von  Dirk  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 11 Min
Musik produzieren ohne Geld: Was brauchst du dafür?

Musik produzieren ohne Geld: Was brauchst du dafür?  ·  Quelle: Victor Lucas / Alamy Stock Photo

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Musik produzieren ohne Geld – das klingt vielleicht etwas reißerisch, ist aber mit Sicherheit ein Thema, mit dem sich einige beschäftigen. Dennwer kennt nicht Situationen, in denen das Budget knapp ist und jeder Cent umgedreht werden muss. Und wenn du gerade genau so eine Phase erlebst und auf die Idee kommst, dich mit der Produktion von Musik zu beschäftigen, findest du hier vielleicht die Antworten auf ein paar Fragen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wer kein (oder nur wenig) Geld ausgeben und Musik produzieren will, bekommt mit einer kostenlosen DAW und Gratis-Plugins heute bereits gute Voraussetzungen dafür.
  • Die Anschaffung von zusätzlichem Equipment ist auf lange Sicht aber nicht zu umgehen. Es stehen aber mittlerweile viele preisgünstige Produkte zur Auswahl.
  • Zu den wichtigsten Tools für die Musikproduktion gehören neben Rechner und Software Audiointerfaces, Studiomonitore und Kopfhörer.
  • Für Aufnahmen ist ein Mikrofon erforderlich. USB-Mikrofone erfordern keine zusätzliche Hardware und können direkt an den Rechner angeschlossen werden.
  • Mit einem günstigen Controller lässt sich ein kleines Studio-Setup erweitern

Musik produzieren ohne Geld – ist das möglich?

Wenn ich eine kurze und knappe Antwort auf die Frage geben müsste, ob man ohne Geld oder mit nur wenig Budget Musik produzieren kann, lautet meine Antwort am ehesten „Jaein“. Denn zumindest ein paar Basics sind einfach erforderlich und quasi die Mindestvoraussetzung. Aber es ist gut möglich, dass du bereits die notwendigsten Sachen besitzt.

Musik produzieren, ohne Geld dafür aufzuwenden, ist grundsätzlich schon mal möglich, wenn du einen Rechner hast. Zur Not tut es auch dein Handy mit ein paar passenden Apps, die meistens ein paar Euro kosten – es gibt aber durchaus kostenlose Alternativen. Wer ein iPhone oder iPad nutzt, bekommt mit GarageBand eine Gratis-App, die bereits viele Funktionen zum Erstellen von Musik anbietet. Bandlab ist eine weitere kostenlose App für Musikproduktion, die für iOS-Geräte und Android-Devices erhältlich ist.

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Es gibt einige Artists, die mit kostenlosen oder günstigen Apps sehr coole Musik produzieren, die theoretisch auch das Zeug hat, Millionen von Plays zu bekommen und ein großes Publikum zu erreichen. Natürlich kommst du nicht darum herum, dich mit den Tools auseinanderzusetzen und zu lernen, damit die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Aber das ist auch etwas, was sich niemand für auch noch so viel Geld wirklich kaufen kann.

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Man könnte endlose Debatten darüber führen, ob ein Smartphone oder Tablet und ein paar Apps heute bereits ausreichen, um damit „professionell“ klingende Musik zu produzieren. Ich bin der Meinung, dass es grundsätzlich nicht unmöglich ist – dafür gibt es einfach genügend Gegenbeispiele. Angeblich wurde zum Beispiel dieser Song hier komplett mit einem iPhone aufgenommen und darauf produziert:

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Aber für mein Empfinden ist ein Rechner – egal ob Desktop oder Laptop – heutzutage unverzichtbar für die Musikproduktion. Es sei denn, du willst komplett „DAWless“ arbeiten, aber dann ist eben auch Equipment gefragt, das ein bisschen was kostet.

Deshalb: Für „Musik produzieren ohne Geld“ ist ein Rechner die wichtigste Grundvoraussetzung. Die gute Nachricht: Wenn du bereits einen einigermaßen fitten Rechner besitzt und über eine Internetverbindung verfügst, kannst du damit direkt loslegen!

