von  Julian Schmauch  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 5 Min
Chase Bliss Bad Mood: Schlechtgelauntes Ambient-Wunderkind

Chase Bliss Bad Mood: Schlechtgelauntes Ambient-Wunderkind  ·  Quelle: Chase Bliss

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Neues in der limitierten Small-Batch-Serie von Chase Bliss! Nach Reverse Mode C und Lost + Found kommt jetzt das Chase Bliss Bad Mood. Anknüpfend an das wahrscheinlich populärste Pedal von CB, Mood Mk2, kommt hier die „bösere“, definitiv aber kaputter klingende Ambient-Wundertüte. Und von Lost + Found gibt es

Nach Mood kommt Bad Mood

Für alle Morgenmuffel, die ihren ersten Kaffee noch nicht hatten: Hier kommt das Effektpedal, das eure schlechte Laune perfekt vertont! Gut, die meisten wollen verständlicherweise morgens einfach ihre Ruhe haben, würde man aber mal versuchen (Songwriting-Idee?), Morgenmuffeligkeit musikalisch einzufangen, Chase Bliss Bad Mood wäre ein hervorragender Startpunkt.

Knallrot und schön kaputte Sounds!
Knallrot und schön kaputte Sounds! · Quelle: Chase Bliss

Wie beim Mood Mk2 besteht das Pedal aus zwei Hälften: einem Micro-Looper rechts, der ankommendes Audio zerhäkselt und auf jetzt noch abgefahrenere, oft fast zerstörerische Weisen wieder zusammensetzt, und einem Wet-Channel links mit Reverb, Delay und Harmonizer. Wie immer bei Chase Bliss ist auch das Bad Mood ein eher komplexer Effekt mit vielen Happy Accidents, wo man sich in der Komplexität verlieren und Sounds erzeugen kann, wo man hinterher kaum noch weiß, wie.

Verfügbar in Schwarz oder Rot
Verfügbar in Schwarz oder Rot · Quelle: Chase Bliss

Als Teil der Small Batch Serie gibt es Bad Mood nur als Vorbestellung, nur bis Ende August. Wer allerdings noch zögert: Von Reverse Mode C und jetzt von Lost + Found hat CB später noch in einer neuen Farbe eine zweite Auflage veröffentlicht. Man kann also (wahrscheinlich) auch in Ruhe Langzeit-Reviews abwarten und in einigen Monaten schauen.

Wie klingt Chase Bliss Bad Mood?

Wer Mood Mk2 kennt, wird überrascht sein. Denn natürlich ist auch Chase Bliss Bad Mood eine Ambient-Maschine, mit der Micro-Loops und Klangwolken erzeugt werden können. Das klingt aber den Audiodemos nach zu beurteilen, eine ganze Ecke kaputter, mehr in Richtung Lo-Fi, Shoegaze. Und trifft den Zahn der Zeit.

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Ich kann das neue Album von Charli XCX „Music, Fashion, Film“ da nur empfehlen, auch was sie, A.G. Cook und Finn Keane bei Tape Notes so erzählen. Was den Gitarrensound betrifft, klingt das oft noch eine ganze Ecke kaputter, fast schon amateurhaft (und damit Punk!). Und mit dem Bad Mood kommt man klanglich da sehr gut hin.

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Egal ob der „Soup“-Reverb, der „Relay“-Delay oder der „Flip“-Harmonizer auf der „Wet-Channel“-Seite oder die drei neuen Mirco-Loop-Modi „Burst“, „Radio“ und „Mask“: alles klingt kaputter, krachiger, aber immer noch nach Ambient. Auch Shoegaze-Wall-of-Sound-Fans und Mk.Gee-Klangforscher dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.

Ein Pedal mit Genre-Sounds: Der Radio-Mode

Besonders hervorheben muss man den neuen „Radio„-Modus bei den Micro-Loopern. Grundsätzlich ist auch beim Mood Mk2 oder dem Hologram Microcosm die Idee dieser Art Looper, dass man kurze Phrasen oder Melodien loopt. Und die werden dann von den Engines in kleinste Audioschnipsel zerhackt, gepitcht, geschichtet und zum Teil auch rückwärts abgespielt. Quasi kurz vor Grain Delay, aber etwas längere Audioschnipsel.

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Soweit, so schwebig. Was aber beim „Radio“-Mode im Chase Bliss Bad Mood eine echte Besonderheit ist, sind die fünf „Sender“ oder Genres, durch die man mit dem Modify-Regler wechselt: „Tape“, „Ambient“, „Orchestral“, „Shoegaze“ und „Dance“. Jeder Modus setzt die Teile eines Micro-Loops anders zusammen, schichtet und verdreht sie.

Wie eigentlich immer bei Chase Bliss, bietet das Pedal dazu auch eine kaum zu erfassende Zahl an Zusatzfunktionen und zweiten Modi. Im Handbuch findet ihr das im Detail aufgeschlüsselt. Neben dem „Radio“-Mode ist hier „Cross„, als Zweitfunktion erreichbar, indem man beide Footswitches gedrückt hält und dann den „Time“-Regler betätigt.

Dip Switches auf der Kopfseite
Dip Switches auf der Kopfseite · Quelle: Chase Bliss

Grob gesagt kann man hier bestimmen, ob man entweder mit dem Inputsignal oder mit einer der beiden Effekthälften das jeweils andere in Lautstärke und Tonhöhe moduliert. Hat man zum Beispiel den „Soup“-Reverb aktiv und wählt im „Cross“-Mode das Eingangssignal als Quelle, moduliert dieses die Hallfahne. Diese beginnt zu eiern, zu mändern, wie man es von Reverb noch nie gehört hat, je nachdem, wie dynamisch man spielt.

Und sonst? Alles in Stereo, die typischen Dip Switches auf der Kopfseite für zusätzliche Sounds und Effekte, zwei Farben gibt es (rot und schwarz).

Lost + Found 2026: Neue Farbe und neue Firmware

Ach, und beim Multi-Effekt aus dem Hause CB, dem Lost + Found bietet man ähnlich zum Reverse Mode C letztes Jahr eine neue Farbe an, schwarz ist es dieses Mal geworden. Dazu gibt es eine neue Firmware (ach für alle die, die die erste Version besitzen). Mit dieser hat man einen Wunsch der Community erfüllt.

Lost + Found 2026
Lost + Found 2026 · Quelle: Chase Bliss

Denn im Demo-Video sind anfangs einige Sounds vom Effekt „Sympathetic Resonator“ zu hören, die um einiges verzerrter und kratziger sind, als im Endprodukt. Das Voicing stammte von einer frühen Entwicklungsversion des Pedals. Und der Sound gefiel vielen Nutzern so gut, die Kommentare häuften sich, dass Firmware 2.0 dieses jetzt „Overdriven Voicing“ für den Resonator wiederbringt. Toll!

Was kostet das Chase Bliss Bad Mood und wann ist es verfügbar?

Das Chase Bliss Bad Mood ist Teil von Small Batch, einer limitierten Serie von Chase Bliss, die nur auf Vorbestellung bis zu einem festen Datum läuft. In diesem Fall ist der 31. August 2026 die Frist, bis zu der ihr bestellen könnt. Auch für die neue Farbe des Lost + Found.

Beide Pedale, Bad Mood und Lost + Found 2026, gibt es nur im EU-Shop von Chase Bliss zu bestellen zum Preis von jeweils 469,- Euro (inklusive Versand).

Infos über die neuen Pedale von Chase Bliss

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