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Die Super Stock SD1 FR  ·  Quelle: charvelguitars.com

Charvel ist neben Gretsch, Hamer, Ovation, Guild und Takamine (und anderen) nur eine von vielen Tochterfirmen von Fender MI Corp. Man findet bei den Unterfirmen teils sehr schöne, eigenständige Gitarren, die viele Gitarristenherzen höher schlagen lassen. Bei Charvel bin ich mir nicht immer ganz sicher, wirklich eigenständig sind die nicht…

… dennoch freue ich mich immer wieder über kleine Veränderungen an der Strat-Vorlage. Charvel hat sich hier vor allem den moderneren Designs verschrieben. So auch die San Dimas Serie. Fender würde die Optik und Ausstattung wohl in der Modern Player Serie verkaufen. Bei der Farbe ‚Sunset Orange Flake‘ haben die Designer aber für mich kräftig ins Klo gegriffen. Erinnert mich irgendwie an preiswerte Bässe von Ibanez oder Yamaha.

Die neue ‚Super Stock SD1 FR‘ hat vor allem gegenüber ihrer Schwestern eine Neuheit, wenn man die neue Farbe mal außen vorlässt: den Matching Headstock. Ansonsten hat man alles schonmal gesehen: Erlekorpus, Ahornhals und -griffbrett mit 22 Jumbo-Bünden und Floyd Rose Bridge. Man mag ihn, oder auch nicht. Für FR-Kenner: es ist das ‚FRT-O1000 Double-Locking Tremolo Top Mounted‘ Modell in Chrome.

Die Hardware ist im Gegensatz zu dem Rest der Serie komplett in Chrome gehalten. Passt auch deutlich besser zu Ahorn und Orange in meinen Augen. Im Gegensatz dazu wurden die Dot-Inlays geschwärzt: find ich schon schnieke.

Als Pickups wurden die Seymour Duncan Zebra Humbucker verbaut. An der Brücke steckt ein JB TB4 und am Hals ein 59er. Beide natürlich mit Creme-PU-Rahmen. Alles andere hätte auch nicht wirklich gepasst. Man bekommt einen globalen Volumeregler und einen dreifach PU-Wahlschalter. Reicht ja oft auch aus.

Charvelspieler werden wissen, dass es sich nur um ein Pro-Mod Modell handeln kann: klassischer Body, geölter, unlackierter Hals und ‚heiße‘ Pickups mit viel Output. Ein Modell für die härtere Gangart also.

Preislich dürfte sich die Charvel Super Stock SD1 FR ungefähr bei den Geschwistern um die 700-800 Euro einordnen – wenn Charvel sich den Matching Headstock nicht derbe extra bezahlen lässt. Nochmal danke an den Hersteller von mir persönlich: wäre da nicht die anstrengende Farbe und das FR, hätte mein Geldbeutel vermutlich bluten müssen.

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