Musik produzieren ohne Geld – was braucht man mindestens dafür?

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Okay, du hast einen Rechner, der noch den aktuellen Anforderungen entspricht: Bei Macs und PCs sollte es mindestens ein Intel-i5-Prozessor oder neuer sein, 8 GB RAM und ein bisschen Platz auf der Festplatte sollten ebenfalls vorhanden sein.

Neben dem Rechner brauchst du Software, denn damit lassen sich bereits komplette Produktionen „in the box“ erstellen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die sogenannte DAW ein. Die Abkürzung steht für „Digital Audio Workstation“. Mit so einer Software erledigst du Aufnahmen, das Arrangement und den gesamten Mix der einzelnen Parts. Du kannst hiermit auf mehreren Spuren arbeiten, Projekte verwalten und alles mit zusätzlichen Effekten bearbeiten. Sogar das Mastering – also der finale Schliff der Produktion – lässt sich in der DAW vornehmen.

Im Prinzip handelt es sich bei der DAW um ein virtuelles Studio in deinem Rechner. In diesem Artikel findest du Tipps zu kostenlosen DAWs, mit denen du durchstarten kannst.

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Zusätzliche Effekte, Tools und Klangerzeuger (wie Synthesizer oder Sampler) werden als Plugins in der DAW genutzt. Auch hier gibt es mittlerweile viele Angebote, die es in Bezug auf Qualität und Leistung durchaus mit kommerziellen Produkten aufnehmen können. Es lohnt sich, hier bei uns mal über Freeware zu lesen – da findest du viele interessante Plugins, die du vielleicht gebrauchen kannst.

Mit einem Rechner, einer kostenlosen DAW und ein paar Plugins kannst du bereits Musik produzieren, ohne Geld dafür investieren zu müssen. Einige DAWs sind im Vergleich zu größeren Versionen abgespeckt, deshalb musst du die Limitierungen kreativ für dich nutzen.

Und wenn du vorhast, dir eine professionelle und bekannte DAW wie Ableton Live, Bitwig Studio, Steinberg Cubase oder FL Studio zuzulegen, lohnt es sich, auf einen Sale zu warten. Manchmal kannst du da bis zu 50 % sparen. Hier bei uns findest du immer Infos zu aktuellen Deals.

Welches Equipment ist für die ersten Schritte in der Musikproduktion essentiell?

Focusrite Scarlett 2i2 4th Generation
Ein Audiointerface gehört zu den wichtigsten Tools für die Musikproduktion. Hier im Bild: Focusrite Scarlett 2i2 4th Generation · Quelle: Focusrite

Kommen wir nun zu weiterem Equipment, das für den Anfang praktisch ist – aber nicht zwingend sofort komplett gekauft werden muss.

Audiointerface

Ein mit dem Rechner verbundenes Audiointerface ist für die Aufnahmen von Instrumenten, Gesang und mehr fast essentiell. Es gibt durchaus einige sehr günstige Modelle, in diesem Kaufberater findest du einige Empfehlungen. Und bei Thomann* findest du bereits Interfaces ab ungefähr 30 Euro. Mein Tipp für die Anschaffung eines Audiointerfaces lautet immer, auf die Anzahl der Eingänge zu achten. Ein Interface mit nur einem einzelnen Eingang ist oft sehr günstig, aber auch nur praktisch, wenn du wirklich nie mehr als eine Quelle gleichzeitig aufnehmen willst (und nie in Stereo).

Wenn du keine Aufnahmen machen willst oder musst, greifst du auf die virtuellen Klangerzeuger in der DAW und auf Samples zurück. Kostenlose Samples findest du ohne Ende im Netz – zum Beispiel hier bei Loopmasters*.

