das Tempo zum Host synchronisieren. Aber ihr sollt euch auch kreativ austoben und deshalb ist es sogar möglich, die rechte Seite ebenfalls für Begleitungen und Rhythmen zu nutzen. Das erlaubt das Fusionieren von unterschiedlichen Motiven. Und da ja Plug-ins ohne Schwierigkeiten auf mehreren Instanzen laufen können, sind so problemlos ganze Songs möglich, die nur auf Mellotron-Sounds basieren. Macht das mal mit dem Original!

Mellotron MkII

Mellotron MkII

Moderne Features

Features wie Transponierung, Rewind, Panning oder das das Abspielen mit halber Bandgeschwindigkeit sorgen für Freude. „Unter der Haube“ warten aber noch eine ganze Reihe weiterer Kontrollen, mit denen ihr den Sound weiter bearbeitet. So lassen sich Parameter für Tape-Start, Detuning, Panorama oder das Klickgeräusch der Tasten einstellen und als Preset speichern.

Als weitere Extras erwarten euch ein Chord Finder und Effekte wie Reverb und Delay. Das Reverb bietet die zwei Modi „modern“ und „Spring“ (Federhall). Für authentisches Spielgefühl sorgt die Option, das Looping der Sounds zu deaktivieren.

Aufwendige Aufnahme der Original-Tapes

Auf eine Art stellen die Originale ja eine frühe, analoge Art des Samplings dar. Für eine digitale Neuauflage ist es daher wichtig, das ursprüngliche Material sehr sorgfältig zu behandeln. Aufgrund des Alters war vorab eine Restauration notwendig sowie ein Schritt, den GForce als Tempo-Remapping bezeichnet.

Die Aufnahmen selbst wurden schließlich mit zwei Methoden gemacht. Neben einer direkten Digitalisierung des Sounds, wurde zusätzlich über Mikrofone abgenommen. So sind über 4500 Samples zustande gekommen. Von den 132 kuratierten Tape-Banks wurden einige bisher nicht veröffentlicht.

Spezifikation und Preis

GForce Software M-Tron MkII läuft Standalone und als VST, AU und AAX auf macOS (10.15 oder neuer – auch M1 Silicon-Prozessoren werden unterstützt) sowie Windows (7 oder neuer). Zur Einführung bezahlt ihr 279,99 US-Dollar, später wird der Preis auf 349,99 US-Dollar angehoben.

Weitere Infos über GForce Software M-Tron MkII

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4 Antworten zu “GForce Software M-Tron MkII emuliert die „Mutter aller ‘trons“”

  1. Jo sagt:

    349,99 US-Dollar – das ist absurd teuer.

  2. Peter sagt:

    Vielleicht ist das der korrekte Preis für ein Plugin, aktuell ist mir das zuviel.
    VST3, native Apple Silicon?

  3. Edgar Marton sagt:

    Ich finde den Preis absolut gerechtfertigt. Die Demosounds sind wirlich outstanding und gerade für Filmmusik ein Segen und Inspiration. Und das ist auch locker in jedem Werbebudget drin.

  4. John Knopf sagt:

    Braucht eine Software-Emulation so einen absolut übertrieben großen Knopf in der Mitte?

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