von  Marcus Schmahl  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 4 Min
Dirk Ulrich ist zurück: Brainworx und Plugin Alliance gehören ab sofort wieder ihrem Gründer

Dirk Ulrich ist zurück: Brainworx und Plugin Alliance gehören ab sofort wieder ihrem Gründer  ·  Quelle: Plugin Alliance

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Dirk Ulrich, Gründer von Brainworx und Plugin Alliance, hat beide Firmen am 15. Juli 2026 überraschend zurückgekauft. Die Übernahme läuft über RCKFRC, Ulrichs neues Unternehmen, zu dem bereits Apogee und Manley Labs gehören. In einem persönlichen Brief an die Community erklärt Dirk Ulrich, warum er zurückgekommen ist und was als Nächstes ansteht. Respekt und Gratulation von GEARNEWS!

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Vom eigenen Baby zum Konzern-Anhängsel

2011 gründete Dirk Ulrich die Firma Plugin Alliance und siedelte darin sein eigenes Unternehmen Brainworx mit renommierten Analog-Herstellern wie SPL, elysia und Vertigo Sound an. Was als pragmatische Lösung begann, wuchs über die Jahre zu einer der bekanntesten Adressen für professionelle Audio-Plugins überhaupt.

2021 verkaufte Ulrich Brainworx und Plugin Alliance an die Native-Instruments-Gruppe, blieb zunächst als CEO an Bord und wechselte Ende 2022 in eine Advisory-Board-Rolle. Anfang 2024 verließ er dieses Board vollständig und hatte damit keine aktive Rolle mehr in der Firmengruppe. 2025 übernahm er dann Manley Laboratories von Gründerin EveAnna Manley, seine erste Rückkehr zum aktiven Betrieb einer Pro-Audio-Firma nach dem Ausstieg.

RCKFRC: Ulrichs neues Dach für PA/BX, Apogee und Manley

Wie Dirk Ulrich in seinem Brief mitteilt, gehören Brainworx und Plugin Alliance nun zu RCKFRC, seinem neu gegründeten Unternehmen, unter dessen Dach bereits Apogee und Manley versammelt sind. Ulrich beschreibt den Schritt ausdrücklich nicht als Neustart, sondern als Fortsetzung, „mit erneuertem Fokus und erneuerter Verantwortung“.

Auslöser für die Rückkehr waren laut Ulrich vor allem die zahlreichen Nachrichten von Kunden weltweit, die sich in den letzten Monaten nicht nach dem nächsten Plugin erkundigt hätten, sondern nach der Zukunft von PA/BX: Ob ihre Software weiterlaufen würde, ob Lizenzen gültig blieben, ob sich die Produkte überhaupt noch weiterentwickeln würden. Als sich die Gelegenheit ergab, die Firmen wieder unter Gründerleitung zu bringen, habe er nicht gezögert.

Was als Nächstes ansteht

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Konkret nennt Ulrich vier Prioritäten: Bestehende Plugins, Lizenzen und Projekte der Kunden sollen geschützt bleiben, die Weiterentwicklung soll fortgesetzt werden, die Kommunikation soll transparent und direkt laufen, und in den kommenden Wochen will Ulrich das neue Team hinter Brainworx und Plugin Alliance sowie eine ausführlichere Roadmap vorstellen. Details dazu sollen laufend über die Ankündigungsseite nachgereicht werden. Das klingt sehr vielversprechend!

Bemerkenswert: Ulrich bedankt sich in seinem Brief ausdrücklich bei Jack O’Donnell und dem gesamten inMusic-Team für die „professionelle und konstruktive Zusammenarbeit“ während der Übergangsphase, was zeigt, dass die Übernahme in enger Abstimmung mit dem bisherigen Eigentümer abgelaufen ist, statt als Bruch.

Warum das für die Szene mehr ist als ein einfacher Wechsel

Ulrich war für Brainworx und Plugin Alliance nie einfach nur Gründer, er war über Jahre das Gesicht der Marke, gab Interviews, erklärte Produktphilosophien persönlich und war für viele Nutzer die erkennbare Person hinter den Plugins. Sein Weggang 2024 hinterließ bei vielen Langzeitnutzern ein spürbares Gefühl der Entfremdung von einer Marke, die zunehmend als Teil eines größeren Konzerngeflechts wahrgenommen wurde, samt Namenswechsel-Chaos rund um „Soundwide“ und mehreren Entlassungsrunden bei Native Instruments.

Erst im April dieses Jahres hatte Plugin Alliance mit einem großen kostenlosen Update für 64 Brainworx-Plugins gezeigt, dass an der Substanz weiterhin gearbeitet wird, das erste große Portfolio-Update seit 2018. Dass ausgerechnet jetzt der Gründer selbst wieder aktiv einsteigt und das Ruder übernehmen möchte, passt in dieses Bild einer Marke, die sich offenbar wieder auf ihre Wurzeln besinnen will.

Fazit

Dirk Ulrichs Geschichte mit seinen eigenen Firmen ist selten geradlinig verlaufen, Verkauf, Rückzug, kompletter Ausstieg, Umweg über Manley Labs und Apogee, und jetzt die Rückkehr über die eigene neue Holding RCKFRC. Für eine Community, die Ulrich über ein Jahrzehnt lang als Gesicht und kompetenter Ansprechpartner kannte, dürfte diese Nachricht trotzdem ein echter Moment sein.

Ob und wie stark sich seine Rückkehr konkret auf Produktentwicklung, Preisgestaltung oder Kommunikation auswirkt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wenn Dirk Ulrich das neue Team und die Roadmap vorstellt. Wir bleiben da für euch dran. Aber allein die Tatsache, dass DER Mann, der Brainworx und Plugin Alliance einst aus dem Nichts aufgebaut hat, wieder mit am Steuer sitzt, ist für viele in der Szene schon Grund genug zur Freude. Welcome back Dirk!

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