Audiointerfaces sind aber auch praktisch, um daran Studiolautsprecher oder einen Kopfhörer anzuschließen. Vielleicht hat dein Rechner einen Kopfhöreranschluss, dann kannst du zumindest mit einem Kopfhörer arbeiten. Ausschließlich über „PC-Lautsprecher“ oder die eingebauten Boxen am Laptop Musik zu mischen, wird in den meisten Fällen nicht zu guten klanglichen Ergebnissen führen.

PreSonus Eris 3.5 2nd Gen
Studiomonitore sind wichtig, um die Musik beim Abmischen vernünftig abzuhören. Modelle wie PreSonus Eris 3.5 2nd Gen sind bereits recht günstig zu haben · Quelle: PreSonus

Studiomonitore

Wenn du es ernst meinst, kommst du entweder um Studiomonitore (also für die Musikproduktion gebaute Lautsprecher) oder einen Studiokopfhörer nicht herum.

Für den Anschluss von Studiomonitoren brauchst du wie gesagt auch ein Audiointerface, damit hast du bereits zwei Kostenpunkte. Es gibt relativ preiswerte Studiomonitore, die jetzt nicht unbedingt professionellen Ansprüchen voll gerecht werden, aber für den Anfang ausreichen. Schließlich lautet das Thema hier „Musik produzieren ohne Geld“.

Für dich stellt sich deshalb die Frage, wie viel Geld du am Anfang investieren kannst und möchtest. Ein paar Tipps zu günstigen Studiomonitoren geben wir in diesem Kaufberater.

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Professionelle Studios investieren viel Geld in die Studiomonitore und mindestens genauso viel in die Optimierung der Raumakustik. Erst wenn beides genau aufeinander abgestimmt ist, lässt sich Musik nach professionellen Maßstäben abmischen – und dabei ist zudem noch viel Erfahrung und Wissen gefragt.

Das sollte dich am Anfang aber nicht aufhalten oder abschrecken. Insofern du mit mehreren Spuren in der DAW arbeitest, könnte bei finalen Schritten immer noch jederzeit ein „Profi“ ran. Und außerdem soll es ja erst mal um den Spaß gehen.

Kopfhörer

Eine interessante Alternative zu Studiomonitoren könnte aber am Anfang auch das Produzieren und Mixen mit einem Kopfhörer sein. Der Vorteil: Du musst dir nicht zu viel Gedanken um die Qualität der Studiomonitore oder deine Raumakustik machen und bekommst im Vergleich für relativ wenig Geld schon Kopfhörer, die genauso in professionellen Studios genutzt werden.

beyerdynamic DT-770 PRO/80 Ohm Kopfhörer
Kopfhörer wie beyerdynamic DT-770 PRO liefern professionelle Leistung zum Abhören · Quelle: beyerdynamic

Kopfhörer bringen aber auch ein paar Nachteile mit sich. Zum Beispiel klingen Mixe, die mit Kopfhörern gemacht wurden, klingen oft etwas „flach“ und es fehlt an räumlicher Tiefe. Und häufig fällt es schwer, den Bassbereich gut einzuschätzen.

Ein kleiner Tipp: Mit einer kostenlosen Software wie LEWITT Space Replicator Free kannst du eine riesige Auswahl an Kopfhörern im Sound etwas korrigieren, um damit etwas neutraler die Abmischung zu hören. Und zudem bietet dieses Plugin auch die Möglichkeit, den Sound von verschiedenen Hörumgebungen – inklusive einem professionellen Studio – auf dem Kopfhörer zu simulieren.

Aber auch hier gilt letztendlich, dass du dich am Anfang nicht verrückt machen musst und es auch einige professionell klingende Songs gibt, die ausschließlich mit einem Kopfhörer ganz klassisch aufgenommen und abgemischt wurden.

Ein Vorteil von Kopfhörern ist aus meiner Sicht, dass du diese bereits an einem Kopfhörerausgang am Laptop anschließen kannst und so eventuell die Kombi aus Audiointerface und Studiomonitoren nicht sofort zwingend erforderlich ist.

