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AIAIAIA Booty Drum

AIAIAIA Booty Drum  ·  Quelle: AIAIAI

AIAIAIA Booty Drum

AIAIAIA Booty Drum  ·  Quelle: AIAIAI

AIAIAI zeigt uns im Clip zum Booty (Anm. d. Red. „Gesäß“) Drum Sensor, dass man nicht unbedingt eine Ausbildung an einem Instrument genossen haben muss, um Beats, Sounds und Samples zum Klingen und Schwingen zu bringen. Die Idee hinter dem Projekt, so der dänische Kopfhörer-Hersteller, sei es gewesen, Benutzer von AIAIAI-Kopfhörern und andere Musikliebhaber auf eine ungewöhnliche Art und Weise mit „neuer Musik“ zu versorgen. Was schließlich in Musik gemacht „vom Po für den Po“ resultierte. Das Projekt untersuche das reiche Erbe der „bassbetonten Club-Kultur“, wo Tanz und Booty-Shaking (oder besser gesagt Arschwackeln) zu den integralen Bestandteilen zählen. Ferner wolle man in Erfahrung bringen, ob es möglich sei, die Wahrnehmung des Twerking zu verändern, indem man es in einen kreativen, Technologie getriebenen Kontext setzt und den Tanz für sich sprechen lässt.

Für den Track „Cascaval“ zeichnet sich Joao Barbosa AKA Branko aus Lissabon, Mitglied der portugiesisch/angolanische Kuduro-Band Buraka Som Sistema, die 2010 mit dem European Border Breakers Award (EBBA) ausgezeichnet wurde, verantwortlich. Die Tanzeinlage geht auf das Konto von Louise Kjølsen aka Twerk Queen Louise, ihres Zeichens Dänemarks bekannteste Booty-Shakerin.

Ob es sich bei dem gelben Dreieck und dem schwarzen Quader, die dort am Po der Twerk Queen angebracht sind, nicht eher um einen Marketing Gag als um Producing-Gear handelt, lässt sich aktuell nur schwer sagen, zumal die Hintergrundgeschichte auf der Website einigermaßen authentisch wirkt. Und es gibt ja bereits einige interessante MIDI-Controller „der dritten Art“, wie beispielsweise den 3-Achsen-Gyrosensor-Ring Source Audio Hot Hand USB.

Es ist also durchaus im Bereich des Möglichen, dass TMA-1 Hersteller AIAIA hier an einem neuen Body-Move Transmitter arbeitet, der wie im Video erklärt, Bewegungen in Velocitiy- und Trigger-Daten übersetzt, die dann Samples auslösen und ein Musikstück generieren. Technische Aspekte sind bisher allerdings noch nicht verfügbar. Ob das finale Produkt dann letztlich ans Gesäß gepappt werden muss, um Beats zu basteln, oder ob man es (okay, vielleicht nicht ganz so publikumswirksam) in bester Harry-Potter-Manier beschwörend auf dem Handrücken oder doch lieber „moshend am Kopf“ befestigen kann, lassen wir mal im Raum stehen. Ebenso, ob es den Protagonisten gelingt, dem laut Oxford English Dictionary sexuell provozierenden Tanzstil“ wie gewünscht ein neues Image zu verpassen.

Nachstehend einige interessante Links zum Projekt Real Booty Music, zu Kuduro und zur Band Buraka Som Sistema.

Und natürlich das Video.

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rockrob
rockrob
5 Jahre her

Vielleicht Handy-kompatibel, dann nehme ichs mit ins Fitness-Studio und generier beim Work-Out meine eigenen Sounds :)

gearnews
gearnews
5 Jahre her
Reply to  rockrob

Warum auch nicht? Vielleicht wird es nach intensivem Training ein Erfolgsalbum. ;)