Einer der beliebtesten Studiokopfhörer, der beyerdynamic DT-770 PRO*, ist bereits für 149 Euro zu haben. Viele weitere Studiokopfhörer findest du bei Thomann*.

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Musik produzieren ohne Geld: Dieses zusätzliche Equipment ist praktisch

Ja, die etwas plakative Headline müsste eigentlich „Musik produzieren ohne viel Geld“ lauten, denn wie du siehst, sind ein paar Sachen einfach erforderlich. Und es geht ja auch darum, etwas Spaß dabei zu haben und Dinge anzufassen.

Controller

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Deswegen könnten die nächsten für dich interessanten Anschaffungen Controller sein, um damit Musik einzuspielen oder so mit der Software zu verbinden, dass du beispielsweise mit Drehreglern den Sound bei der Aufnahme manipulierst.

Relativ günstig in der Anschaffung sind kleine Controller, die auch gut für unterwegs zu gebrauchen sind. Hier findest du ein paar Empfehlungen. Weitere Controller, die auch gut für die Steuerung einer DAW taugen, zeigen wir dir in diesem Kaufberater. Auch da sind ein paar preiswerte Modelle dabei.

AKAI APC mini MK2
Ein günstiger Controller wie die AKAI APC mini MK2 kann eine nützliche Anschaffung für ein Setup sein · Quelle: AKAI

Mikrofon

Über die Anschaffung eines Mikrofons denkst du vielleicht auch nach. Im Studio werden – im Gegensatz zur Bühne – sehr gerne Kondensator-Mikrofone benutzt. Diese sind vereinfacht gesagt etwas feiner in der Auflösung, aber auch empfindlicher.

Ein Kondensator-Mikrofon ist zum Beispiel nicht so gut dafür geeignet, bei der Aufnahme in der Hand gehalten zu werden. Zudem brauchen diese Mikrofone immer eine zusätzliche Phantomspeisung, die in einem kleinen Homestudio in der Regel über das Audiointerface geliefert wird (insofern es diese anbietet).

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Für Mikrofone kann man unfassbar viel Geld ausgeben, es gibt aber auch schon günstige Mikros, die eine gute Leistung abliefern und für den Anfang vollkommen ausreichen. Das Rode NT1-A Vocal Komplettbundle* bietet zum Beispiel für wenig Geld ein Großmembranmikrofon, das sich an einem geeigneten Interface mit Phantomspeisung betreiben lässt und zusätzlich ein Mikrofonstativ und ein zugehöriges Kabel enthält.

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Rode NT1-A Complete Vocal Bundle
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Es gibt aber auch Kondensator-Mikrofone, die per USB direkt an einem Rechner (oder Smart-Device) angeschlossen werden können. Auch hier gibt es Unterschiede in Bezug auf Preis, Leistung und Ausstattung. Ein sehr günstiges Set bietet das Fun Generation USB One Bundle*. Noch mehr USB-Mikrofone findest du bei Thomann*.

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Fun Generation USB One Bundle Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Fazit

Musik produzieren ohne Geld – wir schauen uns in diesem Artikel an, ob das grundsätzlich möglich ist. Mit einem Rechner oder Smart-Device und kostenloser Software sind die wichtigsten Grundvoraussetzungen für die Musikproduktion erfüllt. Speziell der Computer bietet mit kostenlosen DAWs, Plugins und Samples einen guten Einstieg.

Trotzdem sind ein paar Investitionen sinnvoll und vermutlich auch früher oder später erforderlich. Zu den wichtigsten Basics zählt Equipment wie ein Audiointerface, Studiomonitore, Kopfhörer, Mikrofone und ein Controller. Viele dieser Produkte gibt es mittlerweile auch für sehr wenig Geld, hier musst du abwiegen, wie viel du am Anfang investieren willst.

Begleitende Infos zum Thema

*Hinweis: Dieser Artikel über Musik produzieren ohne Geld enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!

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